Bilder der Veranstaltung: Manuel Castells: Macht und Gegenmacht in der digitalen Gesellschaft


(© 2017 Bundeszentrale für politische Bildung und Humbold Institut für Internet und Gesellschaft)

Wie konstituiert sich Macht in der digitalen Gesellschaft? Wer ist mächtig – und wie können bestehende Machtverhältnisse in Frage gestellt und herausgefordert werden? Digital vernetzte Technologien wurden lange als Mittel verstanden, Demokatisierungs- und Emanzipationsprozesse voranzutreiben, sowie marginalisierte Gruppen zu stärken. Heute wissen wir, dass dies die komplexen Veränderungen der digitalen Gesellschaft nur zum Teil widerspiegelt: Einige wenige Unternehmen dominieren Märkte und Infrastrukturen und Demokratie-Bewegungen wie während des sogenannten "Arabischen Frühlings" sahen sich harschen Repressalien ausgesetzt.

Manuel Castells wies bereits in seiner einflussreichen Trilogie "The Information Age" auf die Ambivalenzen dieser Entwicklungen hin. Seiner Argumentation nach erodieren traditionelle Formen der Macht, aber gleichzeitig entstehen neue Formen der Machtverteilung. In seinem Vortrags wird Castells auf die Entwicklungen der letzten 20 Jahre eingehen und die Neuverteilung von Macht und Gegenmacht erläutern.

Manuel Castells ist Professor für Soziologie an der Open University of Catalonia (UOC) in Barcelona. Er ist außerdem Professor an der Annenberg School of Communication der University of Southern Carolina. Er ist Autor von 26 Büchern - unter anderem verfasste er die Trilogie “The Information Age: Economy, Society, and Culture” (1996-2003), welche im Blackwell Verlag erschien und in 23 Sprachen übersetzt wurde. Diese Trilogie ist eins der einflussreichsten akademischen Werke hinsichtlich der Transformation der modernen Gesellschaft im Kontext des Internets.

Redenreihe



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Der Prozess der Digitalisierung wird von tiefgreifenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichenVeränderungen begleitet. Damit stellen sich ganz grundlegende Fragen nach Macht und Ungleichheit, Demokratie und Öffentlichkeit, nach Infrastrukturen und Plattformen. Die prominent besetzte Redenreihe zielt darauf, eine europäische Perspektive auf die gegenwärtigen Transformationsprozesse zu entwickeln und zu diskutieren. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) laden führende europäische Intellektuelle dazu ein, den digitalen Wandel zu erklären und zu gestalten.

Die Redenreihe startet am 12. Dezember mit einer Rede von Manuel Castells, einem der prominentesten Sozialwissenschaftler weltweit, zu Macht in der digitalen Gesellschaft. Folgende Reden dieser Reihe werden sich mit anderen gesellschaftlichen Grundfragen beschäftigen: Tiefgreifende, langfristige Transformationen sind schwer zu identifizieren und zu erklären. HIIG und bpb veranstalten deshalb diese Redenreihe und geben führenden europäischen Intellektuellen die Gelegenheit, Schlüsselkonzepte der digitalen Gesellschaft zu entwickeln, um so die komplexe Gegenwart und die ungewissen Zukunft besser verstehen zu können.

Die Redenreihe beginnt im Dezember 2017 und wird mit verschiedenen Rednerinnen und Rednern 2018 fortgeführt. Bestätigte Rednerinnen und Rednern sind Manuel Castells, Autor der einflussreichen Trilogie "Information Age" und Professor an der Open University of Catalonia und der University of Southern Carolina, Marion Fourcade (UC Berkeley), Christoph Neuberger (LMU München) sowie José van Dijck, Autorin des in Kürze erscheinenden Buches "The Platform Society" und Präsidentin der Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences.

Sie können die Veranstaltung auch auf der Facebook-Seite der bpb im Livestream verfolgen. Im Anschluss wird das Video in der Mediathek verfügbar sein.

Die englische Version dieser Veranstaltungsankündigung finden Sie hier.




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