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30.3.2013

Neue Formate im Privatfernsehen

Mit der Einführung des dualen Rundfunksystems, der Etablierung von Sportsendungen in privaten Programmen und eigenen Sportsendern sind weitere Arten von Sportsendungen entstanden. Beim Spartensender SPORT1 gibt es z. B. am Sonntag die Talkshow "Doppelpass", in der die Ereignisse des letzten Bundesliga-Spieltages noch einmal besprochen werden.

Die drei Moderatoren (v. li.) Jörg Wontorra, Monica Lierhaus und Oliver Welke im "ran"-Studio (© picture-alliance/dpa)


Auf demselben Sender wird "Das Sportquiz" ausgestrahlt, eine sogenannte Call-In-Sendung, bei der die Zuschauer anrufen können, um Quizfragen zu beantworten. Der Spartensender Eurosport hat mit "WATTS" eine Sendung im Programm, in der spektakuläre Ereignisse, vor allem Missgeschicke, in einer Art Clipshow präsentiert werden. Zudem gibt es Reportagen über außergewöhnliche Sportarten und historische Sendungen, in denen z. B. wichtige Spiele oder Rennen aus der Vergangenheit präsentiert werden.
Von 1988 bis 1992 war das Fußball-Magazin "Anpfiff" im Stil einer Fußball-Show auf RTL zu sehen. Die Sendung wurde auch durch den Moderationsstil von Ulrich Potofski geprägt. (Ausschnitt aus der Sendung aus Rostock vom letzten Spieltag der Bundesliga 1992) (© RTL, 1992)
Mit dem Erwerb der Rechte an der Ausstrahlung der Fußball-Bundesliga in Zusammenfassungen durch die kommerziellen Sender kamen neue Magazine nach Art der "Sportschau" hinzu. RTL ging 1988 mit der Fußballshow "Anpfiff" auf Sendung, mit der die Verbindung von Fußball und Unterhaltung einen neuen Höhepunkt erlebte. 1992 konnte Sat.1 den Kampf um die Rechte für sich entscheiden, und der Sender startete mit "ran" eine neue Fußballshow, die mit zahlreichen technischen Neuerungen und einem neuen Reportagestil die Sportberichterstattung prägte.

Rolle der Moderatoren



Auch wenn Sportsendungen von Sportereignissen berichten, bleiben sie den meisten Zuschauern doch aufgrund ihrer Kommentatoren und Moderatoren im Gedächtnis. Als Beispiel sei der Radio-Kommentar von Herbert Zimmermann genannt, der immer zu den Wochenschaubildern vom Sieg der deutschen Nationalelf bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in Bern eingespielt wurde. So bleiben bekannte Moderatoren der "Sportschau" wie Ernst Huberty, Heribert Faßbender, Gerhard Delling oder Monica Lierhaus ebenso im Gedächtnis wie die Moderatoren des "Aktuellen Sport-Studios" – Harry Valerien, Rainer Günzler, Wim Thoelke, Michael Steinbrecher oder Dieter Kürten –, der Moderator von "Anpfiff", Ulli Potofski, die Moderatoren von "ran", Reinhold Beckmann, Johannes B. Kerner, Jörg Wontorra und Oliver Welke, und Kommentatoren wie Waldemar Hartmann, der mit "Waldis WM-Club" bzw. "Waldis EM-Club" von 2006 bis 2012 eine eigene Sendung erhalten hatte. Nicht zuletzt sei die Sportreporter-Legende der DDR, Heinz Florian Oertel, erwähnt.
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