zurück 
6.5.2003

Neue Hauswirtschaft für die postmoderne Gesellschaft

Zum Wandel der Ökonomie des Alltags

Voraussetzung dafür, dass Privathaushalte ihre Aufgaben als Akteure in Wirtschaft und Gesellschaft kompetent erfüllen können, ist eine grundlegende Verbesserung des dafür notwendigen Orientierungswissens.

I. Problemstellung



Das Konzept der Neuen Hauswirtschaft verfolgt zweierlei: die Begründung eines neuen Verständnisses von Privathaushalten und Familien als den Basiseinheiten von Wirtschaft und Gesellschaft sowie die Etablierung entsprechender Inhalte im Bildungssystem. Die Motivation für dieses Anliegen resultiert vor allem aus Erkenntnissen über einen erschreckend lückenhaften Wissensstand von Jugendlichen und Erwachsenen über die Ökonomie des Alltags sowie gravierende Folgen dieses Mangels. Eine entscheidende Ursache dafür ist das defizitäre Bildungsangebot, das weit hinter dem rasanten gesellschaftlichen Wandel zurückbleibt. Das Plädoyer zum Gegensteuern gründet auf der Überzeugung, dass der gesellschaftliche Modernisierungsprozess nur gelingen kann, wenn bereits Kinder und Jugendliche in den allgemein bildenden Schulen systematisch mit den sozioökonomischen Grundlagen für eine erfolgreiche Lebensbewältigung vertraut gemacht werden und damit auch anschlussfähig sind für ein diesbezügliches lebenslanges Lernen.[1]



Aktuelle Anstöße für die Forderung nach einer grundlegenden sozioökonomischen Allgemeinbildung stehen im Zusammenhang mit der neueren Armutsforschung und der Umsetzung in konkrete Maßnahmen zur Armutsprävention. Empirische Studien zur Sozialhilfeabhängigkeit sowie zur Überschuldung privater Haushalte belegen, dass Verarmungsprozesse häufig nicht nur mit Problemen am Arbeitsmarkt, sondern auch mit fehlenden Kompetenzen für die Gestaltung des Familienlebens und der Haushaltsführung zusammenhängen - angefangen von der Bedürfnisreflexion und der Bedarfsabstimmung im Haushalt über die Mobilisierung und den Einsatz von Ressourcen für die Familienarbeit und Haushaltsproduktion bis zur Kontrolle des Ausgabenverhaltens.[2]

Das zuletzt genannte Ursachenbündel für defizitäre Versorgungslagen bis hin zu Armut kann durch entsprechende nachsorgende Bildung von jüngeren und älteren Erwachsenen weitgehend aufgelöst werden, wie die Projekte der Konzertierten Aktion der Hauswirtschafts- und Wohlfahrtsverbände zur Armutsprävention zeigen.[3] Dass z.B. ungeplante, kumulierende Verschuldung eher in eine Überschuldung führt als eine kontrollierte Kreditaufnahme, ist evident. Erwiesen ist, dass Ver- und Überschuldung privater Haushalte seit Jahren zunehmen. Die Zahl der überschuldeten Privathaushalte, die ihre Verbindlichkeiten weder aus Vermögen noch aus laufendem Einkommen abtragen können, stieg qualifizierten Schätzungen zufolge von 1994 bis 1999 in Westdeutschland von 1,5 Millionen auf 1,9 Millionen und in Ostdeutschland von 0,5 Millionen auf 0,8 Millionen.[4] Schätzungsweise rund 850 000 Jugendliche haben Schulden, vor allem bei Freunden, Verwandten, Geldinstituten, Mobiltelefonanbietern und Netzbetreibern; und rund 250 000 Jugendliche sind vermutlich überschuldet.[5]

Weitere Anstöße liefert die seit Jahren laufende Diskussion über ökonomischen, insbesondere finanzwirtschaftlichen "Analphabetismus".[6] Verschiedene Erhebungen und Einschätzungen von Experten deuten darauf hin, dass die meisten Bürgerinnen und Bürger z.B. nicht genau wissen, wie die Banken arbeiten, wie die Börse funktioniert und wie das Rentensystem aufgebaut ist. Viele können nicht zwischen einer Kapitallebensversicherung und einer Risikolebensversicherung unterscheiden. Etliche können nicht erklären, was der Effektivzins eines Kredits ist. Und manche junge Menschen, die erstmals ein Girokonto eröffnen, glauben sogar, der Dispositionskredit, der auf dem Kontoauszug ausgewiesen wird, gehöre ihnen. Tatsächlich sind wir fast alle finanzwirtschaftliche Analphabeten. Denn es gibt kein Fach oder Lernfeld "Finanzen" in den allgemein bildenden Schulen. Doch die Bildungslücke lässt sich nicht allein durch finanzielle Allgemeinbildung schließen. Das Problem liegt tiefer, und seine Lösung bedarf deshalb eines gut durchdachten Konzeptes. Finanzentscheidungen sind eingebettet in die Ökonomie des Alltags. Und dieser Alltag stellt zunehmend neue, radikale Anforderungen, die mit den herkömmlichen Kompetenzen und Bildungskonzepten kaum zu bewältigen sind.

II. Das Konzept der Neuen Hauswirtschaft



Individuelle Lebensgestaltung und gesellschaftliche Wohlfahrtsproduktion sind untrennbar miteinander verbunden. Das war schon immer so. Aber im Zuge des gesellschaftlichen Modernisierungsprozesses gewinnen die Entscheidungen der Individuen bzw. der Haushalte und Familien, in denen sich die Einzelnen grundlegend organisieren und entwickeln, zunehmend an Bedeutung für die sozioökonomische Makrostruktur. Diese Einsicht basiert auf einer empirisch fundierten Theorie des Privathaushalts, die den Wandlungen von der modernen zur postmodernen Gesellschaft nachspürt, sowie auf dem erkenntnistheoretischen Konzept des methodologischen Individualismus, der von einer strukturgebenden Funktion der Individuen und Kleingruppen für die Gesellschaft ausgeht.[7]

Der Begriff der Postmoderne ist schillernd. Er soll hier nicht ausführlich erörtert werden.[8] Dass sich Wandlungen in zentralen gesellschaftlichen Bereichen vollziehen, ist unübersehbar. Klar ist aber auch, dass es gegenwärtig keine vollständige Ablösung der Moderne durch die Postmoderne gibt, sondern neue Elemente, Systeme, Strukturen und Funktionen zunehmend an prägender Kraft gewinnen. Haushalte und Familien sind grundlegende und universelle Organisationsformen der Menschen für die unmittelbare Lebensgestaltung; und es sind die ältesten Institutionen überhaupt. Aber die Formen und Funktionen der Haushalts- und Familiensysteme variieren historisch und kulturell erheblich. In einem agrarisch oder auch industriell geprägten Obrigkeitsstaat kommt ihnen eine andere Rolle zu als in einem modernen Sozialstaat. Gegenwärtig finden wir zur Kennzeichnung der Makroebene von Wirtschaft und Gesellschaft "postmoderne" Zuschreibungen, wie Bürgergesellschaft, Multioptionsgesellschaft und Wissensgesellschaft.

Die Haushalts- und Familienforschung konstatiert eine Pluralisierung der Lebensformen und eine Individualisierung der Lebensverläufe, verbunden mit einer Häufung aufeinander folgender Lebensabschnittsgemeinschaften und einem Rückgang der Geburtenrate.[9] Institute und Kommissionen für Zukunftsfragen sehen uns bereits auf dem Weg von der "arbeitnehmerzentrierten Industriegesellschaft zur unternehmerischen Wissensgesellschaft" und propagieren ein ökonomisches Leitbild des Menschen als "Unternehmer seiner Arbeitskraft und Daseinsvorsorge".[10] Öffentlich gefordert und gefördert wird seit Jahren eine "Neue Kultur der Selbstständigkeit", also die wachsende Bereitschaft zur Unternehmensgründung, z.B. mit der Initiative "Go!" in Nordrhein-Westfalen. Und tatsächlich entlässt der Sozialstaat zunehmend seine Bürgerinnen und Bürger aus Versorgungs- und Versicherungssystemen und mahnt mehr Eigenverantwortung an.

Beispielhaft seien aktuelle Maßnahmen und Überlegungen in den Bereichen Alterssicherung, Arbeitsmarkt und Gesundheitswesen angesprochen:

- In einer Informationsschrift zur Riester-Rente, die vor wenigen Monaten in zahlreichen Publikumszeitschriften eingeklebt war, heißt es: "Prüfen Sie, ob und wie viel Sie für die neue Eigenvorsorge anlegen wollen. Klären Sie, wie lange Sie noch ansparen können und welche Anlagerisiken Sie in Kauf nehmen wollen."[11]

- Der neue Vorsitzende der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, wird in einem Interview mit den Worten zitiert: "Wir brauchen ein bißchen Deregulierung."[12] Parallel dazu liefert die Hartz-Kommission mit den Konzepten der "Ich-AG" und der "Familien-AG" den Rahmen für die Gründung und Entwicklung von Miniunternehmen aus der Arbeitslosigkeit.[13]

- Und die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will mündige Patientinnen und Patienten, die nicht nur vorsorgend etwas für ihre Gesundheit tun, sondern auch im Krankheitsfall den Behandlungsprozess "mitsteuern und nachfragen, was eigentlich berechnet wurde".[14]

Die sich damit wandelnde Ökonomie des Alltags wird hier als "Neue Hauswirtschaft" verstanden. Das bedeutet faktisch eine Zunahme an ökonomischer Funktionszuschreibung und Verantwortung der Individuen, Paarhaushalte und Familien - unabhängig davon, ob sie es wollen oder nicht: zunächst und unmittelbar mit ihren selbst organisierten Privathaushalten für die eigene Versorgung und sodann in der strukturgebenden Funktion für das Wirtschafts- und Gesellschaftssystem. Dabei handelt es sich um eine - ganz überwiegend unbeabsichtigte - Folge der individuellen Entscheidungen für bzw. gegen bestimmte Lebensstile und Lebensformen, Bildungswege und Erwerbsbeteiligungen, Konsummuster und Freizeitaktivitäten sowie Vermögensdispositionen und sonstige Engagements.

Der Begriff "Hauswirtschaft" ist mit Bedacht gewählt worden. Der traditionelle Begriff der Hauswirtschaft entspricht den äquivalenten Grundbegriffen Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft in den ökonomischen Schwesterdisziplinen. Dass sich die so bezeichneten Realphänomene seit der Einführung der Begriffe vor etwa 100 Jahren verändert haben, ist wohl selbstverständlich. Aber keine der drei Wirtschaftsdisziplinen hat ihren spezifischen Begriff aufgegeben. Die Betonung des Neuen schließt an vergleichbare Kennzeichnungen wie New Economy, New Public Management und Neue Selbstständigkeit an. Mit dem Begriff der Neuen Hauswirtschaft sollen folglich - wie im Begriff der Postmoderne - alte und neue Strukturen und Funktionen repräsentiert werden.

Das Konzept der Neuen Hauswirtschaft wird im Folgenden durch zwei Kernaussagen konkretisiert:

1. Die Privathaushalte üben durch Güternachfrage, Haushaltsproduktion und Faktorangebot einen prägenden Einfluss auf die sozioökonomische Makrostruktur aus.

2. Die Privathaushalte sind die Hauptproduzenten von Humanvermögen und damit die wichtigsten sozioökonomischen Institutionen überhaupt.

III. Güternachfrage, Produktion und Faktorangebot der Haushalte prägen die sozioökonomische Makrostruktur



Zunächst sei die Funktion der Haushalte als Nachfrager nach privaten und öffentlichen Gütern näher betrachtet. Die Haushalte treffen zum einen - gemäß ihren Präferenzen und Finanzierungsmöglichkeiten und selbstverständlich nicht ohne Einflüsse aus den sozialen Bezugsfeldern einschließlich der Werbung - Entscheidungen über die Gestaltung ihres privaten Konsums und beschaffen die von den Unternehmen angebotenen Waren und Dienste sowie Immobilien. In der Verwendungsrechnung des Sozialprodukts, in der - im Gegensatz zur Entstehungsrechnung (!) - die Aktivitäten der Haushalte verbucht werden, entfallen knapp 60 Prozent auf den privaten Konsum, also auf solche Güter, die von den Haushalten selbst bezahlt werden. Sie steuern damit zum einen in gewisser Weise die Produktion sowie - zumindest teilweise - die Beschäftigung und Investition, und zwar auch in den vorgelagerten Wirtschaftsbereichen, und erzeugen "Konsumwellen", wenn sich das Verbraucherverhalten kollektiv ändert. Zum anderen treten die Haushalte bzw. die erwachsenen Haushaltsmitglieder als Wahlbürger im politischen Prozess auf und steuern durch ihre Wahlentscheidungen, wenn auch nur indirekt, die Produktion und Bereitstellung spezifisch öffentlicher Güter und damit zusammenhängender Dienste, z.B. die kommunale Infrastruktur und öffentliche Sicherheit.

Die Ausgaben für langlebige Konsumgüter einschließlich Immobilien sowie die Ersparnisse bzw. Finanzanlagen führen zu einem entsprechenden Vermögensaufbau. Je nach den berücksichtigten Vermögenskomponenten und den Wertansätzen lassen sich unterschiedliche Größenordnungen ermitteln, die für den Haushaltssektor insgesamt bis zu rund 7,7 Billionen Euro betragen.[15] Als Indikator der Finanzierungsfunktion der Privathaushalte für die Unternehmen wird ihr Anteil an der gesamtwirtschaftlichen Ersparnis betrachtet, der etwa vier Fünftel beträgt.[16] Damit sind die Privathaushalte indirekt der größte Kapitalgeber der Unternehmen.

Private Haushalte investieren aber nicht nur indirekt über den Bankensektor in fremde Unternehmen, sondern auch unmittelbar in eigene, selbst gegründete Unternehmen. Die meisten Unternehmensgründungen finden nämlich nicht an der Börse, sondern im Haushalts- und Familienkontext statt.[17] Es kann davon ausgegangen werden, dass die jährlich etwa 300 000 Übergänge in selbstständige Erwerbstätigkeit in rund 50 Prozent der Fälle als Kleinstunternehmen ohne weitere Beschäftigte vollzogen werden; in rund 40 Prozent der Fälle mit weniger als fünf Mitarbeitern und in rund 10 Prozent der Fälle mit fünf und mehr Mitarbeitern. Damit stellen die Gründer und Gründerinnen für sich und andere Erwerbsarbeitsplätze bereit und tragen folglich zur gesamtwirtschaftlichen Beschäftigung bei. Zwar werden Unternehmen auch von abgeleiteten Betrieben, also von Unternehmen und Verbänden, gegründet, aber die zahlenmäßig bei weitem wichtigsten Unternehmensgründer sind die Privathaushalte. Gemessen an der Zahl der Unternehmen sind ebenfalls Privathaushalte bzw. die jeweiligen Haushaltsmitglieder die mit Abstand größte Gruppe der Eigentümer von Unternehmen. Nach Ergebnissen des Mikrozensus 2000 waren rund 3,6 Millionen Erwerbstätige - das waren rund zehn Prozent der Erwerbstätigen - selbstständig, und zwar überwiegend in Miniunternehmen, die mit den privaten Haushalten der Unternehmer bzw. Unternehmerinnen eine sozioökonomische Einheit bilden und deshalb nicht losgelöst von den Hauswirtschaften betrachtet werden können.

Auch im Vereins- und Verbandssektor überwiegen zahlenmäßig nicht die großen, sondern die kleinen Einheiten. Und etliche große Organisationen haben sich aus kleinen, nicht selten informellen Zusammenschlüssen entwickelt. Privathaushalte bzw. Haushaltsmitglieder sind hier als Vereinsgründer und Träger informeller Netzwerke von Bedeutung. Allein die Zahl der Bürgerinitiativen und Selbsthilfeprojekte kann mit mindestens 40 000 bis 60 000 beziffert werden; der durchschnittliche Mitgliederbestand beträgt zwischen 15 und 35 Personen. In solchen Projekten sind prinzipiell "Menschen wie du und ich" die "Macherinnen" und "Macher". Durch das Engagement in Vereinen und Verbänden tragen die Privathaushalte folglich auch zur Bereitstellung kollektiver, gruppenbezogener Güter bei.[18]

Schließlich sei hier der Beitrag der Privathaushalte zur Produktion personaler Güter für den unmittelbaren Konsum hervorgehoben. Die Haushaltsproduktion ist auch in modernen und postmodernen Gesellschaften nicht marginal, sondern - gemessen am Zeitinput - sogar dominant. Wird die gesamte gesellschaftliche Arbeitszeit betrachtet, also Erwerbs- und Haushaltsarbeitszeit einschließlich Ehrenamt, ergibt sich ein Volumen von etwa 124 Milliarden Stunden (1991/92); davon entfallen rund 60 Prozent auf Haushaltsarbeit und rund 40 Prozent auf Erwerbsarbeit.[19]

IV. Prokreation, Haushalts- produktion und Konsum dienen der Humanvermögensbildung



Private Konsumgüter, öffentliche Güter und Haushaltsarbeit dienen nach herkömmlicher Vorstellung dem Konsum im Sinne eines letzten Verbrauchs. Aber tatsächlich handelt es sich nicht um endgültigen Güterverbrauch, sondern um Input in die Bildung von Humanvermögen. Zu den traditionellen Familienfunktionen zählen die auf Nachwuchssicherung gerichtete prokreative oder generative Funktion (Zeugung), die Sozialisationsfunktion (Erziehung) und die ökonomische Funktion (Versorgung). Es gehört zu den biologischen Gegebenheiten, dass die Menschen ihren Nachwuchs selber produzieren. Die Aufgabe der Sicherung und Pflege des Nachwuchses besteht aber keineswegs allein darin, schiere Arbeitskraft in der Generationenfolge zu reproduzieren, sondern in der "Produktion" von Humanvermögen, also von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten, die das ökonomische, soziale und kulturelle Vermögen menschlicher Gesellschaften ausmachen. Da die Sicherung und der Ausbau des Wissens das kritische Problem jeder Gesellschaft ist, erfüllen die Haushalte damit die wichtigste Aufgabe im gesellschaftlichen Gefüge überhaupt.

In modernen und postmodernen Gesellschaften werden die Funktionen der Prokreation und Sozialisation nicht mehr nur von den Kernfamilienhaushalten erfüllt. Die Vernetzung mit einer Vielzahl externer Institutionen ist unübersehbar und auch unverzichtbar, angefangen von der Geburtsmedizin über allgemein bildende und berufsbildende Schulen bis hin zu Unternehmen und Universitäten. Aber dennoch werden auch weiterhin die Haushalte in einem sehr grundlegenden und umfassenden Sinn die "Hauptproduzenten von Menschen" als soziale Wesen bleiben. Denn ohne primäre Sozialisation in den auf Intimität und permanente Kommunikation über viele Jahre angelegten Kontexten der Binnensysteme der Haushalte und Familien können die Fähigkeiten zu Wissenserwerb und Wissensanwendung in den ständig komplexer werdenden Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft nicht hinreichend erlernt werden.[20]

Um eine Vorstellung von der Bedeutung des Humanvermögens in ökonomischen Größen zu gewinnen, ist von der Familienberichtskommission der Bundesregierung eine Modellrechnung durchgeführt worden. Bezugsgröße war der Geburtsjahrgang 1984, der im Jahr 1990 rund 633 000 Personen umfasste. Berücksichtigt wurden die jährlichen Ausgaben für Konsumgüterkäufe und anteilig bewertete Leistungen der Haushaltsproduktion, die für die nachwachsende Generation bis zum 19. Lebensjahr aufgewendet werden. Der so ermittelte Beitrag der Familien zur Humanvermögensbildung beträgt rund 7,7 Billionen Euro. Dem- gegenüber beträgt der geschätzte Wert des reproduzierbaren Sachvermögens zu Wiederbeschaffungspreisen lediglich rund 3,6 Billionen Euro.[21]

Humanvermögensbildung ist aber nicht nur das Ergebnis von Prokreation und Sozialisation, sondern generell das Resultat von Haushaltsproduktion und Konsum - oder sollte dies zumindest sein. Güterkonsum ist keine Gütervernichtung, sondern dient der Erhaltung und Entwicklung der Vitalfunktionen der Haushaltsmitglieder, d.h. der Kompensation des permanenten Energieabflusses und dem Wachstum sowie der Gewinnung von Lebenszufriedenheit. Es könnte zwar in Zweifel gezogen werden, dass jede Art konsumtiver Tätigkeit zur Bildung von Humanvermögen führt, z.B. bestimmte Arten von Medienkonsum, aber dieser Einwand gilt gleichermaßen für (vermeintlich) produktive Aktivitäten, z.B. bestimmte Verwaltungsarbeiten, und ist nur schwer zu prüfen. Tatsächlich wird prinzipiell auch durch Arbeit, insbesondere Erwerbsarbeit, Humanvermögen gebildet, aber ohne Konsum ist Arbeit unmöglich.

Aus einer nicht der ökonomischen Modelltradition folgenden Sicht ist sowohl die Differenzierung zwischen produzierenden Unternehmen und konsumierenden Haushalten als auch die Vorstellung, Produktion sei Gütererzeugung und Konsum sei Gütervernichtung, als zumindest einseitig zu beurteilen und zurückzuweisen. Denn jeder Produktionsprozess ist ein Transformationsprozess, in dem die Einsatzgüter untergehen, um neue, andersartige Produkte hervorzubringen. Dass dies nur für Unternehmen und andere abgeleitete Betriebe, aber nicht für Privathaushalte gelten soll, ist Ausdruck eines veralteten Theorieverständnisses. Hier wird der entgegengesetzte Standpunkt vertreten, dass sich nämlich die Privathaushalte von vorgelagerten Betrieben lediglich mit Vorleistungen für ihren Haushaltsprozess versorgen, die Endkombination in einem arteigenen Haushaltsproduktionsprozess vornehmen und den Konsum organisieren, um Humanvermögen und Lebenszufriedenheit zu produzieren. Konsum ist demnach - in Abwandlung einer von Josef Alois Schumpeter zur Charakterisierung von Kapitalvernichtung im Wettbewerb geprägten Metapher - ein "Prozess der schöpferischen Zerstörung" bzw. sollte in diesem Sinne gestaltet werden können.[22] Dazu bedarf es einer entsprechenden Bildung und häufig auch einer ergänzenden Beratung.

V. Private Haushalte in der schulischen Allgemeinbildung



In der auf Haushalt und Wirtschaft bezogenen schulischen Allgemeinbildung wird dies alles völlig unzureichend reflektiert, denn die Lehrpläne und Schulbücher sind defizitär.[23] In der Primarstufe können wirtschaftliche Themen lediglich aspekthaft im Sachunterricht behandelt werden. In den Sekundarstufen I und II gibt es in den Bundesländern nach Inhalt und Verpflichtungsgrad unterschiedliche Angebote von Fächern mit wirtschaftlichem Inhalt. Das Fach Hauswirtschaft beschränkt sich weitgehend auf die Betrachtung des Binnensystems des Privathaushalts und die Beschaffung von Marktgütern. Ein Fach oder Lernfeld "Wirtschaft" ist eher die Ausnahme als die Regel. Was gegebenenfalls diesbezüglich an Gymnasien angeboten wird, zeigt eine Analyse der Lehrpläne für Gymnasien der 16 Bundesländer. Die paradigmatische Ausrichtung und inhaltliche Konzeption der ökonomischen Bildung in den Wirtschaftsfächern wird dort wie folgt zusammengefasst: 1. Konsum und Markt, 2. (Erwerbs-) Arbeit und Produktion, 3. Gesamtwirtschaftliche Ungleichgewichte und Wirtschaftspolitik, 4. Soziale und ökologische Probleme, 5. Internationale Wirtschaftsbeziehungen.[24]

Das gegenwärtig dominierende Bild von Haushalt und Familie in den Wirtschaftsfächern und den wirtschaftsnahen Fächern ist an der Normalfamilie und dem Normalarbeitsverhältnis mit sozialstaatlicher Absicherung der Risiken bei Arbeitslosigkeit und Krankheit sowie im Alter orientiert. Betrachtet wird somit die Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft von Eltern mit Kindern, abhängig vollzeitbeschäftigtem Hauptverdiener mit hauptverantwortlich haushaltsführender Partnerin und - hinsichtlich der Konsum- und Finanzwirtschaft - die Ausgabenseite des Geldbudgets. Idealerweise sind die Haushaltsmitglieder folglich Nachfrager von Konsumgütern und Erwerbsarbeitsplätzen, sie erfüllen ihre Rollen im Beruf sowie im hauswirtschaftlichen Bereich und in der Familie und stützen sich dabei auf die materielle Infrastruktur und die monetären Transfers des Sozialstaats.

Auch in Reformvorschlägen von Wirtschaftsverbänden bleiben die oben angesprochenen Wandlungen von der modernen "Vollkasko-Gesellschaft" (Kurt H. Biedenkopf) zur postmodernen Gesellschaft mit eigenverantwortlichen Hauswirtschaften ganz weitgehend unberücksichtigt.[25] Private Haushalte, auch Familienhaushalte, werden lediglich als "Elemente" eines Wirtschaftskreislaufs in ihren Funktionen als Arbeitnehmer und Konsumenten betrachtet. In dem zu Grunde gelegten traditionellen Modell des Güter- und Geldkreislaufs zwischen Haushalten und Unternehmen werden ausschließlich ökonomische Transaktionen betrachtet, die mit Geldströmen verbunden sind. Haushalte und Unternehmen sind immer schon vorhanden. Getauscht werden Arbeit gegen Geld und Geld gegen Konsumgüter. Haushaltsproduktion und Bildung von Humanvermögen werden nicht berücksichtigt. Vereine, Verbände, Selbsthilfegruppen und nachbarschaftliche soziale Netze kommen nicht vor. Dies entspricht einem nicht mehr zeitgemäßen Bild der Wirtschaft: Mehr als die Hälfte der ökonomischen Ressourcen und Transaktionen bleibt unberücksichtigt, und dies betrifft sogar den wichtigeren Teil.

Damit aber die Schülerinnen und Schüler zunehmend ihren individuellen Lebensweg gestalten und die damit zusammenhängenden gesellschaftlichen Funktionen erkennen und erfüllen können, benötigen sie nicht nur partielles Instrumentalwissen, sondern - zunächst und grundlegend - Orientierungswissen. Die Orientierung muss in der Aufklärung über die Voraussetzungen und Folgen der strukturgebenden Funktion der Individuen, Haushalte und Familien bestehen. Weil die Wirtschaft ein Zentralbereich in modernen und postmodernen Gesellschaften ist und die Privathaushalte die basalen Akteure sein müssen, ist es notwendig, entweder ein eigenständiges Fach oder Lernfeld "Sozioökonomie/Wirtschaft" in allen Schulstufen und Schulformen zu etablieren, das eine angemessene Thematisierung der Hauswirtschaft in ihrer Bedeutung für die Einzelnen und die Gesellschaft bietet, oder - falls eine Konsenslösung im Fächerverbund nicht gelingt - ein solches eigenständiges Fach oder Lernfeld "Haushalt/Hauswirtschaft/Familie" einzuführen.[26] Die anstehende Revision von Lehrplänen sowie die in Aussicht genommene Einführung der Ganztagsschule bietet gute Möglichkeiten, über die Verankerung im Unterricht und die Ausbildung von Lehrkräften zu beraten.

Internetverweise des Autors: Über ein Konzept für die Erwachsenenbildung informiert:

http://www.neuehauswirtschaft.de

Das
Konzept wird umgesetzt ab Februar 2003:

http://www.lernerfolg.vzbv.de

Die
Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e.V. ist unter folgender Adresse zu erreichen:

http://www.dghev.de

Fußnoten

1.
Überarbeitete Fassung eines Vortrags auf der Bildungskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Hauswirtschaft in Münster am 18. Juni 2002.1Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu auch den Beitrag von Lothar Krappmann in dieser Ausgabe.
2.
Vgl. Michael-Burkhard Piorkowsky, Verarmungsgründe und Ansätze der Armutsprävention bei Privathaushalten, in: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.), Lebenslagen von Familien und Kindern. Dokumentation von Expertisen und Berichten, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Erstellung des Ersten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung erarbeitet wurden, Materialien zur Familienpolitik, Nr. 11, Berlin 2001.
3.
Vgl. ders., Armutsprävention durch Bildung für Haushalt und Familie, in: Haushalt & Bildung, 77 (2000) 3, S. 129 - 132; ders., Das Armutsprophylaxeprogramm der deutschen Bundesregierung. Ein Beispiel für den aktivierenden Sozialstaat, in: Reinbert Schauer/Robert Purtschert/Dieter Witt (Hrsg.), Nonprofit-Organisationen und gesellschaftliche Entwicklung: Spannungsfeld zwischen Mission und Ökonomie, Linz 2002.
4.
Vgl. Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.), Lebenslagen in Deutschland. Der erste Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung, Berlin, April 2002, S. 69.
5.
Vgl. Evelyn Binder, Kinder werden mit Schulden groß. Immer mehr Jugendliche leben auf Pump. Wenig Sinn für Wert des Geldes, in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 11. Juni 2002, S. 29.
6.
Vgl. Rüdiger von Rosen, Wir brauchen ein Schulfach Wirtschaft, in: Frankfurter Rundschau vom 25. März 1998, S. 24; Udo Reifner, Finanzielle Allgemeinbildung. Bildung als Mittel der Armutsprävention in der Kreditgesellschaft. Projektabschlussbericht zur ersten Phase des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützten Projekts, Institut für Finanzdienstleistungen e.V., Hamburg, 22. 10. 2001; Marc Brost/Marcus Rohwetter, Wir alle - finanzielle Analphabeten, in: Die Zeit vom 31. Oktober 2002, S. 19 - 20.
7.
Vgl. Günter Büschges, Methodologischer Individualismus und empirische Soziologie, in: ders./Werner Raub (Hrsg.), Soziale Bedingungen - Individuelles Handeln - Soziale Konsequenzen, Frankfurt/M. 1985.
8.
Vgl. dazu Michael-Burkhard Piorkowsky, Strukturwandel und gesellschaftliche Leistungspotentiale von Haushalten und Familien, in: Irmhild Kettschau/Barbara Methfessel/Michael-Burkhard Piorkowsky (Hrsg.), Familie 2000. Bildung für Familien und Haushalte zwischen Alltagskompetenz und Professionalität. Europäische Perspektiven, Baltmannsweiler 2000.
9.
Vgl. ebd., S. 20 - 24.
10.
Vgl. Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen (Hrsg.), Erwerbstätigkeit und Arbeitslosigkeit in Deutschland. Entwicklung, Ursachen, Maßnahmen. Teil III. Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungslage, Bonn, November 1997, S. 7.
11.
Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung (Hrsg.), Rund um die neue Rente. Ihre Fragen - unsere Antworten, Berlin 2002, S. 20.
12.
Florian Gerster, "Wir brauchen ein bißchen Deregulierung", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 31. März 2002, S. 5.
13.
Vgl. Peter Hartz u.a., Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Bericht der Kommission, Berlin 2002, S. 161 - 172.
14.
Vgl. Ulla Schmidt, "Kranksein ist keine Privatsache", in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 24. Februar 2002, S. 37.
15.
Vgl. Jörg Sieweck, Unterschätzter Wirtschaftsfaktor privater Haushalt, in: Sparkasse. Zeitschrift des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, 116 (1999) 10, S. 465 - 469.
16.
Vgl. ebd., S. 465.
17.
Vgl. Michael-Burkhard Piorkowsky, Die Evolution von Unternehmen im Haushalts- und Familienkontext, in: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, Ergänzungsheft, (2002) 5, S. 1 - 19.
18.
Vgl. Adalbert Evers, Part of the welfare mix: the third sector as an intermediate area, in: Voluntas, 6 (1995) 2, S. 159-182; Burkhard von Velsen-Zerweck, Dynamisches Verbandsmanagement. Phasen- und krisengerechte Führung von Verbänden. Mit einem Geleitwort von Dieter Witt und Ernst-Bernd Blümle, Wiesbaden 1998, S. 71-72.
19.
Vgl. Bundesministerium für Familie und Senioren/Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Wo bleibt die Zeit? Die Zeitverwendung der Bevölkerung in Deutschland, Wiesbaden 1994, S. 1.
20.
Anmerkung der Redaktion: Siehe hierzu den Beitrag von Lothar Krappmann in dieser Ausgabe.
21.
Vgl. Deutscher Bundestag, Familien und Familienpolitik im geeinten Deutschland. Zukunft des Humanvermögens. Fünfter Familienbericht, Bundestags-Drucksache 12/7560, Bonn 1994, S. 144 - 145.
22.
Vgl. Josef A. Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. Einleitung von Edgar Salin, zweite, erw. Aufl., München 1950, S. 134 - 142; vgl. dazu Michael-Burkhard Piorkowsky, Konsum aus Sicht der Haushaltsökonomik, in: Doris Rosenkranz/Norbert F. Schneider (Hrsg.), Konsum. Soziologische, ökonomische und psychologische Perspektiven, Opladen 2000.
23.
Vgl. Hildegard Rapin (Hrsg.), Der private Haushalt im Unterricht. Eine Schulbuchanalyse aus haushaltswissenschaftlicher und didaktischer Sicht, Frankfurt/M.-New York 1990; Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V., Arbeitsmaterialien zur Bildung für den Haushalt. Übersicht über Wochenstundenzahlen sowie Themen und Inhalte des auf den Haushalt bezogenen Unterrichts in Richtlinien und Lehrplänen für die Sekundarstufe I in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland, dritte, überarb. und erw. Aufl., Aachen, Oktober 1992; Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Wirtschaftliche Bildung an allgemein bildenden Schulen. Bericht der Kultusministerkonferenz vom 19. 10. 2002, Berlin o.J.
24.
Vgl. Hans Jürgen Schlösser/Birgit Weber, Wirtschaft in der Schule. Eine umfassende Analyse der Lehrpläne für Gymnasien, entstanden im Rahmen des Pilotprojekts "Wirtschaft in die Schule!", mit einem Beitrag von Hans Kaminski, Bertelsmann Stiftung/Heinz Nixdorf Stiftung/Ludwig-Erhard-Stiftung (Hrsg.), Gütersloh 1999.
25.
Vgl. Rüdiger von Rosen/Deutsches Aktieninstitut e. V. (Hrsg.), Memorandum zur ökonomischen Bildung. Ein Ansatz zur Einführung des Schulfachs Ökonomie an allgemeinbildenden Schulen, Frankfurt/M. 1999; Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)/Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) (Hrsg.), Wirtschaft - notwendig für schulische Allgemeinbildung. Gemeinsame Initiative von Eltern, Lehrern, Wissenschaft, Arbeitgebern und Gewerkschaften, Berlin 2000; Hans Kaminski, Die Bedeutung der ökonomischen Bildung in allgemeinbildenden Schulen, in: Sparkasse. Zeitschrift des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, 117 (2000) 9, S. 389 - 393.
26.
Vgl. dazu Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft e. V. (Hrsg.), Kompetent im Alltag. Memorandum für eine haushaltsbezogene Bildung: frühzeitig, aufbauend, lebenslang. Wege zu einer zeitgemäßen und zukunftsorientierten Bildung, Aachen 2001; Michael-Burkhard Piorkowsky, Wirtschaftliche Allgemeinbildung in den Schulen, in: Dieter Korczak (Hrsg.), Bildungs- und Erziehungskatastrophe. Was unsere Kinder von uns lernen sollen, Interdisziplinäre Studien, Bd. 25, Opladen 2003 (i.E.).

Michael-Burkhard Piorkowsky

Zur Person

Michael-Burkhard Piorkowsky

Dr. rer. pol., geb. 1947; Professor für Haushalts- und Konsumökonomik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn; Mitglied des Wissenschaftlichen Gutachtergremiums für die Erstellung des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung.
Anschrift: Universität Bonn, Meckenheimer Allee 174, 53115 Bonn. E-Mail: piorkowsky@uni-bonn.de

Veröffentlichungen u.a.: (Hrsg. zus. mit Irmhild Kettschau/Barbara Methfessel) Familie 2000. Bildung für Familien und Haushalte zwischen Alltagskompetenz und Professionalität. Europäische Perspektiven, Baltmannsweiler 2000; (zus. mit Stefanie Mündner) Kursbuch zur Armutsprävention und Milderung defizitärer Lebenslagen durch Stärkung von Haushalts- und Familienkompetenzen, Deutsche Gesellschaft für Hauswirtschaft, Aachen - Bonn 2002.


Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln