Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 27/2018)

D-Mark



Am 20.6.1948 kamen in den drei westlichen Besatzungszonen Deutschlands im Zuge der Währungsreform neue Geldscheine in Umlauf: Jeder Einwohner erhielt im Tausch gegen 40 Reichsmark 40 Deutsche Mark. Ladenbesitzer schmückten ihre Schaufenster tags darauf mit zuvor gehorteten Waren und vermittelten den Eindruck einer quasi über Nacht gewachsenen Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten.

Die gefüllten Auslagen sind als "Schaufenstereffekt" ins kollektive Gedächtnis eingegangen, und in der Meistererzählung der Bundesrepublik bildet die Währungsreform den Startschuss für das sogenannte Wirtschaftswunder. Dabei ist unter Historikern umstritten, ob der Wirtschaftsboom der 1950er Jahre tatsächlich so "wundersam" war. Ungeachtet dessen steht die D-Mark für viele bis heute für Wohlstand.

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