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20.7.2018

Der Dreißigjährige Krieg: Ein Bürgerkrieg, der zugleich ein Hegemonialkrieg war

Seit jeher hat es die Historiker erstaunt, dass ein zwar spektakuläres, indes unblutiges Ereignis wie der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618 einen Krieg ausgelöst haben soll, der 30 Jahre dauerte, in den nahezu alle europäischen Staaten involviert waren und in dessen Verlauf etwa ein Drittel der Bevölkerung auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands den Tod fand. Bezieht man die Todesrate des Dreißigjährigen Krieges auf die Bevölkerung der Territorien des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, so hat dieser Krieg stärker in die Demografie dieses Gebiets eingegriffen als die beiden Weltkriege in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zusammen.

Kann der Prager Fenstersturz tatsächlich für einen solchen Krieg ursächlich gewesen sein? Immerhin ist niemand dabei zu Tode gekommen: Die beiden habsburgischen Staathalter überlebten den Sturz aus den Fenstern der Prager Burg ebenso wie ihr Sekretär, den die rebellierenden Adeligen hinterhergeworfen hatten. Nur einer der Dreien trug größere Blessuren davon. Im Prinzip war dieser demonstrative Akt der Auflehnung gegen die habsburgische Herrschaft in Böhmen so etwas wie ein Happening, in dem ein früherer Fenstersturz in Prag, bei dem die "Defenestrierten" freilich zu Tode gekommen waren, reinszeniert wurde. Der böhmische König Ferdinand hätte nach diesem Akt des Widerstands mit den Ständevertretern verhandeln können; vermutlich wäre es ihm dabei gelungen, deren zeitweilige Einheit aufzusprengen, um anschließend einen für beide Seiten tragfähigen Kompromiss zu finden. Seine Vorgänger Rudolf und Matthias hatten das wiederholt getan. Warum ist Ferdinand ihrem Vorbild nicht gefolgt?


Streit um die Machtverteilung in Böhmen



In der Beschäftigung mit den Ursachen des Dreißigjährigen Krieges gibt es verschiedene Wege der historischen Deutung – darunter einen, bei dem die Ereignisse in Prag zum bloßen Anlass zurückgestuft werden, während die Ursachen des Krieges umfassender gewesen seien und obendrein außerhalb Böhmens gelegen hätten. Danach waren die Selbstblockade der Reichsinstitutionen, vom Reichstag bis zum Reichskammergericht, zusammen mit der konfessionellen Spaltung Deutschlands die eigentliche Ursache des Krieges, und der Prager Fenstersturz war nur der Funke, der die in großer Zahl aufgestellten politischen Pulverfässer zur Explosion brachte. Als einer der ersten ist Friedrich Schiller dieser Spur gefolgt, als er in seiner "Geschichte des Dreißigjährigen Krieges" (1792) die Vorgeschichte dieses Krieges mit Luthers Thesenanschlag in Wittenberg beginnen ließ. Die konfessionelle Spaltung und die Paralyse der Reichsinstitutionen haben dieser Sichtweise zufolge den Krieg unvermeidlich gemacht; anstelle des Prager Fenstersturzes hätte auch ein beliebig anderer Anlass zum Kriegsausbruch führen können.[1]

Wir sind inzwischen im Umgang mit solchen Determinationstheorien von Kriegen zurückhaltender geworden – erstens, weil sie auf starken Annahmen beruhen, die sich wissenschaftlich kaum überprüfen lassen, und zweitens, weil sie die politischen Akteure letztlich von der Verantwortung für die Folgen ihrer Entscheidungen freisprechen: Wenn die Katastrophe ohnehin unvermeidlich war, muss man sich nicht länger mit einzelnen Entscheidungen im Vorfeld des Krieges auseinandersetzen; sie haben den Weg in den Krieg allenfalls beschleunigt, waren aber nicht ursächlich dafür.

Will man diesem Weg einer Generalexkulpation der Politiker im Fall des Dreißigjährigen Krieges nicht folgen, so muss man sich etwas eingehender mit der Frage beschäftigen, warum sich Ferdinand nicht auf Verhandlungen mit den böhmischen Ständen eingelassen, sondern auf deren gewaltsame Niederwerfung gesetzt hat. Wer diesen Weg beschreitet, muss sich nicht so sehr in die Geschichte der konfessionellen Spaltung und der Paralyse der Reichsinstitutionen einarbeiten, sondern kann sich auf politische Akte und Entscheidungen sowie auf Wahrnehmungsmuster und Reaktionsmodelle der Politik konzentrieren. Statt allgemeiner Rahmenbedingungen untersucht er das Handeln der relevanten Akteure im mehr oder weniger direkten Vorfeld des Krieges.[2]

Die Rebellion der böhmischen Stände gegen ihren König war nicht die einzige ihrer Art im frühneuzeitlichen Europa. Ihr war einige Jahrzehnte zuvor der Aufstand der niederländischen Stände gegen die spanische Herrschaft vorangegangen, und auch in den Hugenottenkriegen in Frankreich hatte die Frage der Machtverteilung zwischen König und Adel eine zentrale Rolle gespielt. Später kamen dann bei Beginn der Englischen Revolution ähnliche Motive zum Tragen, denn auch hier stand König Karl I. im Verdacht, die herkömmliche Machtbalance zwischen Herrscher und Ständen verändern und ein absolutistisches Regime installieren zu wollen. Bei allen drei Machtkonflikten, dem in den Niederlanden, dem in Frankreich und dem in England, ging es neben der Verfassungsfrage jedoch zudem um konfessionelle Konflikte, die dafür sorgten, dass die zunächst diffusen Trennlinien zwischen den Parteien schärfere Konturen bekamen und eindeutig wurden. In diesen Kontext einer ebenso verfassungs- wie konfessionspolitischen Auseinandersetzung gehört auch der mit dem Prager Fenstersturz beginnende böhmische Aufstand, und die meisten der an ihm Beteiligten dürften ihre Entscheidungen nicht zuletzt unter dem Einfluss dieses Konfliktmusters getroffen haben. Sie haben sich als Akteure in einer von Werten und Wahrheiten geprägten Auseinandersetzung gesehen, und deshalb haben sie ihren Entschlüssen eine prinzipielle Bedeutung beigemessen. Die Folge war, dass pragmatische Lösungen für die Begrenzung und Einhegung des Konfliktes von Anfang an ins Hintertreffen gerieten.

Im Falle Ferdinands kamen noch zwei Faktoren hinzu, die seinen Entschluss begünstigten, mit dem böhmischen Adel nicht zu verhandeln, sondern ihn mit Waffengewalt niederzuwerfen. Das war zunächst der Umstand, dass auf dem Balkan, wo die habsburgische Militärmacht in den Jahrzehnten zuvor durch osmanische Vorstöße gebunden war, zu dieser Zeit weitgehend Ruhe herrschte, da das Gros der osmanischen Streitkräfte in Mesopotamien gebraucht wurde und nicht zur Expansion in nordwestliche Richtung eingesetzt werden konnte. Es gehört in diesem Fall der Kriegsursachenanalyse zu den Paradoxien, dass relativer Frieden in dem einen geografischen Raum die Bedingung der Möglichkeit für die Führung des Krieges in einem anderen Raum war. Für praktische Friedenspolitik ist das eine zutiefst bittere Beobachtung.

Indes hätte Ferdinand den Balkanfrieden zum Krieg gegen die aufständischen Böhmen nicht nutzen können, wenn ihm die spanischen "Vettern" nicht zu Hilfe gekommen wären. Von seinen finanziellen Möglichkeiten her wäre Ferdinand zur Führung eines solchen Krieges nämlich gar nicht in der Lage gewesen: Er verfügte über kein stehendes Heer, sondern hätte ein solches erst aufstellen oder einen Kriegsunternehmer finden müssen, der ihm ein Heer bereitstellt. Dazu aber brauchte er Geld, und das hatte er nicht, und er hätte es von den Ständen seiner Herrschaftsgebiete auch nicht bekommen, da diese keinerlei Interesse daran hatten, einen Krieg des Landesherrn zu finanzieren, dessen Leidtragende letzten Endes sie selbst sein würden. Von den Böhmen hätte Ferdinand ohnehin kein Geld erwarten dürfen, ebensowenig von den mit den Böhmen verbündeten Ständen Mährens, Schlesiens und der beiden Lausitzen, und auch die überwiegend protestantischen Landstände Ober- und Niederösterreichs hätten keine Mittel bereitgestellt, um gegen ihre Glaubensbrüder in Böhmen Krieg zu führen. Der Krieg wäre mangels finanzieller Mittel ausgefallen, wenn nicht Philipp III. in Madrid Ferdinand mit Geld und Truppen unter die Arme gegriffen hätte.

Warum aber hat Philipp III. in dieser Situation Ferdinand geholfen? Das war nämlich alles andere als selbstverständlich; das spanische Reich war von dem langwierigen und aufwändigen Krieg um die Niederlande erschöpft und brauchte eine Erholungsphase. Obendrein hatte man sich in Madrid schon vor Längerem darauf festgelegt, den augenblicklichen Frieden mit den Holländern zu nutzen und das Schwergewicht der eigenen Anstrengungen in den mediterranen Raum zu verlegen. In Mitteleuropa hingegen hatte Spanien keine unmittelbaren eigenen Interessen. Welche Gründe und Motive waren also dafür ausschlaggebend, dass Philipp III. seinen bisherigen Kurs revidierte und sich mit Subsidien (Hilfsgeldern) und Truppen auf ein politisches Projekt einließ, das außerhalb der Räume spanischer Machtprojektion lag?

Zunächst waren da die bis in die Anfänge des 16. Jahrhunderts zurückreichenden verwandtschaftlichen Verbindungen zwischen der Madrider und der Wiener Linie des Hauses Habsburg, wobei die Ressourcen, über die man in Madrid und Wien jeweils verfügte, sich für eine strategische Kooperation zwecks Behauptung einer imperialen Rolle in Europa geradezu aufdrängten: Madrid verfügte mit dem Silber und Gold aus der "neuen Welt" sowie seinen kriegserfahrenen Truppen über die materiellen Ressourcen für eine europäische Hegemonie, während die Wiener Habsburger seit dem 15. Jahrhundert ununterbrochen die Kaiser des Reiches stellten, also über die Legitimation verfügten, die bei der Ausübung einer imperialen Oberhoheit unverzichtbar war, weil sie Macht in Recht verwandelte. Wenn nun der böhmische Aufstand gegen die Habsburger erfolgreich war, so ließ sich nicht ausschließen, dass bei der nächsten Kaiserwahl das Haus Habsburg den Titel und die Stellung des Kaisers verlieren würde. Das hätte auch die spanische Machtstellung in Europa gravierend beeinträchtigt.[3]

Es kam hinzu, dass bereits im 17. Jahrhundert Reputation eine ausschlaggebende Größe der "internationalen Politik" war, also die Rangfolge der Herrscher festlegte. Wer Reputation besaß, durfte davon ausgehen, dass sich die meisten Mächte seinen Vorgaben fügten, ohne mit Zwangsmitteln dazu gebracht werden zu müssen. Reputation war (und ist) ein ausgesprochen kostengünstiges Mittel zur Sicherstellung von Folgebereitschaft. Aber von der Reputation, die Spanien in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Ringen mit Frankreich um die Vormachtstellung in Europa auf den Schlachtfeldern Italiens errungen hatte, war einiges dahingeschmolzen, seitdem es der Weltmacht nicht gelungen war, den Aufstand in den Niederlanden mit militärischen Mitteln niederzuschlagen. Trotz der Konzentration einer gewaltigen Heeresmacht hatten es die Spanier nicht geschafft, die nördlichen Provinzen wieder unter ihre Kontrolle zu bringen; man hatte sich mit den südlichen Niederlanden bescheiden müssen. Effektiver Widerstand gegen das spanische Reich war also möglich. Das konnte Schule machen, und in Madrid gab es die Befürchtung, dass ein Erfolg der Böhmen gegen die Habsburger in Wien zum Vorbild für weitere Aufständische werden könne. Zwecks Reputationssicherung sollte an den Böhmen ein Exempel statuiert werden.

Vermutlich hatte man in Madrid aber noch einen weiteren Hintergedanken, und der bezog sich unmittelbar auf die für Spanien missliche Lage in den Niederlanden: Wenn Ferdinand bei der Niederschlagung der Böhmen erfolgreich sein würde, dann konnte man von ihm als Gegenleistung für die dabei geleistete Hilfe die Eröffnung von Kriegsschauplätzen im Westen und Norden der Niederlande erwarten, was den dortigen Krieg wieder in Bewegung bringen und mit großer Wahrscheinlichkeit zur Niederwerfung der rebellischen Holländer führen würde. Die spanische Dominanz über Europa wäre dann für lange Zeit gesichert. So wurde aus dem Verfassungskonflikt in Böhmen eine Auseinandersetzung um Macht und Einfluss in ganz Europa. Und das wiederum hatte zur Folge, dass alle anderen Mächte, die entweder selbst eine europäische Hegemonialstellung anstrebten (Frankreich und England) oder aber von der habsburgischen Vorherrschaft Nachteile für ihre Stellung zu gewärtigen hatten (Holland, Dänemark und Schweden), diesen Krieg nicht ignorieren konnten, sondern aktiv in ihn eingreifen mussten. Der Machtkampf in Böhmen hatte infolgedessen von Anfang an das Potenzial für einen großen europäischen Krieg, zu dem er sich dann auch tatsächlich auswuchs.[4]


Geostrategische Imperative, konfessionelle Bindungen und machtpolitische Fragen



Wer den Dreißigjährigen Krieg als einen Religions- beziehungsweise Konfessionskrieg begreift, stellt die konfessionellen Solidaritäten als zwingende Vorgaben für die den Kriegsverlauf prägenden Bündnisse dar. Bei einer solchen Betrachtung ergibt sich freilich das Problem, dass nicht nur die beiden lutheranischen Mächte Skandinaviens, Dänemark und Schweden, in den 1640er Jahren gegeneinander Krieg führten, sondern der sächsische Kurfürst, immerhin das traditionelle Oberhaupt der protestantischen Partei im Reich, zwischen 1618 und 1631 eine prokaiserliche Politik betrieb. Auch Frankreich, für dessen Politik mit Richelieu ein Kardinal der römisch-katholischen Kirche verantwortlich zeichnete, griff notorisch gegen das Wiener Kaiserhaus ein, das die Sache der katholischen Gegenreformation vertrat. Das alles steht einer Deutung des Krieges als einem ausschließlichen Religionskrieg entgegen.

Im Dreißigjährigen Krieg spielten konfessionelle Bindungen ohne Zweifel eine wichtige Rolle, aber sie bildeten keineswegs die einzige Trennlinie und Bündnisvorgabe, die das Kriegsgeschehen prägte. Insofern ist die zusammenfassende Bezeichnung dieses Krieges als Religions- oder Konfessionskrieg allzu vereinfachend und damit letzten Endes falsch. Richtig ist vielmehr, dass dieser Krieg auch ein Religions- beziehungsweise Konfessionskrieg war, daneben aber außerdem ein Krieg um die Machtverteilung im Innern der Herrschaftsgebiete und obendrein ein Krieg um die Frage, wie die politische Ordnung Europas beschaffen sein sollte: als eine eher imperiale Ordnung, an deren Spitze das Haus Habsburg stand, dessen Angehörige in allen großen politischen Fragen den Ausschlag gaben, oder als ein Staatensystem, in dem alle als souverän anerkannten Staaten formell gleich waren, aus dem freilich einige Staaten herausragten, weil sie größer und mächtiger waren als die anderen, weswegen sich eine Reihe kleinerer Staaten unter ihren Schutz stellte.[5]

Tatsächlich war ein Ergebnis des Krieges die Formung einer Pentarchie, einer Vorherrschaft von fünf Staaten, die neben ihrem Territorium über Einflussgebiete verfügten, hinsichtlich deren Größe und Reichweite sie mitunter auch Krieg führten. In dieser Pentarchie spielte zunächst Frankreich eine zentrale Rolle, die aber schon bald von England komplementiert wurde. Frankreich nahm eher die Position eines Hegemons für sich in Anspruch, während England die Rolle eines "Züngleins an der Waage" spielte.[6] Der Unterschied zwischen Hegemon und Zünglein war geopolitisch begründet, das heißt, er hing an der Nutzung geografischer Gegebenheiten für machtpolitische Zwecke.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es in diesem Krieg keine konfessionellen Vorgaben für den Aufbau von Bündnissystemen gegeben hätte. Die Bündnisse, die von der Kurpfalz als Führungsmacht der Protestantischen Union bereits im Vorfeld des Krieges geschmiedet wurden, orientierten sich überwiegend an der konfessionellen Prägung der Partner, und ebenso war die Achse zwischen Wien und München, den Habsburgern und den bayerischen Wittelsbachern, konfessionell geprägt. Sieht man freilich genauer hin, so war es nicht die konfessionelle Zugehörigkeit im Allgemeinen, die für die politische Ausrichtung eines Herzogtums oder einer Stadt ausschlaggebend war, sondern die jeweilige Positionierung eines politischen Akteurs innerhalb des protestantischen oder katholischen Lagers. Bei den Protestanten etwa neigten die reformierten Mächte dazu, den Krieg gegen die katholische Seite für unvermeidlich zu halten und sich deswegen auf ihn nicht nur vorzubereiten, sondern obendrein auch nach einer günstigen Gelegenheit zu suchen, bei der man den Konflikt präventiv eskalieren konnte. Die Lutheraner hingegen vertraten in dieser Frage eine zurückhaltende Position oder standen auf Seiten des Kaisers, wie Sachsen und Hessen-Darmstadt. Auf katholischer Seite wiederum waren es vor allem die von den jesuitischen Vorstellungen der Gegenreformation beeinflussten Herrscher, die auf eine Eskalation des Konfliktes setzten, während andere eine eher moderate Politik betrieben.

Diese spezifische Positionierung ist schließlich auch der Grund dafür, dass eine noch so ausführliche Analyse der Reichsverfassung beziehungsweise deren Blockade infolge der konfessionellen Spaltung den zwangsläufigen Ausbruch des Krieges nicht zu erklären vermag. Das kann allein eine Herangehensweise, die auf die jeweiligen Wahrnehmungsmuster abhebt, nach deren Vorgabe die Lage von den Mächtigen beurteilt wurde und in deren Bann diese bei ihrem Agieren standen. Das heißt: Nicht die Blockade der Reichsinstitutionen selbst hat in den Krieg geführt, sondern das eskalierende Misstrauen der maßgeblichen Akteure in beiden konfessionellen Lagern, wodurch die auf Gewalt setzenden Akteure schließlich die Oberhand gewannen.

Und doch ging deren Vorstellung, auf dem Weg der Konflikteskalation das jeweilige Lager unter ihre politische Führung zu bringen, nicht ohne Weiteres auf: Die Kurfürstentümer Sachsen und Brandenburg hielten sich von der Protestantischen Union fern, und als der Krieg begonnen hatte, zeigte sich, dass die der Union beigetretenen Reichsstädte in einem offenen Krieg gegen den Kaiser derart verwundbar waren, dass sie sich ein ums andere Mal zu politischer Zurückhaltung gezwungen sahen. Unter Führung Herzog Maximilians von Bayern agierte die Katholische Liga um einiges geschlossener und wurde dadurch – im Gegensatz zur Union – zu einem relevanten Machtfaktor des Krieges. Aber Maximilian hatte auch eigene Interessen, die auf die Erhöhung seines Status’ im Reich und die Vergrößerung seines Territoriums hinausliefen, und die Verfolgung und Durchsetzung dieser Interessen lief immer wieder der konfessionellen Geschlossenheit der katholischen Seite zuwider. Vor allem wollten Maximilian und die in der Liga miteinander verbündeten geistlichen Kurfürsten verhindern, dass der Kaiser die Durchsetzung der Gegenreformation im Reich zur Ausweitung seiner eigenen Macht nutzte. Das wäre auf Kosten der Reichsstände gegangen, und deswegen opponierten diese verschiedentlich gegen den Kaiser. Auch für sie ging es neben konfessionellen stets auch um machtpolitische Fragen. Nirgendwo zeigt sich das deutlicher als in ihren Intrigen gegen den kaiserlichen Generalissimus Albrecht von Wallenstein, die dazu führten, dass dieser 1630 auf dem Kurfürstentag von Regensburg entlassen und Anfang 1634 schließlich durch kaiserliche Offiziere in Eger ermordet wurde.

Für den Verlauf des Krieges waren indes auch geostrategische Imperative ausschlaggebend. Sie traten immer dann in den Vordergrund, wenn eine der beiden unter dem Banner des religiösen Bekenntnisses kämpfenden Parteien im Begriff stand, militärische Siege in politische Macht zu verwandeln, was die Einflusskonstellationen in Europa unumkehrbar verändert hätte. Jede sich abzeichnende Veränderung der Kräfteverhältnisse führte dazu, dass Mächte, die bis dahin noch nicht in den Krieg eingegriffen oder sich auf die indirekte Unterstützung einer Seite beschränkt hatten, offen als Kriegspartei hervortraten und intervenierten, um eine für sie nachteilige Verschiebung der europäischen Kräftekonstellationen zu verhindern. Das zeigte sich bei der spanischen Unterstützung für die Wiener Linie des Hauses Habsburg gleich zu Beginn des Krieges und setzte sich mit der dänischen Intervention in den Krieg 1625 fort. Bei Letzterer spielte neben dem Gegensatz zum Kaiser in Wien die indirekte Konkurrenz mit Schweden eine zentrale Rolle: Christian IV. von Dänemark wollte dem schwedischen König Gustav II. Adolf zuvorkommen, mit dem er seit Längerem um die Hegemonie im Ostseeraum konkurrierte; er ging davon aus, dass er durch das Eingreifen in den Krieg im Reich die südliche Ostseeküste unter seine Kontrolle bringen und so seine Position in der gesamten Region deutlich verbessern würde – ein Projekt, das, weil es in einem völligen Fehlschlag endete, im Ergebnis jedoch die Machtstellung Dänemarks erheblich beeinträchtigte.

Die dänische Niederlage und das Vordringen kaiserlicher Truppen bis nach Jütland hatten zur Folge, dass mit dem kaiserlichen Feldherr Wallenstein eine neue Macht im Ostseeraum auftrat, die von Schweden als bedrohliche Herausforderung angesehen wurde. Wallenstein, dessen Strategie ohnehin eher nach geopolitischen als konfessionellen Vorgaben angelegt war, verfolgte nämlich das Ziel, durch die Kontrolle der Handelswege in Nord- und Ostsee dem niederländischen Widerstand gegen Spanien die ökonomische Grundlage zu entziehen, die protestantischen Mächte des Nordens dadurch zu schwächen und so die europäischen Kräfteverhältnisse von Grund auf zu verändern. Das forderte die schwedische Gegenintervention heraus, die Wallenstein wiederum dadurch zu verhindern suchte, dass er ein Armeekorps nach Polen entsandte, um den dort geführten Krieg zwischen Polen und Schweden am Laufen zu halten.[7] In der Forschung ist eine lange Debatte über die Gründe für Gustav Adolfs Eingreifen in den Dreißigjährigen Krieg geführt worden; sicherlich hat dabei auch das Motiv der konfessionellen Solidarität eine Rolle gespielt, aber unübersehbar ging es doch auch um machtpolitische Fragen und die Absicherung der schwedischen Position im Ostseeraum, die der König durch Wallensteins Eingreifen dort gefährdet sah.[8]

Allerdings sind die Motive zur Intervention das Eine, die Fähigkeit dazu ist das Andere. Gustav Adolf wäre zu einer langfristigen Kriegführung in Deutschland kaum in der Lage gewesen, wenn er nicht regelmäßige französische Subsidien erhalten hätte, die ihm eine deutliche Vergrößerung seines Heeres über die auf Usedom angelandeten nationalschwedischen Regimenter hinaus erlaubten und ihn so erst in die Lage versetzten, seine Operationen nicht auf die Kontrolle eines schmalen Küstenstreifens beschränken zu müssen, sondern bis zur Donau und darüber hinaus vorstoßen zu können. Die durchschlagenden Erfolge der schwedischen Waffen wiederum veranlassten Spanien, sich in dem im Reich geführten Krieg erneut zu engagieren und größere Truppenverbände aus Norditalien nach Deutschland in Marsch zu setzen. Bei Nördlingen gelang es 1634 einem spanisch-kaiserlichen Heer – Gustav Adolf war im November 1632 bei Lützen gefallen, Wallenstein Anfang 1634 mit Billigung des Kaisers ermordet worden –, die schwedische Machtstellung in Süddeutschland zu brechen. Jetzt stand der Kriegsausgang wieder auf der Kippe, und um ein habsburgisches Übergewicht zu verhindern, griff nun Frankreich offen in den Krieg ein und positionierte sich als selbstständige Partei mit eigenen Interessen. Die französische Intervention war zunächst defensiv angelegt, nahm im weiteren Verlauf des Krieges aber mehr und mehr offensive Züge an.[9]


Europäischer Krieg mit offener Kriegsökonomie



Die analytische Betrachtung von Kriegsdynamik und Kriegsmotiven zeigt: Als Religionskrieg war der Dreißigjährige Krieg im Wesentlichen eine Auseinandersetzung innerhalb des Reiches, und ebenso war er das als ein gewaltsam ausgetragener Verfassungskonflikt. Im Hinblick auf geostrategische und machtpolitische Fragen war er jedoch von Anfang an ein europäischer Krieg, an dem alle Mächte teilzunehmen sich genötigt sahen, wenn sie in Europa eine politische Rolle spielen wollten. Es war die Lage des Reiches in der Mitte Europas, die den böhmischen Aufstand von den Revolutionen und Bürgerkriegen in Frankreich, den Niederlanden und England unterschied. Dort behielten die Konflikte um die innere Machtverteilung und die konfessionspolitische Ausrichtung den Charakter eines Bürgerkrieges. Das war im Reich nicht möglich. Wenn hier eine der Parteien die Überhand gewann, sei dies nun eine der beiden Konfessionen oder mit Königtum beziehungsweise Ständevertretung (Parlament) eine der beiden Parteien im verfassungspolitischen Konflikt, hatte dies Auswirkungen auf die machtpolitischen Verhältnisse in ganz Europa. Das führte, nachdem der Krieg erst einmal ausgebrochen war, zu einem strukturellen Interventionszwang, dem sich auf Dauer keine der großen Mächte entziehen konnte.

Mit diesem – der im Übrigen nicht mit der Theorie von der Unvermeidbarkeit des Krieges zu verwechseln ist – kam ein weiterer Grund für die lange Dauer des Krieges ins Spiel: die Entstehung einer offenen Kriegsökonomie. Während bei geschlossenen Kriegsökonomien den konfligierenden Mächten nur eine begrenzte Menge von Ressourcen – Geld, Waffen, Soldaten sowie alles, was zur Führung eines Krieges vonnöten ist – zur Verfügung steht, sodass der Krieg zwangsläufig endet, wenn diese Ressourcen verbraucht sind, zeichnen sich offene Kriegsökonomien dadurch aus, dass permanent neue Ressourcen von außen in das Kriegsgebiet einströmen. Die Folge ist, dass auf der Grundlage offener Ökonomien geführte Kriege nicht "ausbrennen", sondern im Prinzip endlos weitergeführt werden – mit dem Begleiteffekt freilich, dass die Möglichkeiten zur Versorgung der Soldaten mit Nahrung immer schwieriger werden, sodass diese dazu übergehen, die Bauern zu drangsalieren, um sie dazu zu zwingen, noch vorhandene Lebensmittel herauszugeben.

Das war vor allem in der zweiten Hälfte des Dreißigjährigen Krieges der Fall, als die Gewaltanwendung sich aus dem Kampf der Heere gegeneinander in ein Schröpfen und Ausplündern der Bevölkerung durch die Soldaten verwandelte. Als schließlich die Zugtiere für die Bestellung der Felder geschlachtet waren, das Saatgut, das im Frühjahr ausgebracht werden sollte, verzehrt war und dann obendrein Seuchenwellen auf eine durch die Hungersnot geschwächte Bevölkerung trafen, stiegen die Todesraten dieses Krieges steil an, oft mit der Folge, dass ganze Landstriche entvölkert wurden. Die Verheerungen dieses Krieges waren nicht nur die Folge unmittelbarer Kriegsgewalt, sondern resultierten nicht zuletzt aus einer Kriegsökonomie, die ständig neue Kriegsressourcen ins Land pumpte, aber nicht in der Lage war, Kombattanten wie Nichtkombattanten mit dem Lebensnotwendigen zu versorgen.

(© picture-alliance, Heritage images)


Die Diplomaten, die in mehr als vierjährigen Verhandlungen nicht nur den Krieg beendeten, sondern auch eine neue Friedensordnung aushandelten, hatten also mehrere Probleme zu lösen: Zunächst galt es, dafür zu sorgen, dass konfessionelle Konfliktlinien nicht mehr zu Verstärkern und Beschleunigern von Kriegen wurden. Dazu musste das religiöse Bekenntnis neutralisiert und entpolitisiert werden. Weiterhin ging es darum, Staatenkrieg und Bürgerkrieg so zuverlässig voneinander zu trennen, dass sie sich nicht wieder miteinander verbinden konnten. Und schließlich musste eine Ordnung geschaffen werden, in der nicht jeder Krieg um Grenzverschiebungen und Einflussgebiete zu einem um den grundsätzlichen Charakter der politischen Ordnung wurde. Das alles ist in Münster und Osnabrück tatsächlich gelungen, und insofern war das, was man die Westfälische Ordnung nennt, die politisch folgenreiche Antwort auf einen Krieg, der zugleich ein Bürgerkrieg und ein Hegemonialkrieg war.


Der Dreißigjährige Krieg und die Gegenwart



Mit dem Ende der Westfälischen Ordnung und ihres Systems der Kriegsregulation ist der Krieg nicht aus der Geschichte verschwunden. Es spricht manches dafür, dass das 21. Jahrhundert durch Kriege vom Typus "Dreißigjähriger Krieg" gekennzeichnet sein wird. Das heißt nicht, dass alle Kriege der nächsten Jahrzehnte dem Dreißigjährigen Krieg ähnlich sein werden; einige indes schon, und es werden vermutlich diese Kriege sein, die dem globalen Gewaltgeschehen ihren Stempel aufdrücken. Was also kennzeichnet Kriege vom Typus "Dreißigjähriger Krieg" im Unterschied zu den Kriegen der Westfälischen Ordnung, wie wir sie von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis ins 20. Jahrhundert hinein haben beobachten können?

Zunächst ist es die lange Dauer dieser Kriege, ihr zwischenzeitliches Versiegen und dann erneutes Aufflackern, das einige Weltregionen in Räume struktureller Friedlosigkeit verwandelt hat. Der Nahe Osten ist gegenwärtig auf dem Weg dahin, während im Gebiet der Großen Seen im subsaharischen Afrika, im Ostkongo zumal, dieser Zustand seit einigen Jahrzehnten bereits erreicht ist. Mit dem Wiederauftauchen von Söldnern und Kriegsunternehmern wird es in wachsendem Ausmaß zu einer Kommerzialisierung der Gewalt kommen, was heißt, dass nennenswerte Gruppen von Kämpfern buchstäblich vom Krieg leben, also wie im Dreißigjährigen Krieg aus der Gewaltanwendung ihren Lebensunterhalt beziehen. Sie haben deswegen kein Interesse an einer Kriegsbeendigung.

Weiterhin sind solche Kriege dadurch gekennzeichnet, dass sich dem materiellen Kalkül unbedingte Wahrheits- und Wertansprüche zugesellen, insbesondere solche religiös-konfessioneller Art. Diese sorgen dafür, dass über lange Zeit keine Kompromisse zwischen den Konfliktparteien gefunden werden. Das ist neben der offenen Kriegsökonomie, wie wir sie zurzeit vor allem in Syrien beobachten können, eine weitere Ursache dafür, dass diese Kriege so lange dauern und eilends ausgehandelte Waffenstillstände nach kurzer Zeit scheitern. Vor allem das verhängnisvolle Zusammentreffen von Kriegskommerzialisierung und unbedingtem, weil religiös begründetem Wahrheitsanspruch können am Dreißigjährigen Krieg in Mitteleuropa sehr gut studiert werden.

Solche Kriege lassen sich nur durch sorgfältige und langwierige Verhandlungen beenden, in denen nicht bloß Ausgleiche zwischen den Kriegsparteien gefunden werden, sondern auch, wie im Westfälischen Frieden, eine neue politische Ordnung geschaffen wird, die in der Lage ist, die Wahrheits- und Wertansprüche zuverlässig zu neutralisieren sowie Krieg und Frieden klar voneinander zu trennen. Genau das war die große Leistung der Westfälischen Ordnung: die politische Neutralisierung der konfessionellen Streitfragen, deren Separierung von den Fragen der Machtverteilung im Innern der Staaten und sodann die Auflösung des großen Problems der politischen Ordnung Europas, bei der ein System gleichberechtigter Staaten an die Stelle der imperialen Vormacht des Hauses Habsburg getreten ist. Eine solche neue politische Ordnung ist das Ergebnis eines langwierigen Verhandlungsprozesses mit vielen Rückschlägen und gleichzeitig zähen Verhandlungsführern und politischen Architekten, die sich durch einen längeren Stillstand der Gespräche nicht entmutigen lassen.

Die Schnelllebigkeit unserer Gegenwart ist im Vergleich mit dem 17. Jahrhundert freilich nicht geeignet, den Friedensmachern die ihnen aufgetragene Aufgabe zu erleichtern. Es könnte durchaus sein, dass sie dieses Mal scheitern. Die Wahrscheinlichkeit eines Gelingens dürfte sich mit dem Maß eines Lernens aus dem Dreißigjährigen Krieg, seinen Anfängen, seinem Verlauf sowie seiner Beendigung, deutlich erhöhen. Deswegen ist die Auseinandersetzung mit dem Dreißigjährigen Krieg inzwischen politisch sehr viel instruktiver als die mit den Kriegen der Westfälischen Ordnung, mit denen sich nicht nur die Historiker, sondern auch das Gros der Friedens- und Konfliktforscher zuletzt überwiegend beschäftigt haben.
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Fußnoten

1.
Die Unterscheidung zwischen Anlass und Ursache geht auf den antiken griechischen Historiker Thukydides zurück, der damit seine Analyse des Peloponnesischen Krieges eröffnete.
2.
Das macht den Hauptunterschied zwischen meiner Darstellung des Krieges und der von Georg Schmidt aus. Vgl. Herfried Münkler, Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, deutsches Trauma, 1618–1648, Berlin 2017; Georg Schmidt, Die Reiter der Apokalypse. Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, München 2018. Siehe auch den Beitrag von Schmidt in dieser Ausgabe (Anm. d. Red.).
3.
Die in Madrid durchaus kontrovers geführten Debatten über ein spanisches Engagement in Mitteleuropa sind ausführlich dargestellt bei Eberhard Straub, Pax et Imperium. Spaniens Kampf um seine Friedensordnung in Europa zwischen 1617 und 1635, Paderborn u.a. 1980.
4.
Mit dieser Darstellung beziehe ich eine Gegenposition zur von Günter Barudio vertretenen Auffassung, wonach es sich beim Dreißigjährigen Krieg wesentlich um einen Krieg um die Verfassung des Reiches gehandelt habe. Vgl. Münkler (Anm. 2); Günter Barudio, Der Teutsche Krieg. 1618–1648, Frankfurt/M. 1985.
5.
In der deutschen Forschung ist die Frage nach dem Charakter des Krieges und seinen leitenden Motiven in der Regel nicht als Überlappung, also inklusiv, sondern alternativ diskutiert worden: entweder Religions- oder Staatenkrieg. Durch die Vorgabe eines Entweder-oder hat man das Spezifikum des Krieges übersehen, nämlich sowohl ein Bürger- als auch ein Hegemonialkrieg gewesen zu sein.
6.
Zur Frage von Hegemonie, Staatensystem oder imperialer Ordnung vgl. nach wie vor Ludwig Dehio, Gleichgewicht oder Hegemonie. Betrachtungen über ein Grundproblem der neueren Staatengeschichte, Krefeld 1948.
7.
Zu der in der deutschen Literatur nur selten analysierten Strategie Wallensteins vgl. Münkler (Anm. 2), S. 342ff. und S. 406ff.
8.
Für eine ausführliche Abwägung der Gründe für den Kriegseintritt Schwedens vgl. ebd., S. 422ff.
9.
Vgl. ebd., S. 711ff.

Herfried Münkler

Zur Person

Herfried Münkler

ist Professor für Politikwissenschaft und hat den Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt "Der Dreißigjährige Krieg. Europäische Katastrophe, Deutsches Trauma, 1618–1648" (2017). herfried.muenkler@sowi.hu-berlin.de


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