Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 18–19/2015)

Qualitätssicherung in der Bildung



1997 leitete die Kultusministerkonferenz ein folgenreiches Umdenken im deutschen Bildungswesen ein. Die "Qualität" schulischer Bildung sollte zukünftig auch anhand "länderübergreifender Vergleichsuntersuchungen" überprüft werden. Die Ergebnisse (engl. output) von Bildungsprozessen, also die erwarteten Leistungen, mussten nun entsprechend standardisiert und messbar gemacht werden. Dieser Schwenk von der "Input- zur Outputsteuerung", von Lehrplänen hin zu "Bildungsstandards" und neuartigen "Qualitätsmanagementsystemen" setzte nahezu zeitgleich auch in der deutschen Hochschulpolitik ein.

Qualität ist ein Steuerungsinstrument, aber eben auch ein relationaler Begriff: Bildungsprozesse finden in einem komplexen Gefüge von Einflussfaktoren statt; entsprechend kommen die unterschiedlichsten Qualitätsmaßstäbe zum Einsatz. Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung gehen daher oft auf langwierige Aushandlungsprozesse zwischen den Beteiligten zurück.

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