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24.11.2017

Von den Rändern der Stadt her denken. Das Beispiel Berlin

Städte leben vom Nimbus ihrer "Urbanität", ihrer verdichteten Vielfalt. Durch diese Vielfalt sind sie Schauplätze des Nebeneinanders ungleicher Entwicklungen und weisen infolge gesellschaftliche Fragmentierungen auf, die mit einer Hierarchisierung der Stadtstruktur in Ränder und Zentren einhergehen. Die Thematisierung von "Rand" und "Zentrum" kann auf einer metaphorischen Ebene angesiedelt sein oder sich auf reale, teilweise messbare sozialräumliche Differenzierungen beziehen. Diese Dopplung von Zuschreibung und städtischer Realität verschmilzt jeweils dann, wenn die Städte Objekte strategischer Interventionen und stadtpolitischer Projekte werden. Die Stadtpolitiken reagieren auf ganz verschiedene Facetten der Peripherisierung: auf die physische, ökonomische, soziale und kulturelle Distanzierung zum Zentrum beziehungsweise einer Abkoppelung vom Zentrum. Sie beziehen sich auf den Verschleiß, auf die Abwertung, Entleerung und Eigenständigkeit beziehungsweise entstehende Gegenwelten, kollektive Repräsentationen und Narrationen.[1] "Ausgrenzung", das ist nicht nur ein Ort am Rande oder außerhalb der Gesellschaft, sondern umfasst auch den dazugehörigen Prozess, der nicht in die Mitte, sondern an die Ränder der Städte führt.[2]

Vor gut einem Jahrzehnt identifizierten die Stadtsoziologen Hartmut Häußermann, Dieter Läpple und Walter Siebel drei zentrale Herausforderungen für die Stadtentwicklung des 21. Jahrhunderts:[3] erstens, die mit der Globalisierung einhergehend wachsende Ungleichheit zwischen Städten und die zunehmende sozialräumliche Polarisierung in den Städten selbst; zweitens, die Privatisierung auf den Wohnungsmärkten und, drittens, die Anerkennung und Förderung der multikulturellen Realität bis hin zu Enklaven. Alle drei Prozesse (Auf- und Abwertung, Ausverkauf, Mischung) sind aktuell hochrelevante Gegenstände der Stadtpolitik. Nun bilden Städte mit ihren Zentren und Peripherien ein eigenes Handlungsfeld, das aus einer Vielzahl häufig unbeständiger Akteurskonstellationen, Regeln und Praktiken besteht. Auf zunehmende Ungleichheit wird entweder "von oben" mittels geleiteter Strategien oder "von unten" durch weniger gelenkte Interventionen reagiert. Anhand der neuen Wohnungsfrage lassen sich diese Prozesse verdeutlichen. Die laufende Raumbeobachtung zeigt, dass Wachstumsdruck und starke Mietpreisentwicklung mittlerweile nicht nur die "Big Seven" unter den Städten in Deutschland kennzeichnet, sondern in zunehmendem Maße auch in den "kleinen" Großstädten vorhanden sind.[4] Experten erwarten, dass die wachsenden regionalen Disparitäten in der Wirtschaftsstruktur bis 2030 zu einer weiteren Spreizung der Immobilienpreise führen werden, die die Städte bevorteilen und ländliche Regionen benachteiligen.[5]

Im Folgenden gehen wir der Produktion von Zentren und Rändern in Städten nach. Berlin bietet sich als Beispiel an, da sich hier die Prozesse von Auf- und Abwertung, Ausverkauf und Veränderung der Mischung in markanter Weise finden lassen.


Sozialräumliche Polarisierung und Gentrifizierung



Zwischen 1995 und 2015 nahm die Einkommensungleichheit in Deutschland zu; die Mitte ist geschrumpft, die Ränder gewachsen beziehungsweise davon bedroht, abgekoppelt zu werden.[6] In den Stadtregionen ist die Polarisierung der Einkommen noch ausgeprägter als in ländlichen Gegenden, die Ungleichheit der Verteilung der Vermögen auffallend.[7] In Berlin stieg die Armutsquote seit 2006 kontinuierlich an, knapp ein Fünftel aller Stadtbewohner und knapp ein Drittel der Kinder unter 18 Jahren (im Haushalt der Eltern lebend, ohne eigenes Einkommen) lebten 2015 von Transferleistungen.[8] Viele Menschen nehmen eine zunehmende Segregation und Ausdifferenzierung in den Städten wahr. Dies lässt sich auch empirisch nachweisen, in Bezug sowohl auf eine stärkere soziale wie auch ethnische Segregation.[9]

In 59 der 77 Großstädte in Deutschland mit einer Einwohnerzahl über 100000 Menschen muss mit zunehmenden Spannungen auf dem Wohnungsmarkt gerechnet werden, so das Ergebnis einer kürzlich erschienenen Wohnungsmarktstudie.[10] Hiernach leben 60 Prozent aller Mieter in "leistbaren Wohnungen" (für die weniger als 30 Prozent des jeweiligen Haushaltseinkommens aufgewendet werden müssen[11]), davon bringt knapp die Hälfte weniger als 20 Prozent für die Miete auf. Die übrigen 40 Prozent verteilen sich hälftig auf Mieter, die mehr als 30 Prozent beziehungsweise mehr als 40 Prozent ihres Einkommens in die Miete stecken.[12] In Berlin sind die Mietpreise – ausgehend von einem historisch bedingten niedrigen Niveau – von 2007 bis 2015 um fast 50 Prozent gestiegen, stärker als in jeder anderen deutschen Großstadt.[13]

Nach einer Stagnationsphase wächst die Bevölkerungszahl Berlins seit 2011 um etwa 40000 bis 60000 Menschen jährlich, darunter zeitweise viele Flüchtlinge. Zu diesem Zuwachs an Einwohnern gesellt sich eine wachsende Zahl an "temporären" Bewohnerinnen und Bewohnern, die für eine gewisse Zeitspanne ihre Zelte in der Stadt aufschlagen. Die wachsende Popularität Berlins als Reiseziel schlägt sich zudem in hohen Besucherzahlen nieder – 12,7 Millionen waren es 2016.[14] Diese Zahlen zeugen von einer kontinuierlich wachsenden Nachfrage nach (temporärem) Wohnraum.

War Berlin nach der Wiedervereinigung durch Deindustrialisierung, wirtschaftliche Schwäche und hohe Arbeitslosigkeit geprägt, liegt die Stadt heute auf einem stabilen Wachstumskurs;[15] die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten wächst seit zehn Jahren überdurchschnittlich. Das Beschäftigungswachstum geht auf Veränderungen in drei Wirtschaftsbereichen zurück.

Erstens hat der Umzug der Bundesregierung zu einem enormen Wachstum an Arbeitsplätzen beigetragen. So arbeiten allein in den Bundesministerien in Berlin mittlerweile 12000 Beschäftigte. Hinzu kommen Tausende von Lobbyisten, Pressevertreterinnen, Beratern oder ausländischen Diplomatinnen. Diese Stellen sind mit hoch qualifizierten und häufig sehr spezialisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besetzt, die von ihren Arbeitgebern "mitgebracht" werden und in der Regel sehr hohe Einkommen erzielen. An diese Arbeitsplätze gekoppelt ist ein Pool niedrig qualifizierter Dienstleistungstätigkeiten, etwa Sicherheitsdienste oder Gebäudereinigung.

Zweitens ist für Berlins Wirtschaft die Zunahme der temporären Besucher, vor allem der Touristen, wichtig. Offizielle Zahlen weisen mehr als 275000 Arbeitsplätze in diesem Sektor aus, mit wachsender Tendenz.[16] Die tatsächliche Zahl der Arbeitenden im Umfeld der Branchen, die vom Tourismus profitieren, dürfte indessen erheblich höher liegen, da Hotellerie, Gastgewerbe und Einzelhandel vor allem auf saisonale Beschäftigung, Teilzeitarbeit und weitere atypische Beschäftigungsverhältnisse setzen. Kennzeichnend für diesen Sektor sind unterdurchschnittliche Löhne und prekäre Arbeitsbedingungen.

Drittens ist der Komplex der Kreativwirtschaft für Berlin von Bedeutung. In den Feldern Kulturwirtschaft und digitale Industrie entwickelte sich Berlin in der vergangenen Dekade zu einer "Start-up City".[17] In diesem Sektor ist die Einkommenssituation differenziert. Während auf der einen Seite von erfolgreichen Programmiererinnen, Kulturmanagern und Opernsängerinnen Top-Gehälter erreicht werden, arbeiten auf der anderen Seite viele in prekärer (Schein-)Selbstständigkeit. Ablesen lässt sich dies etwa am Anstieg der Zahl der Solo-Selbstständigen von 2005 bis 2013 um knapp 90 Prozent auf gut 200000.[18] Jeder Zweite von ihnen kam 2013 nicht über Einkünfte von 1300 bis 1500 Euro netto im Monat hinaus.

Das wirtschaftliche Wachstum kommt also nicht allen gleichermaßen zugute, sondern geht mit einer stärkeren Spreizung der Einkommen einher.[19] Das soziale Auseinanderdriften schlägt sich in der sozialräumlichen Struktur der Stadt nieder und ist von zwei Trends geprägt. Zum einen werden Zuwanderung und Beschäftigungswachstum von Altersgruppen getragen, die in hohem Maße "stadtaffin" sind. Die insgesamt gestiegene Nachfrage nach Wohnraum schlägt sich folglich besonders stark in den innerstädtischen Lagen nieder. Zum anderen trifft die ungleiche Einkommensstruktur in Berlin auf eine bereits verfestigte Segregation. Aus historischen Gründen sind die heute besonders nachgefragten Innenstadtlagen von einem hohen Anteil an einkommensschwachen Haushalten und Migrantinnen und Migranten gekennzeichnet.

Die Prozesse der Gentrifizierung, also der sozialen und baulichen Aufwertung von Wohnlagen durch sich wechselseitig verstärkende Prozesse wie den Zuzug neuer Bevölkerungsgruppen, der (Luxus-)Sanierung des alten Wohnungsbestands und der Verdrängung der alten Mieter, wandelten sich von einer Randerscheinung der Stadtentwicklung zum "Mainstream".[20] Sie erfassten nach der Wiedervereinigung zunächst die Ostberliner Innenstadtbezirke Mitte und Prenzlauer Berg und bewegten sich anschließend im Uhrzeigersinn über Friedrichshain und Kreuzberg nach Neukölln. Inzwischen sind fast alle zusammenhängenden Altbaugebiete innerhalb des S-Bahnrings auf die eine oder andere Weise von Aufwertungstendenzen geprägt.[21] Die Spanne reicht dabei von einer Gentrifizierung in Pionierphase (Wedding) zu einer "Supergentrification"[22] wie in der Spandauer Vorstadt und im südlichen Prenzlauer Berg. Die Verdrängung einkommensschwacher Bevölkerungsgruppen lässt sich am Beispiel des Gebiets um den Kollwitzplatz illustrieren: Die Gebietseinkommen lagen 1993 etwa 25 Prozent unterhalb des Berliner Durchschnitts, nach Ende der Sanierung 2008 40 Prozent darüber. Ärmere Haushalte verließen das Gebiet, Besserverdienende zogen zu.

Spiegelbildlich zur Gentrifizierung der Innenstadtgebiete steht die Abwertung von bereits in hohem Maße von Armut geprägten Gebieten. Traditionell fanden sich diese in einer Reihe von Westberliner Innenstadtgebieten (Kreuzberg, Neukölln, Moabit, Wedding) und in den peripheren Großwohnsiedlungen am Stadtrand. Aktuelle Entwicklungen haben dieses Bild deutlich verändert und definieren die Ränder der Stadt neu. Nach Berichten des "Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin"[23] findet sich weiterhin eine starke Bündelung von Armutsindikatoren in den von Migration geprägten innerstädtischen Gebieten Neukölln-Nord, Wedding/Moabit und Kreuzberg-Nordost – allerdings ist hier eine stabile bis positive Dynamik festzustellen, das heißt, Arbeitslosigkeit, Transferbezug und Kinderarmut stagnieren oder sind rückläufig. In den peripher gelegenen Großwohnsiedlungen Nord-Marzahn, Nord-Hellersdorf und Spandau-Mitte ist die Tendenz gegenläufig. Die Zahl benachteiligter Haushalte steigt, häufig durch den Zuzug sozial schwacher Gruppen.

Ein führender Senatsbeamter, Hanno Klein, sprach von den großen Plattenbaugebieten in Ost und West bereits 1991 als "Staubsauger" für diejenigen, die sich die Innenstadt nicht mehr leisten können.[24] Das stimmt und stimmt nicht: Verschiedene Untersuchungen belegen, dass die Mehrzahl der Verdrängten zunächst versucht, in der Nähe des bisherigen Wohnorts zu bleiben. Entweder man vermietet unter und nimmt schlechtere Wohnbedingungen in Kauf, kommt bei Freunden und Verwandten unter oder zieht in das nächste noch bezahlbare Gebiet in der Nähe um.[25] Benachteiligte Berlinerinnen und Berliner bewegen sich so wie eine "Bugwelle" vor der Gentrifizierung durch die Stadt und werden bislang nicht notwendig an den Rand gedrängt. Das wird sich ändern, sobald die Spielräume in der Innenstadt enger werden.[26]


Dynamiken der Finanzialisierung und Privatisierung



Die wachsende Nachfrage nach Wohnraum geht in Berlin mit einer Abnahme preisgünstiger Wohnungen einher. Dies entspricht einer Entwicklung in Richtung marktorientierter Wohnraumversorgungssysteme und spiegelt einen Wandel staatlicher Politiken in den vergangenen Jahrzehnten wider. In Berlin, der "Stadt des sozialen Wohnungsbaus par excellence",[27] verringerte sich der Bestand an Wohnungen, die staatlicher Regulierung unterliegen, in den vergangenen 15 Jahren stark. Das betrifft zunächst den Bestand an kommunalen Wohnungen, der sich durch Verkäufe von 482000 Wohneinheiten (WE) 1990 auf etwa 269000 WE 2011 reduzierte.[28] Die Anzahl der Sozialwohnungen, die einer Mietpreisbindung unterliegen, ist noch stärker gefallen, von 365000 WE 1993 auf lediglich 135000 WE 2014.[29] 2016 fiel die soziale Bindung von knapp 9000 Wohnungen weg, und es wird erwartet, dass das Angebot bis 2025 weiter schrumpft.[30]

Dieser Rückgang beruht zunächst auf dem deutschen Modell des Sozialwohnungsbaus, bei dem die soziale Bindung nach einer bestimmten Zeit abläuft. Ohne zusätzliche Subventionen geht die Zahl an Sozialwohnungen also automatisch zurück. Zusätzlich implizieren die teilweise in den 1970er Jahren festgelegten Förderkonditionen eine kontinuierliche Mietsteigerung, die im sozialen Wohnungsbau heute ein Niveau erreicht hat, das über dem Mittelwert des Mietspiegels liegt. In der Folge ist auch der soziale Wohnungsbau in vielen Fällen für Bezieher niedriger Einkommen und Transferempfänger unbezahlbar geworden. [31]

Darüber hinaus wurden die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften im Zuge einer "Rollback-Neoliberalisierung"[32] in zunehmendem Maße zur Konsolidierung der öffentlichen Finanzen eingesetzt. Aus diesem Grund wurden etwa die Berliner Wohnungsbaugesellschaften zu "In-sich-Verkäufen" angehalten, bei denen sich ein Teil der Wohnungsbaugesellschaften verschulden musste, um den anderen Teil zu kaufen und die Gewinne an die Landeskasse abzuführen.

Berlin verkaufte über die drei vergangenen Jahrzehnte – auch aufgrund von Schrumpfungsannahmen und der Haushaltsnotlage – in erheblichem Maße öffentliche Wohnungsbestände an private Investoren. Dies betraf etwa ein Sechstel des Bestands der kommunalen Wohnungsunternehmen Ostberlins, der im Rahmen des "Altschuldenhilfegesetzes" an "Zwischenerwerber" veräußert wurde. In einer zweiten Welle wurden in den 2000er Jahren umfangreiche Bestände an Private-Equity-Gesellschaften verkauft. Zwischen 2001 und 2005 trennte sich Berlin von einem Drittel der ehemals landeseigenen Bestände (121600 WE). Als Höhepunkt der Privatisierung gilt der Verkauf der kommunalen "Gemeinnützigen Siedlungs- und Wohnungsbaugesellschaft" (GSW), die 2004 mit 65000 Wohnungen an ein Konsortium von US-amerikanischen Finanzinvestoren ging. Damit hat die Stadt Berlin in erheblichem Maße Interventionsmöglichkeiten auf dem angespannten Wohnungsmarkt verloren.

Der Verlust öffentlichen Einflusses ging mit einer "Finanzialisierung" der Immobilienwirtschaft einher, wodurch die lokale Versorgung mit Wohnraum zunehmend durch Finanzakteure, -mechanismen und -praktiken geprägt ist.[33] Finanzialisierungsprozesse haben insbesondere im Nachgang der weltweiten Finanzkrise 2008 die Rahmenbedingungen für die Berliner Wohnungswirtschaft grundlegend verändert. Dabei hat die zunehmende Verschmelzung von Finanz- und Wohnungsmärkten zu einem dauerhaften Interesse der Finanzinvestoren am Erwerb von als "unterbewertet" betrachteten Portfolios geführt. Entsprechend befinden sich heute etwa 60 Prozent des Wohnungsbestands in Berlin in den Händen privater Vermieter (10 Prozent börsennotierte Unternehmen, 21 Prozent privatwirtschaftliche Wohnungsunternehmen).[34] Gleichzeitig stieg der Anteil der ausländischen Investoren an Immobilientransaktionen zwischen 2009 und 2015 um etwa 240 Prozent.[35]

Ferner wächst die Bereitschaft privater Haushalte, sich zu verschulden, um Vermögen in Form von Wohneigentum zu bilden. Niedrigzinspolitik und das fehlende Angebot an erschwinglichen Mietwohnungen führen so zu einer wachsenden Zahl von Haushalten, die Eigentum erwerben – nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch als Form der Vermögensbildung. So bezeichnete Formen eines "asset-based welfare"[36] sollen zur sozialen Absicherung beitragen ("Beton-Rente"). Dies verstärkt tendenziell soziale Disparitäten. Denn der Erwerb von Eigentumswohnungen ist für einkommensschwache Bewohner aufgrund mangelnden Eigenkapitals kaum möglich und für weite Teile der Mittelschichten mit Verschuldung und hohen Kreditrisiken verbunden.

Dies hat zu tiefgreifenden Veränderungen in der Struktur des Berliner Wohnungsangebotes geführt. Die Anzahl der angebotenen Wohnungen mit Nettokaltmieten unterhalb der von den Jobcentern für Transferleistungsbezieherinnen und -bezieher angewandten Bemessungsgrenzen für die Kosten der Unterkunft (KdU) schrumpfte zwischen 2007 und 2015 von 103000 auf 9500 Einheiten. Noch 2007 war in fast allen Bezirken die Anzahl dieser Wohnungen höher als die der Eigentumswohnungen; 2015 dagegen konzentrieren sich KdU-fähige Wohnungen auf Marzahn-Hellersdorf (etwa 30 Prozent), Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Spandau (je etwa 10 Prozent). Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Kaufangebote für Eigentumswohnungen in Berlin bei Immobilienscout24 von 27 auf 62 Prozent.[37]

Mit der wachsenden Nachfrage ging demnach nicht nur der Bestand an öffentlichen und Sozialwohnungen rapide zurück, sondern es setzten sich darüber hinaus im privaten Wohnungsmarkt zusehends Verwertungsmodelle mit hoher Renditeorientierung durch. Angesichts der im Vergleich traditionell niedrigen Einkommen wird die Miete damit zum "Armutsfaktor Nr. 1" in Berlin – und ist ursächlich für die Positionierung der verschiedenen Bevölkerungsgruppen an den Rändern oder im Zentrum der Stadt.


Diversität und die "richtige Mischung"



In Berlin sind die immer wieder angekündigten "Ghettos" – bis auf punktuelle Ausnahmen – ausgeblieben. Dennoch sind einige Bevölkerungsgruppen überproportional oft an den "Rändern" der Stadtgesellschaft positioniert. Immer noch ist die Armutsquote der ausländischen Bevölkerung beziehungsweise der Bevölkerung mit Migrationshintergrund mehr als doppelt so hoch wie die der Bevölkerung mit deutschen Wurzeln.[38] Auch übernehmen nicht alle Stadtteile gleichermaßen Integrationsaufgaben. Ebenso wurden Flüchtlinge 2015/2016 zunächst in den Außenbezirken Lichtenberg, Spandau, Pankow und Marzahn-Hellersdorf untergebracht.

Zugleich kann Berlin inzwischen, so wie andere große europäische Einwanderungsstädte auch, darauf zählen, dass es weitere Zuwanderer anzieht, die mit Ressourcen kommen. Die Vielfalt, auch gerade in den Nachbarschaften mit Armutsnischen und den teilweise noch niedrigen Mieten, zieht die kreativen Mittelschichtler an. Das "Migrantische" wird dort nicht mehr als "randständig" angesehen, sondern dient zunehmend als Distinktionsmerkmal, zur Abgrenzung der Mittelschichten mit ihrem kosmopolitischen Habitus. Das multikulturell geprägte Stadtumfeld wird Teil eines Lifestyles, das Diversität als Internationalität und Konsumversprechen interpretiert.[39]

Schnell vergessen ist, dass diese besondere Mischung – der migrantische "Mehrwert" – durch langjährige Maßnahmen der Sozialpolitik, die mit besonderen Partizipationsansätzen operierten, vorbereitet wurde. In den in Mauerzeiten abgehängten Stadtteilen wie Kreuzberg und Neukölln musste man erfinderisch sein, wollte man gemeinsame Aktionen für alle Bewohnerinnen und Bewohner voranbringen. Diese Nachbarschaften verdankten ihre Bevölkerungsstruktur im Wesentlichen dem Zuzug von Migrantinnen und Migranten in die abrissreifen Altbauten der 1970er Jahre. In Kombination mit wohnungsbaulichen Experimenten wie der behutsamen Stadterneuerung und hochsubventionierten Sozialprogrammen entstand ein für die Bundesrepublik einmaliges Soziotop. Wie in anderen armutsgeprägten Stadtteilen auch konnten viele Bewohner durchgehend in Programme des Quartiersmanagements eingebunden und aktiviert werden. Stadtteilmanager wirkten als Koordinatoren von bereits initiierten Unternehmungen,[40] Arbeitsgemeinschaften und soziale Innovationen wie etwa die "Werkstatt der Kulturen" setzten auf eine Einbeziehung randständiger, oft migrantischer Kulturen.

Hinzu kam, dass sich zahlreiche Migrantinnen und Migranten beruflich selbstständig machten – mangels Alternativen oder aus eigenem Wunsch – und so dafür sorgten, dass die Versorgungsinfrastruktur vor Ort erhalten blieb. Heute sind diese Stadteile häufig die Gebiete, in denen die Mieten so stark steigen, dass eine Verdrängung der einkommensschwachen, häufig migrantischen Haushalte, einsetzt. Widerstände gibt es immer wieder: In einer Nachbarschaft Kreuzbergs, dem Wrangelkiez, rückte jüngst ein von einem türkeistämmigen Inhaber geführter Supermarkt, Bizim Bakkal, ins Zentrum eines Protestbündnisses. Der Laden drohte aufgrund einer Mieterhöhung schließen zu müssen. Diese wurde nach Protesten von den Investoren zurückgenommen; der Geschäftsinhaber musste sein Geschäft dann jedoch aus gesundheitlichen Gründen schließen. Bizim Bakkal avancierte seitdem zu einem Symbol für die im Stadtteil omnipräsenten Verdrängungsprozesse der Gentrifizierung, das Protestbündnis fordert "den Erhalt der Nachbarschaft im Wrangelkiez".[41]


Fazit



Auf- und Abwertung, Ausverkauf und Mischung sind weiterhin grundlegend für das Verständnis der Entstehung von Zentren und Rändern in Städten. Die Datenlagen zur Entwicklung der sozialen Ungleichheit, zum Wachstumsdruck und zur sozialräumlichen Ausdifferenzierung in den Städten sind eindeutig. Treiber dieser Dynamiken sind die Veränderungen auf den Wohnungsmärkten, die durch den Rückzug des Staats und durch eine stärkere Finanzialisierung durch (in- wie ausländische) Investoren unter Druck geraten sind. Die Frage nach der "richtigen Mischung" bleibt bestehen und wird insbesondere von den Mittelschichten gestellt. Migrantisch geprägte Stadtteile in Berlin, bekannt für ihre urbane Dichte, Vielfalt und zentrale Lage, zeigen ein Nebeneinander von gefeierter Diversität im Sinne des Lebensstils eines kreativ-prekären Mittelklassemilieus auf der einen Seite und handfester Armut und Verdrängung der dort ursprünglich lebenden marginalisierten Bevölkerungsgruppen auf der anderen Seite. Diese haben den "Mehrwert" im Zuge langjähriger Stadtpolitiken und beruflicher Selbstständigkeit erst mitaufgebaut. Wie in einem Vexierbild rückt der Prozess der sozialräumlichen Ausdifferenzierung vom Rand in den Mainstream und die Stadtbewohner, die dies betrifft, von der Mitte an den Rand. Die vor einer Dekade identifizierten Prozesse existieren in Berlin zunehmend weniger nebeneinander, sondern sind eng miteinander verschränkt. Im bundesdeutschen Vergleich artikulieren sie sich hier überdeutlich.
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Autoren: Felicitas Hillmann, Matthias Bernt, Laura Calbet i Elias für Aus Politik und Zeitgeschichte/bpb.de
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Fußnoten

1.
Vgl. Christoph Reinprecht, Soziale Ungleichheiten: Konzeptuelle Perspektiven, in: Nikolaus Dimmel/Martin Schenk/Christine Stelzer-Orthofer (Hrsg.), Handbuch Armut in Österreich, Innsbruck u.a. 2014.
2.
Vgl. Hartmut Häußermann/Martin Kronauer/Walter Siebel (Hrsg.), An den Rändern der Städte: Armut und Ausgrenzung, Frankfurt/M. 2004, S. 23.
3.
Vgl. Hartmut Häußermann/Dieter Läpple/Walter Siebel, Stadtpolitik, Frankfurt/M. 2008, S. 553ff.
4.
Vgl. Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Neue Ansichten auf die Wohnungsmieten. Bevölkerungsproportionale Kartogramme der Mietniveaus, BBSR-Analysen Kompakt 8/2016; BBSR, Wachstumsdruck in deutschen Großstädten, BBSR-Analysen Kompakt 10/2017.
5.
Vgl. Christian Westermeier/Markus M. Grabka, Zunehmende Polarisierung der Immobilienpreise in Deutschland bis 2030, in: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Wochenbericht 23/2017, S. 451–459, hier S. 455.
6.
Vgl. Peter Krause/Christian Franz/Marcel Fratzscher, Einkommensschichten und Erwerbsformen seit 1995, in: DIW Wochenbericht 84/2017, S. 551–563, hier S. 553ff.; Lebenslagen in Deutschland. Der Fünfte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin 2017, S. 81.
7.
Vgl. Martin Kronauer, Soziale Polarisierung in Städten: Ursachen, Hintergründe und Gegenstrategien, in: Geteilte Räume, Strategien für mehr sozialen und räumlichen Zusammenhalt: Bericht der Fachkommission "Räumliche Ungleichheit" der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin 2017, S. 156ff.
8.
Vgl. Der Paritätische Gesamtverband (Hrsg.), Menschenwürde ist Menschenrecht, Bericht zur Armutsentwicklung in Deutschland 2017, Berlin 2017, S. 17.
9.
Vgl. Jan Goebel/Lukas Hoppe, Ausmaß und Trends sozialräumlicher Segregation in Deutschland. Abschlussbericht, Berlin 2015, S. 65ff.; Jürgen Friedrichs/Sascha Triemer, Gespaltene Städte? Soziale und ethnische Segregation in deutschen Großstädten, Wiesbaden 2008, S. 117; Heinz Fassmann, Zuwanderung und Segregation, in: ders./Josef Kohlbacher/Ursula Reeger (Hrsg.), Zuwanderung und Segregation. Europäische Metropolen im Vergleich, Klagenfurt 2002, S. 13–24, hier S. 14ff.
10.
Vgl. Henrik Lebuhn/Andrej Holm, Wohnverhältnisse in Deutschland. Eine Analyse der sozialen Lage in 77 Großstädten, Berlin–Düsseldorf 2017, S. 20, S. 23. Zu ähnlichen Ergebnissen kommt TAG, Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland, Hamburg 2017, S. 12ff.
11.
Zur Problematik der Definition einer angemessenen Mietbelastungsquote vgl. ebd., S. 37.
12.
Vgl. ebd., S. 69, S. 74.
13.
Vgl. Immobilienscout24, Mietpreise und Kaufpreise in Berlin. Aktuelle Immobilienpreise auf dem Wohnungsmarkt, o.J.,https://www.immobilienscout24.de/immobilienbewertung/ratgeber/mietpreise-und-kaufpreise/mietspiegel/mietspiegel-berlin.html?wcmmode=DISABLED
14.
Vgl. Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Berlin-Tourismus in Zahlen, https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/wirtschaft/branchen/tourismus/artikel.110610.php«.
15.
Vgl. Marcel Fratzscher et al., Berlin, Von der Start-up-Hauptstadt zur Wachstumsmetropole?, in: DIW Wochenbericht 29/2016, S. 619–623, hier S. 619ff.
16.
Vgl. Berlin Tourismus & Kongress GmbH (Hrsg.), Wirtschaftsfaktor für Berlin: Tourismus- und Kongressindustrie 2012, http://www.ivbp.de/Archiv/Studie%20Visitberlin%202012.pdf«.
17.
Zur Typisierung und Quantifizierung siehe Suntje Schmidt et al., Open Creative Labs in Deutschland. Typologisierung, Verbreitung und Entwicklungsbedingungen, Erkner 2016.
18.
Vgl. Karl Brenke, Der Arbeitsmarkt in Berlin seit 2005. Starker Beschäftigungsaufbau bei weiterhin hoher Arbeitslosigkeit und geringen Einkommen, in: DIW Wochenbericht 29/2016, S. 625–636, hier S. 629f.
19.
Vgl. Maximilian Stockhausen, Atlas der Einkommensungleichheit, Oktober 2015, https://www.boeckler.de/pdf/wsi_vm_atlas.pdf«.
20.
Vgl. Andrej Holm, Berlin’s Gentrification Mainstream, in: Matthias Bernt/Britta Grell/ders. (Hrsg.), The Berlin Reader. A Compendium on Urban Change and Activism, Bielefeld 2013, S. 171–187.
21.
Vgl. ders./Guido Schulz, GentriMap, Ein Messmodell für Gentrification und Verdrängung, in: Ilse Helbrecht (Hrsg.), Gentrifizierung in Berlin. Verdrängungsprozesse und Bleibestrategien, Bielefeld 2016, S. 287–318; Christian Döring/Klaus Ulbricht, Gentrification-Hotspots und Verdrängungsprozesse in Berlin. Eine quantitative Analyse, in: ebd., S. 17–44.
22.
Loretta Lees, Super-gentrification. The Case of Brooklyn Heights, New York City, in: Urban Studies 12/2003, S. 2487–2509.
23.
Vgl. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin (Hrsg.), Monitoring Soziale Stadtentwicklung Berlin 2015, Berlin 2015.
24.
Zit. nach: Städtebau: Markant und brutal, in: Der Spiegel 14/1991, S. 112ff., hier S. 112.
25.
Vgl. Felicitas Hillmann, Studienprojekt Kreuzberg. Ein Beitrag zum Ausstellungsteil über die Stadtentwicklung Kreuzbergs, Berlin 2014; Helbrecht (Anm. 21).
26.
Vgl. Daniel Förste/Matthias Bernt, Black Box Verdrängung: Bleiben im Kiez oder Wegzug an den Rand?, Kleinräumliche Wanderungen im Zuge von Aufwertungsprozessen in Berlin-Prenzlauer Berg, in: Helbrecht (Anm. 21), S. 45–68.
27.
Harald Bodenschatz, Schöner Wohnen im neuen Berlin?, in: Architektenkammer Berlin (Hrsg.), Berlin – offene Stadt, Berlin 1999, S. 107.
28.
Vgl. Investitionsbank Berlin, IBB Wohnungsmarktbericht 2012, Berlin 2013, S. 34.
29.
Vgl. dies., Der Berliner Wohnungsmarkt, Entwicklung und Strukturen 1991–2000, Berlin 2002, S. 71; dies., IBB Wohnungsmarktbericht 2015, Berlin 2016, S. 44.
30.
Vgl. Ralf Schönball, Berlin verliert weiter bezahlbare Wohnungen, in: Der Tagesspiegel, 5.10.2017, S. 7.
31.
Vgl. Kotti & Co./sozialmieter.de/Selbst-universität e.V. (Hrsg.), Nichts läuft hier richtig. Informationen zum sozialen Wohnungsbau in Berlin, Berlin 2014; Gewos, Bericht der Expertengruppe zur Reform des Sozialen Wohnungsbaus in Berlin, September 2016, http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/sozialer_wohnungsbau/reform/index.shtml«.
32.
Vgl. Neil Brenner/Jamie Peck/Nik Theodore, Variegated Neoliberalization: Geographies, Modalities, Pathways, in: Global Networks 2/2010, S. 182–222.
33.
Vgl. Laura Calbet, Financialised Rent Gaps and the Public Interest in Berlin’s Housing Crisis. Reflections on N. Smith’s ‚Generalised Gentrification‘, in: Abel Albet/Núria Benach (Hrsg.), Gentrification as a Global Strategy. Neil Smith and Beyond, Milton 2017, S. 165–176; Manuel Aalbers, The Financialization of Housing. A Political Economy Approach, London–New York 2016.
34.
Vgl. CBRE GmbH/Berlin Hyp AG, Wohnmarktreport Berlin 2015, http://www.berlinhyp.de/fileadmin/user_upload/2015_WMR_DE_WWW_20150114.pdf«, S. 7.
35.
Vgl. BNP Paribas, BNP Paribas Real Estate Guide to Investing in Germany 2016, S. 9.
36.
John Doling/Richard Ronald, Home Ownership and Asset-based Welfare, in: Journal of Housing and the Built Environment 2/2010, S. 165–173.
37.
Vgl. Andrej Holm, Sozialer Wohnraumversorgungsbedarf in Berlin. Studie im Auftrag: Die Linke. Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin, Berlin 2016, S. 63ff.
38.
Vgl. der Paritätische Gesamtverband (Anm. 8), S. 20.
39.
Vgl. Sebastian Juhnke, Locating the Creative Class. Diversity and Urban Change in London and Berlin, Dissertation, The University of Manchester 2016; Miriam Stock, Der Geschmack der Gentrifizierung. Arabische Imbisse in Berlin, Bielefeld 2014; Felicitas Hillmann, Marginale Urbanität. Migrantisches Unternehmertum und Stadtentwicklung, Bielefeld 2011; Claire Colomb, Pushing the Urban Frontier. Temporary Uses of Space, City Marketing, and the Creative City Discourse in 2000S Berlin, in: Journal of Urban Affairs 2/2016, S. 131–152.
40.
Vgl. Mathias Geyer, Facetten. Ansichten eines Stadtteilmanagers und Bewohners, in: Dorothea Kolland (Hrsg.), Der lange Weg zur Stadt. Die Gropiusstadt im Umbruch, Berlin 2002, S. 105–110, hier S. 110.
41.
Bizim Kiez, Für den Erhalt der Nachbarschaft im Wrangelkiez, http://www.bizim-kiez.de«.

Felicitas Hillmann, Matthias Bernt, Laura Calbet i Elias

Zur Person

Felicitas Hillmann

leitet die Abteilung "Regenerierung von Städten" am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner. Sie ist mit der Professur "Transformation städtischer Räume im internationalen Kontext" an der TU Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung, verankert. felicitas.hillmann@leibniz-irs.de


Zur Person

Matthias Bernt

ist Senior Researcher in der Abteilung "Regenerierung von Städten" am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner. matthias.bernt@leibniz-irs.de


Zur Person

Laura Calbet i Elias

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung "Regenerierung von Städten" am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung, Erkner. laura.calbet@leibniz-irs.de


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