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1.6.2005

Zeit, Infrastruktur und Geld: Familienpolitik als Zukunftspolitik

Nachhaltige Familienpolitik kann nur erfolgreich sein, wenn sie unterschiedliche Präferenzen von Frauen und Männern widerspiegelt. Eine integrative Konzeption aus Zeitoptionen, Infrastrukturangeboten und Geldtransfers kann diesem Anliegen gerecht werden.

Einleitung



Nachhaltige Familienpolitik begründet ihren Anspruch auf Gestaltung der Rahmenbedingungen familiären Lebens mit dem Grundsatz, zukünftigen Generationen die gleichen Chancen zur Gestaltung eigener Lebensvorstellungen und Ziele zu ermöglichen, wie das für die jetzt aktive Generation der Fall ist.


Als Ziele einer nachhaltigen Familienpolitik nennt Bert Rürup die Sicherung einer ausreichenden Kinderzahl, um der Alterung der Gesellschaft vorzubeugen, und die Integration der Frauen in das Erwerbsleben, um einem antizipierten Mangel an Fachkräften entgegenwirken zu können.[1] Diese ökonomische Argumentation muss um einige demographische und familiensoziologische Argumente erweitert werden.


Dies ist schon deshalb notwendig, weil die geringe Geburtenrate in Deutschland nicht allein durch hohe Kinderlosigkeit erklärt werden kann. Eine Aufgliederung der Geburtenrate in ihre Anteile an ersten, zweiten, dritten und vierten Kindern macht deutlich, dass der Geburtenrückgang in Deutschland wie in den USA und vielen europäischen Ländern das Ergebnis des Verschwindens der Mehrkinderfamilie ist. Aus der folgenden Graphik wird ersichtlich, dass sowohl in den USA als auch in Deutschland 80 von 100 Frauen ein erstes Kind bekommen, die Kinderlosigkeit beträgt 20 Prozent. Jedoch entscheiden sich in den USA auch 50 von 100 Frauen für dritte und weitere Kinder, in Deutschland treffen diese Entscheidung nur halb so viele Frauen, was sich deutlich in der Geburtenrate TFR (=Totale Fruchtbarkeitsrate) widerspiegelt (vgl. Abb. 1 der PDF-Version).

Kinderwunsch



Diese Differenziertheit unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger Familienpolitik, unterschiedliche Lebensvorstellungen und Planungen zur Familiengründung und -erweiterung zu unterstützen. Jedoch ist der Kinderwunsch keine statische Größe, sondern abhängig von Lebensumständen und Zukunftsvorstellungen.


Die Hypothese, die Kinderlosigkeit sei Ergebnis gestiegener Opportunitätskosten und eine Senkung dieser Kosten führe automatisch zu einer Vergrößerung der Zahl der Frauen, die sich für Kinder entscheiden würden, entspricht der ökonomischen Argumentation zur Sicherung der Rente: Durch die Senkung der Kosten für die einzelne Arbeitsstunde wird eine Vergrößerung des Arbeitsangebots und damit eine Zunahme der Beitragszahler erhofft. Selbst wenn den Unternehmen zweckrationales Handeln hinsichtlich der Arbeitsangebote unterstellt wird, ist doch davon auszugehen, dass die Ausweitung des Arbeitsangebotes auch von den Zukunftserwartungen der Unternehmer abhängt.

Über die Zukunftserwartungen der jungen Erwachsenen sagt diese Theorie überhaupt nichts aus. Jedoch ist ohne eine Analyse und Begründung, warum die geänderten Opportunitätskosten die Zukunftserwartungen beeinflussen sollen, noch nicht einmal davon auszugehen, dass der bescheidene Effekt des Rückgangs der Kinderlosigkeit auf das niedrigere Niveau Frankreichs eintritt und dadurch eine Erhöhung der Geburtenrate um 0,1 Kinder auf durchschnittliche 1,5 Kinder pro Frau erwartet werden könnte.[2] Darüber hinaus führt eine solche Vergrößerung der Grundgesamtheit der Frauen, die sich für Kinder entscheiden, zu keiner Lösung des Strukturproblems der insgesamt zu kleinen deutschen Familien in Relation sowohl zu jenen in den USA wie zu jenen in den nordeuropäischen Ländern.

Folgt man nicht dieser Theorie, sondern den demographischen Analysen des US Bureau of Census zu den Ursachen der zunehmenden Kinderlosigkeit in den USA, wird deutlich, dass möglicherweise nicht die Opportunitätskosten das zentrale Problem sind, sondern ein Grundwiderspruch zwischen der Entwicklung des individuellen Humankapitals - gemeint ist das durch Bildung erworbene Leistungspotenzial eines Menschen - und der Entwicklung der Ressourcen für dieses Humankapital: Je mehr in die individuelle Bildung investiert wird, um so unwahrscheinlicher ist die Entscheidung für Kinder, insbesondere für mehrere Kinder. Nach den Zahlen des Mikrozensus, einer repäsentativen Erhebung durch das Bundesamt für Statistik, gilt das im Übrigen auch für Deutschland.

Bei genauerer Betrachtung der Kinderlosigkeit US-amerikanischer Frauen im Alter zwischen 40 und 44 Jahren und dem Vergleich mit Deutschland sind die Ausbildung und die erreichte Berufsposition die beiden zentralen Faktoren für die individuelle Entscheidung, ohne Kinder zu leben: Hoch qualifizierte Amerikanerinnen, die das akademische Ausbildungssystem durchlaufen haben, weisen mit 27 bis 30 Prozent eine Quote von Kinderlosigkeit auf, die sich in dieser Altersgruppe von Deutschland (mit etwa 27 Prozent) nur geringfügig unterscheidet (Vgl. Abb. 2 der PDF-Version).

Ähnliches gilt auch für die erreichte Berufsposition: Frauen in den höchsten Berufspositionen weisen auch die höchste Quote der Kinderlosigkeit auf, und zwar sowohl in den USA als auch in Deutschland.

Die Entwicklung persönlicher Bildungsvorstellungen und die Investitionen in das eigene Humankapital haben die Handlungsmöglichkeiten und Optionen im Lebensverlauf junger Erwachsener so ausgeweitet, dass sie zwischen unterschiedlichen Präferenzen wählen können. Der deutsch-US-amerikanische Vergleich zeigt, dass sowohl die Ausbildung als auch die erreichte Berufsposition die beiden zentralen Faktoren für die individuelle Entscheidung sind, ohne Kinder zu leben. Eine hoch qualifizierte Ausbildung, beruflicher Erfolg und die Zugehörigkeit zur obersten Einkommensgruppe scheinen nur dann erreichbar zu sein, wenn die berufliche Karriere in den Vordergrund gerückt wird und andere Optionen im Leben wie etwa Kinder zu haben geringer gewichtet werden. Solche Berufspositionen sind in der Regel nur nach härtestem Wettbewerb zu erreichen und die Entscheidung für oder gegen Kinder wird getroffen, wenn man beruflich etabliert ist.

Partnerlos und elternabhängig



Die Entscheidung für ein Kind als Teil der eigenen Zukunft hängt außerdem ganz entscheidend davon ab, ob man diese Zukunft zusammen mit einem Partner gestalten kann. Kinderlosigkeit ist in Deutschland auch das Ergebnis von Partnerlosigkeit oder der antizipierten Unsicherheit der Partnerschaft.[3] Die Ausdehnung der Bildungszeiten bei gleichzeitig weiter bestehender Verantwortlichkeit der Eltern für die ökonomische Existenzsicherung der Kinder bis zum Berufseintritt führt notwendigerweise dazu, dass eine gemeinsame Zukunft mit einem Partner und mit Kindern im Laufe dieser langen Bildungsphase zunehmend aus den Zukunftsoptionen der jungen Erwachsenen schwindet. Es ist plausibel nachvollziehbar, dass junge Erwachsene, die ökonomisch von ihren Eltern abhängig sind, teilweise noch bei ihnen wohnen und sich um ihre Qualifikationen kümmern, das Verhalten von Jugendlichen zeigen. Diese jungen Erwachsenen haben kaum die kurzfristige Aussicht, sich von den Eltern mit einem neuen Partner so abzugrenzen, dass sie unabhängig und selbständig eine Zukunft für sich und ihre Kinder planen können.

Das "Hotel Mama", Realität insbesondere für die jungen Männer, von denen ein großer Teil erst jenseits des 27. Lebensjahres aus dem Elternhaus auszieht, ist auch einem Unterhaltsrecht geschuldet, das die gesamte Ausbildungsphase der Kinder in die Verantwortung der Eltern legt. Der deutsche Staat betont bei den jungen Erwachsenen die Elternrechte vor allem deswegen, weil er dadurch Kosten spart. Nicht die jungen Erwachsenen selbst erhalten direkte Unterstützung, sondern die Eltern. Dahinter steht eine Vorstellung von Subsidiarität, die davon ausgeht, dass verwandtschaftliche Beziehungen bei Unterstützung und Hilfe letztlich immer der staatlichen Unterstützung voranzugehen haben. Die Konsequenz ist, dass das ökonomische Erwachsenwerden weiterhin an den Berufseintritt gebunden bleibt - mit der Folge, dass bei einer Ausdehnung der Zeit für die Investition in das Humankapital im ersten Drittel des Lebens die Zeit für die Familiengründung schwindet. Daher ist es auch wenig überzeugend zu hoffen, dass die jungen Erwachsenen schon während der Ausbildung Kinder bekommen.

Der Family Fertility Survey[4] von 1992 (jüngere Daten gibt es nicht) macht deutlich, dass das keine theoretischen Spekulationen sind, sondern empirische Fakten. Nach den Ergebnissen von Kathleen Kiernan geben 50 Prozent der befragten Frauen unter 26 in Deutschland an, keinen festen Partner zu haben, in Italien sind es sogar 60 Prozent, in Frankreich und in den nordeuropäischen Ländern jedoch nur 20 Prozent.[5] Offenbar nehmen die jungen Erwachsenen in den Ländern, in denen die ökonomische Verantwortung ausschließlich bei den Eltern liegt, Rücksicht auf die Ressourcen ihrer Eltern und binden sich später als in jenen Ländern, die mehr auf die Selbständigkeit der jungen Erwachsenen setzen. Dabei darf zudem nicht vergessen werden, dass die ökonomische Selbständigkeit einer Familie in der Regel auf zwei Einkommen basiert. Nicht nur der junge Mann, sondern auch die junge Frau muss zunächst eine eigene ökonomische Basis haben, um eine gemeinsame Zukunft planen zu können.

Frankreich und Finnland



Die Familienpolitik in Deutschland hat sich nicht mit der Frage auseinander gesetzt, welche Bedeutung Selbständigkeit und Unabhängigkeit von den Eltern für die Paarbildung und die gemeinsame Zukunftsplanung von jungen Erwachsenen haben. Während in Deutschland die berufliche Selbständigkeit das einzige Kriterium für den unabhängigen Erwachsenen ist, wird in Frankreich auch die Entscheidung für ein Kind als Kriterium von Selbständigkeit und Ablösung vom Elternhaus interpretiert. Wenn sich beispielsweise in Frankreich junge Erwachsene für Kinder entscheiden, jedoch keinen Arbeitsplatz haben, tritt hier die Familienkasse ein. Die Zahlung von Wiedereingliederungshilfen an Arbeitslose, die unter 25 Jahren sind, hängt davon ab, ob diese Kinder haben oder nicht.[6] Das französische System sieht die Kinder so lange in der ökonomischen Verantwortung ihrer Eltern, bis sie sich in ihrer eigenen Zukunftsplanung selbst für Kinder entscheiden. Man mag dies auch als eine Art Zwang interpretieren, aber aus französischer Sicht sind solche Maßnahmen neutral gegenüber den persönlichen Entscheidungen.

Helena Laaksonen hat den Übergang in das Erwachsenenalter in Finnland und Deutschland miteinander verglichen.[7] Sie kommt zu dem Urteil, dass Deutschland vor allem der Familie, das heißt den Eltern hilft; die jungen Erwachsenen hingegen bekommen staatliche Unterstützung nicht als Individuen, sondern nur als Mitglieder der Herkunftsfamilie. Auch wenn die nordeuropäischen Länder ähnlich wie Deutschland die soziale Bürgerschaft im Wesentlichen mit der Integration in den Arbeitsmarkt verknüpfen, sind ihre Leistungen viel stärker individuell auf die jungen Erwachsenen konzentriert und nicht als Unterstützung für die Eltern dieser jungen Erwachsenen gedacht. In Finnland beträgt das Höchstalter für den Bezug von Kindergeld 17 Jahre: Vor dem Gesetz endet die elterliche Fürsorge für ihre Kinder mit deren 18. Geburtstag. Doch wenn die Kinder studieren, sind die Eltern weiter mit für sie verantwortlich. Studenten bekommen eine Unterstützung als Teildarlehen; bei den Mitteln wird das eigene Einkommen geprüft und sie sind zeitlich limitiert. Die Unterstützung wird reduziert, wenn man mit 20 Jahren noch zu Hause wohnt. Das Wohngeld zielt besonders auf junge Haushalte mit 18- bis 28-Jährigen und auf Studenten ab. Die Arbeitslosenhilfe verringert sich für Personen, die noch im elterlichen Haushalt wohnen, und ist durch das Einkommen der Ehegatten limitiert. Die Sozialhilfe ist wie in Deutschland ein subjektives Recht, das abhängig von Einkommen und Vermögen berechnet wird, es werden aber nur die Mittel der Haushaltsmitglieder geprüft.

Der Unterschied des finnischen und französischen Systems zu dem in Deutschland liegt in der Tatsache, dass junge Erwachsene im System der sozialen Sicherung nicht allein als Kinder ihrer Eltern interpretiert werden und insofern Stipendien, Unterstützung für die Wohnung und andere Sozialleistungen nicht immer an das Einkommen und die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eltern gekoppelt werden, sondern im Grundsatz die Option erkennbar ist, jungen Erwachsenen so früh wie möglich die Chance zu geben, auf eigenen Füßen zu stehen.

Präferenzmodelle



Junge Erwachsene stellen jedoch keine in sich homogene Gruppe dar, und auch die Motive und Einstellungen von jungen Frauen unterscheiden sich deutlich von jenen junger Männer: Weibliche und männliche Lebensentwürfe sind verschieden. Schon Elisabeth Pfeil hat 1961 versucht, Mütter entsprechend ihren unterschiedlichen Motiven und Orientierungen für Beruf und Familie in verschiedene Gruppen einzuteilen, um zu verdeutlichen, dass es weder die einheitlich berufsorientierte Frau noch die einheitlich familienorientierte Hausfrau und Mutter gebe, sondern aufgrund individueller Lebensentscheidungen und Lebenserfahrungen höchst unterschiedliche Entscheidungen für ganz ausdifferenzierte Lebensmodelle.[8] Dieser Versuch, auf der Basis unterschiedlicher Werte und Einstellungen die Präferenzen von Frauen zu untersuchen, wurde damals kaum zur Kenntnis genommen, weil die Vorstellung von der "guten Mutter" als derjenigen, die sich nur um ihre Kinder kümmert, so dominant war, dass vorsichtige Differenzierungen dieses Modells keine Chancen hatten.

Politische Maßnahmen können jedoch nur dann eine Wirkung erzielen, wenn auch die Vielfalt weiblicher Lebensentwürfe berücksichtigt wird. Wir folgen im Wesentlichen Catherine Hakim von der London School of Economics, die fordert: "Fragt die Frauen".[9] Die Berücksichtigung von Präferenzen und Einstellungen ergibt differenzierte Lebensentwürfe. Hakim unterscheidet drei Lebensstile: ausschließlich berufsorientierte Frauen, familien- und haushaltsorientierte Frauen sowie "adaptive" Frauen, welche die Vereinbarkeit der beiden Lebenswelten Familie und Beruf wünschen.

Mit Hilfe von Daten des Familiensurveys lassen sich im Wesentlichen drei unterschiedliche Präferenzen hinsichtlich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf feststellen,[10] wie Hakim sie auch für England und Spanien darstellen konnte. Den größten Anteil mit 60 Prozent 1995 und 65 Prozent 2000 bildet die Gruppe der Frauen, die eine adaptive Lebensweise bevorzugen. Diese Frauen wollen im Grunde das Beste aus beiden Welten: Sie versuchen, Teilzeit zu arbeiten und zudem Arbeitszeit und Familienzeit so zu kombinieren, dass sich ihre Familienwerte und die Beziehungen zu ihren Kindern und anderen nahe stehenden Personen mit ihrer beruflichen Arbeit optimal vereinbaren lassen.

Die zweitgrößte Gruppe der berufsorientierten Frauen ist zwischen 1995 und 2000 von 26 auf 21 Prozent etwas zurückgegangen. Das ist im Wesentlichen auf die Entwicklung in Ostdeutschland zurückzuführen, wo das adaptive Modell deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Ausschließlich berufsorientierte Frauen stellen damit trotz des gestiegenen Bildungsniveaus und der Integration der Frauen in professionelle Berufe auch heute noch eine Minderheit dar. Genau genommen ist der Ausdruck "berufsorientiert" unkorrekt, da der Lebensschwerpunkt dieser Frauen (und auch vieler Männer) lediglich ein anderer ist als Mutterschaft und Familienleben und daher auch Frauen, die ihren Lebenssinn im Sport, in der Politik oder in der Kunst sehen, in diese Gruppe fallen. Wenn diese Frauen Kinder bekommen, ändern sie auf keinen Fall ihre Prioritäten, sie organisieren die Kinderbetreuung dann größtenteils außer Haus (vgl. Abb. 3 der PDF-Version).

Als home-centred bezeichnet Hakim Frauen, die sich für ein privates, familiäres Leben außerhalb der Öffentlichkeit und der beruflichen Sphäre entscheiden. Nach den Daten des Familiensurveys haben 14 Prozent der Frauen in Deutschland diese Präferenz, während diese Orientierung bei Männern faktisch nicht vorkommt. Auch dieser Lebensstil ist in allen sozialen Schichten anzutreffen. Familien- bzw. haushaltsorientierte Frauen vermeiden es, außerhalb der Familie zu arbeiten, solange keine finanziellen Probleme auftreten. Sie investieren jedoch nicht unbedingt weniger in ihre Qualifikationen und nutzen das Bildungssystem auch als Heiratsmarkt. Bei dieser Gruppe von Frauen spielen nicht nur die Kinder in der Lebensplanung eine große Rolle, sondern auch der Haushalt als Teil der eigenen Lebens- und Zukunftsgestaltung.

Vollzeit, Teilzeit, Hausfrau



Beim Vergleich dieser Präferenzmodelle mit dem tatsächlichen Verhalten zeigen sich deutliche Diskrepanzen. Daten des Mikrozensus ergeben, dass in Deutschland weniger Frauen in Teilzeit und mehr Frauen in Vollzeit bzw. als Hausfrau beschäftigt sind, als es das Präferenzmodell vermuten lässt.[11] Wir haben bei unserer Analyse nur Frauen mit Kindern unter 15 Jahren betrachtet. Es zeigt sich, dass der gewählte Arbeitstyp stark variiert in Abhängigkeit vom höchsten erreichten Schulabschluss, vom Einkommen sowie vom Lebensalter und der Anzahl der Kinder. So sind Frauen mit Hochschulreife deutlich häufiger Vollzeit beschäftigt und seltener Hausfrau als Frauen mit Hauptschulabschluss. Mit steigenden Pro-Kopf-Familien-Nettoeinkommen sinkt der Anteil der Hausfrauen. Das Alter der Kinder ist insofern bedeutsam, als dass Frauen mit Kindern unter drei Jahren doppelt so häufig zu Hause sind wie Frauen mit Kindern im Schulalter zwischen sechs und 15 Jahren. Die jeweilige Veränderung zwischen den drei Präferenzen, der Abnahme der Bedeutung der Hausfrauenrolle, vollzieht sich immer in Richtung auf eine Teilzeit-, nicht aber eine Vollzeittätigkeit. Mit zunehmender Kinderzahl steigt der Anteil der "home-centred"-Frauen erwartungsgemäß deutlich an.

Diese Ergebnisse stimmen recht genau mit Befunden aus Großbritannien überein. Denn auch in den Untersuchungen von Catherine Hakim präferierte die größte Gruppe,[12] nämlich etwa 60 Prozent der befragten Mütter, ein Modell, das ihnen die Gestaltung ihrer Erwerbstätigkeit in Abhängigkeit vom Lebensalter der Kinder ermöglichte. Die subjektiven Entscheidungen für unterschiedliche Lebensstile müssen von Staat und Gesellschaft akzeptiert werden. Eine nachhaltige Familienpolitik, die in ihrer Grundstruktur nicht auf diese unterschiedlichen Präferenzen mit unterschiedlichen Optionen reagiert, wird bestimmte Gruppen von Frauen und Müttern nicht erreichen. Die Reaktionen der verschiedenen Frauen auf familienpolitische Maßnahmen fallen entsprechend ihrer Präferenzen sehr unterschiedlich aus. Während berufsorientierte Frauen empfänglich für alle Maßnahmen sind, die ihre beruflichen Orientierungen und Entfaltungsmöglichkeiten unterstützen, profitieren familien- und haushaltsorientierte Frauen von Familien- und Sozialpolitiken. Die "adaptiven" Frauen sind offen für alle Formen von Zeit- und Infrastrukturpolitik, die ihnen helfen, die beiden Lebensbereiche Familie und Erwerbstätigkeit besser miteinander zu vereinbaren. Auch sind sie ein besonderer Adressat für eine Politik, welche die Benachteiligungen, die sich aus solchen adaptiven Lebensentwürfen ergeben, aufhebt oder doch zumindest mindert. Nur ein intelligenter Mix aus Zeitoptionen, Infrastrukturangeboten und Geldtransfers kann diesen unterschiedlichen Lebensentwürfen gerecht werden.

Henriette Engelhardt, Tomas Kögel und Alexia Prskawetz weisen ganz im Sinne der hier formulierten Perspektive einer nachhaltigen Familienpolitik darauf hin, dass in den Ländern, in denen die Präferenzen und Lebensvorstellungen der betroffenen Frauen und Männer Teil der Familienpolitik geworden sind, auch die Inkompatibilitäten zwischen den beruflichen Anforderungen und den familiären Verpflichtungen geringer geworden sind.[13]

Es stellt sich auch die Frage, ob man nicht auf Dauer die Aufgaben von Frauenbeauftragten zu Elternbeauftragten erweitert und so betriebs- und aufgabenspezifisch auch Lösungen erarbeitet, die dazu geeignet sind, die antizipierten Nachteile zu vermindern. Das kann Unterstützung bei der Karriereplanung sein oder auch die Verbesserung der Kinderbetreuung, das kann die Flexibilisierung der Arbeitszeitorganisation sein oder die Hilfe bei der Jobsuche für den Partner bei erwarteter Mobilität - dies alles ist im Wesentlichen eine betriebliche Angelegenheit des Personalmanagements. Erst wenn das Gefühl entsteht, dass Kinder kein Nachteil in der eigenen Lebensplanung sind, wird die Entscheidung für Kinder getroffen werden. Da der Staat aber gerade bei den Hoch- und Höchstqualifizierten das Ausbildungsmonopol hat, ist er in diesem Fall besonders gefordert. Man kann die deutschen Universitäten daraufhin untersuchen, was sie für die Vereinbarkeit von Studium und Familiengründung oder für eine familienfreundliche Karriereplanung ihrer Nachwuchswissenschaftler tun.

Es ließe sich natürlich auch die These vertreten, dass solche Präferenzen, wenn sie in der Familienpolitik berücksichtigt werden, zwar den unterschiedlichen Lebensvorstellungen von Frauen gerecht werden, aber im Sinne einer nachhaltigen Familienpolitik keine Effekte zu erwarten sind, weil beispielsweise die Entscheidung für ein Kind oder aber für mehrere Kinder weder von dem tatsächlichen Arbeitsmarktverhalten noch von diesen Präferenzen abhängig ist. Das ist aber nicht der Fall. Vergleicht man die realisierte Kinderzahl der voll erwerbstätigen Frauen mit der von Frauen in Teilzeit und der von nicht erwerbstätigen Frauen auf der Basis des Mikrozensus, so bestätigen sich Hakims Annahmen: Frauen mit einer adaptiven Lebenskonzeption realisieren ähnlich wie Hausfrauen eine höhere Kinderzahl als voll erwerbstätige Frauen. Die in Vollzeit erwerbstätigen Frauen haben eine Geburtenrate von 0,9 Kindern pro Frau und die Kinderlosigkeit ist mit 48 Prozent extrem hoch. Von den in Teilzeit oder nicht erwerbstätigen Frauen sind hingegen nur zwischen 15 und 20 Prozent kinderlos, ihre Geburtenrate beträgt rund 1,6 Kinder pro Frau.[14] Grafik von der Redaktion eingefügt.

Die internationale Diskussion zur Frage des Einflusses der Erwerbstätigkeit auf die Geburtenentwicklung ist für Deutschland eindeutig zu beantworten: Unter den gegenwärtigen Bedingungen führt Vollerwerbstätigkeit in der Regel zu weniger Kindern. Das gilt im Übrigen auch für Großbritannien.[15] Die Geburtenrate der heute 40- bis 44-jährigen Frauen wäre um 0,1 Kinder pro Frau höher, wenn diese entsprechend ihren Präferenzen häufiger das adaptive Modell verwirklicht hätten.[16] Wir müssen jedoch auch davon ausgehen, dass es auf Dauer einen signifikanten Anteil von jungen Männern und Frauen geben wird, die sich nicht für Kinder entscheiden, weil sie als "Berufsmenschen" andere Lebensziele für nicht so wichtig erachten. Zur Reduktion der Kinderlosigkeit auf das Niveau von Frankreich benötigen wir also Modelle, die adaptive Lebensstile ebenso ermöglichen wie die Realisierung von Kinderwünschen bei voll erwerbstätigen Frauen, wie aber auch die gesellschaftliche Akzeptanz der Frauen und Mütter, die ihren Lebenssinn in der Familie und im Haushalt finden.

Szenarien der Geburtenentwicklung



Weil wir die zukünftigen Lebensvorstellungen und Entscheidungsgrundlagen junger Erwachsener für Kinder nicht kennen können und anders als bei wirtschaftswissenschaftlichen Prognosen auch kaum Aussagen über die Rationalität solcher personaler Entscheidungen zur Grundlage machen können, ist eine Kalkulation unterschiedlicher Geburtenraten auf der Basis unterschiedlicher Annahmen, die sich aus der bisherigen Argumentation ergeben, notwendigerweise spekulativ. Wir haben verschiedene Szenarien berechnet, um deutlich zu machen, dass eine Familienpolitik, die nicht versucht, unterschiedliche Maßnahmen zu kombinieren, mit einiger Wahrscheinlichkeit nur einen sehr begrenzten Effekt auf die Geburtenentwicklung haben kann. Hingegen vermuten wir, wenn auch mit der gebotenen Vorsicht, dass ein "Policy Mix" aus unterschiedlichen Strategien erfolgreicher sein wird.

So hätte ein Vorziehen der Geburten um ein Jahr durchaus Effekte auf die Entwicklung der Geburtenrate (TFR) und ließe sie im Jahr 2017 auf 1,43 Kinder pro Frau anwachsen. Ab 2037 würde sich die Geburtenrate jedoch wieder bei 1,34 Kindern pro Frau einpendeln, da die Frauen in der Summe die Zahl ihrer Kinder nicht vergrößern (Szenario 2). Berechnungen von Hans-Peter Kohler ergeben jedoch, dass ein Vorziehen des Geburtenalters die Geburtenrate des jeweiligen Altersjahrgangs um drei Prozent anhebt (Szenario 3).[17] Im vierten Szenario nehmen wir an, dass das Aufschieben der Geburten sofort beendet würde. Bevölkerungswissenschaftler sprechen hier vom so genannten "Tempoeffekt", der die Geburtenziffern in ganz Europa negativ beeinflusst. Das durchschnittliche Alter der deutschen Mütter bei Geburt ihrer Kinder verschob sich zwischen den Jahren 2001 bis 2003 jährlich um 0,1 Jahre (2001: 29,7 Jahre; 2002: 29,8 Jahre; 2003: 29,9 Jahre). Wir folgen den Annahmen von Wolfgang Lutz u.a., nach deren Berechnungen eine Erhöhung des Durchschnittsalters bei der Geburt um 0,1 Jahre die Geburtenrate um 0,19 Kinder senkt. Folglich berechnen wir Abbildung 4: TFR unter Zeit-Szenario Quelle: Daten für 2003: Statistisches Bundesamt, Altersspezifische Geburtenziffern 2003, Altersjahrmethode/eigene Berechnungen. eine Zunahme der TFR um 0,19, das Aufschieben der Geburten in Deutschland käme zu einem sofortigen Ende. Das fünfte Szenario verbildlicht den Verlauf der TFR unter der Annahme eines sofortigen Stopps des Geburtenaufschubs sowie eines schrittweisen Vorziehens des Alters von Müttern bei Geburt ihrer Kinder um ein Jahr und einer dadurch ausgelösten höheren Kohortenfertilität (Geburtenrate eines Jahrgangs) von 3 Prozent. Dieses "Top-Szenario" würde zu einem Anstieg der Geburtenrate auf 1,64 Kinder pro Frau im Jahr 2017 und ab 2037 zu einer konstanten Geburtenrate von 1,57 Kindern pro Frau führen.

Jedoch gehen wir nicht davon aus, dass durch familienpolitische Maßnahmen eine Kumulation aller Effekte erreicht werden kann. Es ist völlig unrealistisch anzunehmen, dass eine geringere Kinderlosigkeit, mehr Mehrkinderfamilien, mehr Teilzeit arbeitende Frauen und eine frühere Geburt der Kinder dazu führen, dass die einzelnen recht geringen Effekte von 0,1 bis 0,2 sich auf Dauer addieren und die Geburtenrate auf über 2 erhöhen. Wir haben diese Szenarien durchgerechnet, um deutlich zu machen, dass eine Familienpolitik, die sich nur auf eine Maßnahme konzentriert, nur sehr geringe Effekte hervorrufen kann, während eine integrative Konzeption möglicherweise doch dazu beitragen kann, dass sich Deutschland wieder dem europäischen Durchschnitt annähert.

Das gesellschaftliche Interesse an einer solchen Politik sollte aber nicht damit begründet werden, dass nur auf diese Weise unsere Alterssicherungssysteme auf Dauer gesichert werden können. Vielmehr liegt das gesellschaftliche Interesse an einer nachhaltigen Familienpolitik, die sich auch mit Fragen der Geburtenentwicklung befasst, gerade darin, dass Gesellschaften ohne Kinder nicht zukunftsfähig sind. Ohne Kinder reduziert sich die Zukunftsperspektive einer Gesellschaft auf 30 bis 40 Jahre, nämlich auf die Lebenszeit der aktiven Bevölkerung. In dieser Zukunftsfähigkeit treffen sich gesellschaftliche Interessen und die Interessen von Paaren, die ihre eigene individuelle Zukunft mit Kindern gestalten wollen.

"Ask the women!"



Die Entscheidung darüber, ob die unterschiedlichen Präferenzen für Lebensführungen von Frauen auch gesellschaftlich berücksichtigt werden, ist letztlich eine Frage der politischen Diskussion. Unter der Perspektive einer nachhaltigen Familienpolitik gibt es aber eine ganze Reihe von Gründen und auch Strategien, die dafür sprechen, die Formel von Hakim - "Fragt die Frauen!" - auch politisch ernst zu nehmen. Denn man kann davon ausgehen, dass junge Erwachsene, die sich auf der Basis persönlicher Motive und gemeinsamer Zukunftsvorstellungen mit ihrem Partner für eine selbst verantwortliche Elternschaft entscheiden, diese von ihnen übernommene Verantwortung für Kinder dann am besten realisieren können, wenn sie die Lebensvorstellungen, die sie sich hinsichtlich ihrer privaten Lebensführung und Elternschaft gemacht haben, auch umsetzen können. Aus einer politischen Perspektive heißt das allerdings, dass Staat und Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen Familienpolitik zumindest versuchen, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass solche individuellen Optionen auch umgesetzt werden können. Die Legitimation für entsprechende politische Maßnahmen liegt aus unserer Sicht nicht darin, Geburtenraten in die eine oder andere Richtung zu beeinflussen.

Mix aus Zeitpolitik, Geldtransfers und Infrastruktur



Ohne Frage hat eine solche nachhaltige Familienpolitik nur dann eine Chance, diese Rahmenbedingungen zu schaffen, wenn die verschiedenen Instrumente familienpolitischen Handelns die unterschiedlichen Präferenzen reflektieren. Wir haben schon weiter oben darauf hingewiesen, dass insbesondere die Zeitpolitik, welche sowohl die Organisation von Lebensverläufen wie auch der täglichen Arbeitszeit betrifft, als eine gemeinsame Aufgabe von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften anzusehen ist. So lässt sich sicherstellen, dass solche - insbesondere adaptiven - Lebensmodelle gelebt werden können und dabei nicht zu beruflichen Nachteilen im Lebensverlauf führen, weil die Arbeitswelt an dem männlichen Normallebensentwurf festhält.

Wir sind auch der Meinung, dass die Einführung eines Elterngeldes als Lohnersatz sowohl das Modell der Vollerwerbstätigkeit wie aber auch das Modell der adaptiven Lebensführung positiv unterstützen kann. Denn in einem Modell des Elterngeldes als Lohnersatz wird deutlich gemacht, dass die Entscheidung, sich für eine bestimmte Zeit verantwortlich um das eigene Kind zu kümmern, aus gesellschaftlicher Sicht genauso wichtig ist wie der Beruf, der gerade ausgeübt wird. Ein solches Elterngeld macht aber auch deutlich, dass diejenigen, die eine persönliche Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, deswegen nicht auf ihre eigene ökonomische Selbständigkeit verzichten müssen. Private Verantwortung für die Kinder in unserer Gesellschaft heißt nicht, sich nun in die ökonomische Abhängigkeit vom Partner zu begeben, nur weil die Frau einen anderen Lebensentwurf als den männlichen präferiert und lebt. Dass die nordeuropäischen Staaten, die das Elterngeld eingeführt haben, auf diese Weise auch das Problem der Kinderarmut viel besser lösen als Deutschland, sei nur am Rande vermerkt, denn bei der Zahlung eines Elterngeldes ist die Hilfe zum Lebensunterhalt keine wirkliche Option der Lebensgestaltung.

Wenn es darüber hinaus gelingt, dass Kommunen und Betriebe Kinderbetreuungseinrichtungen und Infrastruktur für Kinder so entwickeln und gleichzeitig auch die betriebliche Alltagsorganisation so strukturieren, dass die Lebensbedürfnisse von Kindern und die Lebensvorstellungen der Eltern hier Unterstützung finden, dann kann erwartet werden, dass voll erwerbstätige und adaptive Lebensmodelle realisiert werden können. Grafik von der Redaktion eingefügt.

Fußnoten

1.
Vgl. Bert Rürup/Sandra Gruescu, Nachhaltige Familienpolitik im Interesse einer aktiven Bevölkerungsentwicklung. Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2003.
2.
Eigene Berechnungen auf der Basis Mikrozensus 2000, CTFR 40- bis 44-Jährige unter der Annahme, dass die ehemals Kinderlosen sich dem Geburtenverhalten der heutigen Mütter anpassen.
3.
Vgl. Jan Eckhard/Thomas Klein, Kinderwunsch, Kinderzahl und Kinderlosigkeit von Männern. Eine Sonderauswertung des Familiensurveys, Heidelberg 2004; Media-Forschung und -Service, Gründe für den Verzicht auf (weitere) Kinder. Mehr Kinder. Mehr Leben. Ergebnisse der forsa-Befragung 2004.
4.
FFS ist die Abkürzung für Fertility and Family Surveys - ein 1988 initiiertes Projekt, das mit finanzieller Unterstützung des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in den Mitgliedsländern der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UN/ECE) durchgeführt und vom Referat für Bevölkerungsfragen der UN/ECE (PAU) koordiniert wird. Gemäß der Aufgabenstellung der UN/ECE richtet sich das Interesse dabei besonders auf die Situation der zentral- und osteuropäischen Länder, die sich im volkswirtschaftlichen Übergang befinden.
5.
Vgl. Kathleen Kiernan, European Perspectives on Union Formation, in: Linda Waite/Christine Bachrach/Michelle Hindin/Elizabeth Thomson/Arland Thornton (Hrsg.), The Ties That Bind. Perspectives on Marriage and Cohabition, New York 2000.
6.
Vgl. Gerhard Deter, Französische Familienpolitik. Funktion und Arbeitsweise der Caisse Familiale in Frankreich, in: Konrad-Adenauer-Stiftung "Auslandsinformationen", 7 (2003), S. 76 - 126. Anmerkung der Redaktion: Zu den Familienkassen siehe auch den Beitrag von C. Katharina Spieß und Katharina Wrohlich in dieser Ausgabe.
7.
Vgl. Helena Laaksonen, Young Adults in changing Welfare States. Prolonged Transitions and Delayed Entries for Under-30s in Finnland, Sweden and Germany in the '90s. Arbeitspapiere - Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung, 12, 2000.
8.
Vgl. Elisabeth Pfeil, Die Berufstätigkeit von Müttern. Eine empirisch-soziologische Erhebung an 900 Müttern aus vollständigen Familien, Tübingen 1961.
9.
Catherine Hakim, Work-Lifestyle Choices in the 21th Century. Preference Theory, Oxford 2000.
10.
Vgl. Hans Bertram (Hrsg.), Die Familie in Westdeutschland. Stabilität und Wandel familialer Lebensformen, DJI Familiensurvey 1, Opladen 1991; ders. (Hrsg.), Das Individuum und seine Familie. Lebensformen, Familienbeziehungen und Lebensereignisse im Erwachsenenalter, DJI Familien-Survey 4, Opladen 1995; Walter Bien/Richard Rathgeber, Die Familie in der Sozialberichterstattung. Ein europäischer Vergleich, DJI Familiensurvey 8, Opladen 2000.
11.
Eigene Berechnungen auf Basis des Mikrozensus 2000.
12.
Vgl. Catherine Hakim, Models of the Family in Modern Societies. Ideals and Realities, Ashgate 2003.
13.
Vgl. Henriette Engelhardt/Tomas Kögel/Alexia Prskawetz, Fertility and women's employment reconsidered: a macro-level time series analysis for developed countries, 1960 - 2000, in: Population Studies, 58 (2004) 1, S. 109 - 200.
14.
Eigene Berechnungen auf Basis des Mikrozensus 2000, N = 18 128.
15.
Vgl. C. Hakim (Anm. 12).
16.
Eigene Berechnungen auf Basis des Mikrozensus 2000.
17.
Zit. nach Wolfgang Lutz/Vegard Skirbekk, How would "tempo policies" work? Exploring the Effekt of School Reforms on period fertility in Europe, European Demography Research Papers, Vienna Institut of Demography of the Austrian Academy of Sciences, Wien 2004.

Hans Bertram, Wiebke Rösler, Nancy Ehlert

Zur Person

Hans Bertram

Prof. Dr. phil. habil., geb. 1946; Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin
E-Mail: hbertram@sowi.hu-berlin.de


Zur Person

Wiebke Rösler

Dipl.-Sowi., geb. 1979; DFG-Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin
E-Mail: wiebke.roesler@rz.hu-berlin.de


Zur Person

Nancy Ehlert

Dipl.-Sowi., geb. 1974; wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität zu Berlin.
E-Mail: nancy.ehlert@rz.hu-berlin.de


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