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22.6.2006

Lebenslagen und Chancen von Kindern in Deutschland

Im Beitrag wird ein Vergleich zwischen armen und nicht-armen Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit angestellt. Ein Perspektivenwechsel im Sinne einer kindbezogenen Armutsprävention ist dringend erforderlich.

Einleitung



Parallel zu dem sich in Deutschland seit vielen Jahren abzeichnenden demographischen Wandel vollzieht sich eine andere, ebenfalls seit langem sichtbare Entwicklung: die Zunahme der Familien- und damit auch Kinderarmut.

Wir erleben heute, wie die immer weniger werdenden Kinder einem immer höheren Armutsrisiko unterliegen - ein Anachronismus. Sind dabei Kinder per se ein Armutsrisiko für Familien oder sind sie es, weil Familien am stärksten von gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen negativ betroffen sind? Die Antwort lautet: Sowohl als auch. Im Weiteren ist der Blick auf die Lebenslagen von Kindern - das heißt der unter 10-Jährigen - gerichtet, und diese werden kindbezogen beschrieben. Folie dafür sind Ergebnisse der deutschen Armutsforschung.

Immer mehr, aber nicht alle Kinder in Armut



Zum Ausmaß: Bereits in den neunziger Jahren wurde der Begriff der "Infantilisierung der Armut"[1] geprägt. Heute, nach mehr als einer Dekade, muss von einer Verstetigung des Phänomens gesprochen werden: Kinder sind nach wie vor die am häufigsten von Armut betroffene Altersgruppe. Nach amtlicher Statistik lebten Ende 2004 rund 1,12 Millionen Minderjährige von Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe); dies entspricht 7,5 Prozent aller Mädchen und Jungen unter 18 Jahren in Deutschland. Dabei sind Nicht-Deutsche mehr als doppelt so häufig betroffen (6,5 Pronzent deutsch vs. 16,1 Prozent nicht-deutsch). Mitte des Jahres 2005 bezogen rund 1,7 Millionen unter 15-Jährige Sozialgeld (rund 13,1 Prozent dieser Altersgruppe). Die Quote der von relativer Einkommensarmut gemäß EU-Definition betroffenen Mädchen und Jungen liegt je nach Operationalisierung zwischen 13 und 19 Prozent.[2] Je nach Region und Ort variieren die Quoten mit zunehmender Tendenz. In ostdeutschen Kommunen, aber auch in westdeutschen Großstädten und Ballungsräumen ist je nach Altersgruppe jeder siebte bis dritte Minderjährige betroffen. Das höchste Risiko haben Kinder im Vor- und im Grundschulalter - in der Altersphase mit dem größten Potenzial zur Herausbildung individueller Ressourcen und Kompetenzen.

Als Ursachen von Armut bei Erwachsenen gelten (Langzeit-)Erwerbslosigkeit und Erwerbstätigkeit auf niedrigem Zeitniveau undmit Niedriglohn. Zudem gewinnen die "working poor" an Bedeutung.[3] Weiterhin sind Trennung und Scheidung sowie Überschuldung zu nennen. Noch selten wird - und wenn, dann mit Bezug zur Problematik "Frauenarmut" - die nicht oder nur gering entlohnte Haus-, Pflege-, Erziehungs- und Sorgearbeit diskutiert.[4] Dem Risiko der Armutsbetroffenheit wiederum unterliegen die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen in unterschiedlicher Weise. Bezogen auf Minderjährige sind Kinder aus Familien mit einem der oben genannten Erwerbstatus, mit Migrationshintergrund, aus Ein-Eltern-Familien sowie aus Familien mit drei und mehr Kindern überdurchschnittlich armutsgefährdet. Ebenso sind Kinder, die in Großstädten und sozial segregierten Quartieren leben, gefährdeter als jene, die in ländlichen Räumen zu Hause sind.

Lebenslagen von Kindern



Das Spektrum möglicher Lebenslagen von Kindern zeigt sich im Alltag dergestalt: Unter 15-jährige Sozialgeldempfänger und -empfängerinnen gemäß SGB II haben einen Anspruch auf eine Regelleistung von 209 Euro monatlich.[5] Ihr Bedarf für Ernährung und Getränke ist darin mit 2,38 Euro pro Tag kalkuliert (72,40 Euro im Monat). Das steuerfrei zu stellende Existenzminimum von Minderjährigen lag 2005 bei 304 Euro im Monat. Umgekehrt ist die heutige Kinder- und Jugendgeneration finanziell sehr gut ausgestattet. 10- bis 17-Jährige verfügten 2005 über rund 47 Euro Taschengeld im Monat. Im Durchschnitt gaben sie davon 39 Euro aus, größtenteils für Kleidung (25 Euro). Es folgten Ausgaben für Schuhe (24 Euro), Ausgehen (19 Euro) und das Handy (18 Euro). Begehrt waren weiterhin Computer-Software (13 Euro), Unterhaltungsmedien wie CDs, DVDs (9 Euro) und Fast Food (7 Euro). Durchschnittlich sparten sie 1 000 Euro im Jahr. Kinder und Jugendliche sind also für die Wirtschaft eine wichtige und entsprechend heiß umworbene Konsumentengruppe, verfügen sie doch jährlich über rund 5,5 Milliarden Euro Einnahmen sowie weitere 4 Milliarden Euro Sparguthaben.[6] Die Zahlen bilden nicht nur die finanziellen Ressourcen ab, sie verweisen vor allem auf das ungleiche Fundament der Lebensgesamtchancen.

Der Terminus Lebenslage bezeichnet die Lebenssituation von Menschen in biologischer, psychischer und sozialer Hinsicht. Mit diesem Begriff lässt sich - anders als mit verwandten Begriffen wie Soziallage oder Lebensstandard - umfassender und ganzheitlicher erfassen, was das Leben eines Menschen ausmacht. So bezeichnet Gerhard Weisser die Lebenslage als den Spielraum, den die äußeren Umstände dem Einzelnen nachhaltig zur Erfüllung seiner jeweiligen unmittelbaren und mittelbaren Interessen geben. Dabei geht es um sozioökonomische Größen und um "Grade des Wohlbefindens", genauer: um die Qualität von Chancen, zu Wohlbefinden zu gelangen. Weiterhin ist die Erfüllung von menschlichen "Grundanliegen" gesellschaftliches und politisches Ziel. In diesem Sinne versteht Ingeborg Nahnsen "Lebenslage als Lebensgesamtchance" des Einzelnen. Individuelle Interessenentfaltung und -realisierung werden durch die quantitative und qualitative Beschaffenheit und die Ausgestaltung verschiedener Lebenslagebereiche - wie Versorgung, soziale Kontakte, Bildung, Regeneration und Partizipation - abgesteckt. Das bedeutet, dass die (Handlungs-)Spielräume der Subjekte dadurch vorstrukturiert werden.

Bezogen auf Kinder haben Karl Chassé, Margherita Zander und Konstanze Rasch das Spielraumkonzept auf der Basis empirischer Forschungen weiterentwickelt.[7] Bei der Bezugnahme auf die kindliche Lebenslage gilt es einerseits zwischen unterschiedlichen Arten von Bedürfnissen zu unterscheiden und andererseits danach zu fragen, aus welcher Perspektive (Erwachsene oder Kinder) sie formuliert werden bzw. definiert sind. Bei der Übertragung ist wichtig, dass alle Dimensionen von Lebenslagen, die für Erwachsene eine Rolle spielen, auch für Kinder eine eigenständige Bedeutung haben. Zu beachten ist, dass die verschiedenen Dimensionen aus der Wahrnehmung und der Perspektive der Kinder andere Ausprägungen haben und teilweise eine andere Gewichtung erfahren.

Armut hat schon früh ein Kindergesicht



Während sich das zuvor genannte Autorenteam auf das Spektrum der Möglichkeiten und Chancen von Kindern konzentriert, befassen sich die Autorinnen und Autoren der AWO-ISS-Studien[8] mit dem Vergleich der Lebenslage armer und nicht-armer Kinder und analysieren, wie stark die materielle Situation der Familie die kindliche Situation beeinflusst. Verdienst der Arbeit ist es, einen kindbezogenen Ansatz innerhalb der deutschen Armutsforschung entwickelt und zugleich die Armutswirkung bis zum Ende der Grundschulzeit erfasst zu haben. Das Basiskonzept (vgl. Abbildung 1 der PDF-Version) mit seiner Kombination aus Ressourcen- und Lebenslagenansatz, der Zweiteilung in arm und nicht-arm, der Aufgliederung in vier kindbezogene Lebenslagedimensionen (materielle Grundversorgung, gesundheitliche, kulturelle und soziale Lage) sowie der daraus abgeleiteten drei kindbezogenen Lebenslagetypen (Aufwachsen im Wohlergehen, Aufwachsen in Benachteilung oder Aufwachsen in multipler Deprivation)[9] ermöglicht es, Armut[10] bei Kindern - oder genauer, die Folgen von familiärer Einkommensarmut für Kinder - in ihrem ganzen Umfang sichtbar werden zu lassen. Nachfolgend werden zentrale Ergebnisse der genannten Studie referiert.

Kinder im Alter von sechs Jahren

Die Frage des Zusammenhangs zwischen Armut und konkreter kindlicher Lebenslage ist vor allem aus zwei Gründen von großem Interesse: zum einen, weil frühzeitig erkannte Einschränkungen mit geringerem Aufwand aufgefangen werden können; zum anderen, weil die in diesem Alter kaum vorhandenen (Problem-)Bewältigungsmöglichkeiten nicht nur den Eltern, sondern auch der Gesellschaft eine hohe Verantwortung für die Förderung der kindlichen Entwicklung aufgeben.

Es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen der materiellen Lage der Familie und der Lebenslage des Kindes - erwartungsgemäß schneiden arme Kinder in allen vier untersuchten Lebenslagedimensionen schlechter ab (vgl. Tabelle 1 der PDF-Version). Dennoch leiden auch Vorschulkinder aus nicht-armen Familien zum Teil unter vielfältigen Einschränkungen: Mehr als jedes dritte arme Kind, aber auch etwa jedes siebte nicht-arme gehörte zur Gruppe der multipel deprivierten Kinder (30,7 Prozent vs. 19,7 Prozent).

Zur materiellen Grundversorgung: Rund 40 Prozent der armen gegenüber ca. 15 Prozent der nicht-armen Kinder waren mangelhaft versorgt. Am deutlichsten äußerte sich familiäre Armut im verspäteten und unregelmäßigen Zahlen von Essensgeld und sonstigen Beiträgen für Aktivitäten in den Tageseinrichtungen für Kinder (KiTa). Häufiger kamen arme Kinder hungrig in die Einrichtung und/oder dem Kind fehlte die körperliche Pflege. Relativ selten dagegen zeigte sich ein Mangel an notwendiger Kleidung.

Zur kulturellen Lage: Mehr als die Hälfte der armen Kinder waren im Hinblick auf ihr Spiel- und Sprachverhalten auffällig, knapp die Hälfte hinsichtlich ihres Arbeitsverhaltens (darunter fallen Indikatoren wie: Das Kind beginnt schnell mit gestellten Aufgaben, ist geschickt im Umgang mit Materialen, setzt die gestellten Aufgaben zügig und sorgfältig um usw.). Arme Kinder wurden nicht nur insgesamt häufiger als nicht-arme vom Schulbesuch zurückgestellt, sondern sie hatten auch bei vergleichbarer Ausgangslage bzw. dem gleichen Maß an "Auffälligkeiten" geringere Chancen eines regulären Übertritts in die Regelschule als nicht-arme Kinder. "Nur" 69 Prozent der armen, aber rund 88 Prozent der nicht-armen Kinder wurden altersbezogen regulär eingeschult.

Zur sozialen Lage: Die armen Kinder suchten weniger häufig den Kontakt zu anderen Kindern in der KiTa, nahmen weniger aktiv am Gruppengeschehen teil und äußerten seltener ihre Wünsche. Zugleich war eine beginnende Ausgrenzung zu beobachten: So wurden arme Kinder häufiger als nicht-arme Kinder von den anderen Kindern in der KiTa gemieden.

Zur gesundheitlichen Lage: Auch hier wiesen die armen Kinder öfter Einschränkungen bzw. Auffälligkeiten auf. Der Unterschied ist aber im Vergleich zu den anderen drei Lebenslagedimensionen am geringsten ausgeprägt. Arme hatten häufiger als nicht-arme Kinder gesundheitliche Probleme bzw. waren in ihrer körperlichen Entwicklung zurückgeblieben.

Armut führt bei Kindern diesen Alters nicht zwangsläufig zu Beeinträchtigungen: Etwa einem Viertel der untersuchten armen Kinder ging es gut: 23,6 Prozent von ihnen waren in keiner der zentralen Lebenslagedimensionen eingeschränkt. Von den nicht-armen Kindern war knapp die Hälfte - 46,4 Prozent, also doppelt so viele wie von den armen - in dieser guten Situation. Demgegenüber wiesen dreimal so viele arme wie nicht-arme Kinder multiple Deprivationserscheinungen auf (36,1 Prozent vs. 13,7 Prozent).

Neben dem Faktor "Armut" wirkt der Faktor "Familiensituation" verschärfend oder abmildernd. Kinder in diesem Alter nehmen Armut in ihrer Familie zwar noch nicht direkt wahr, deren Wirkung schlägt sich aber indirekt über das Bewältigungsverhalten der Eltern nieder. Dabei ist eine Verbesserung der finanziellen Situation eine notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung. Ein möglichst konfliktfreies Familienklima, ein kindzentrierter Alltag und viele gemeinsame Aktivitäten von Eltern und Kindern sind in diesem Alter entscheidende "Schutzfaktoren".

Kinder im Alter von zehn Jahren

Die sich im Vorschulalter herausbildenden Defizite verfestigen sich in der Grundschulzeit massiv, gleichwohl ist ein hohes Maß an Entwicklungsdynamik auszumachen. Nicht alle Kinder, die als 6-Jährige arm waren, sind auch als 10-Jährige weiterhin arm und nicht alle, die vor Schulbeginn multipel depriviert waren, sind es auch noch am Ende der Grundschulzeit. Generell gilt aber: Je früher, je schutzloser und je länger Kinder einer Armutssituation ausgesetzt sind, desto rasanter fährt der Fahrstuhl nach unten und umso geringer wird die Möglichkeit, individuell die eigentlichen Potenziale herauszubilden und Zukunftschancen zu bewahren.

Umgekehrt gilt: Je gefestigter die finanzielle Situation der Familie ist, desto sicherer sind die Lebens- und Entwicklungsbedingungen für die Kinder. Diese Gesetzmäßigkeit scheint besonders für die Grundversorgung (Wohnung, Nahrung, Kleidung) und die Teilhabe am allgemeinen Konsum zu gelten (vgl. Tabelle 2 der PDF-Version). Während hier mehr als jedes zweite arme Kind Einschränkungen erfährt, ist davon kein Kind im "gesicherten Wohlstand" (> 100 Prozent des Durchschnittsäquivalenzeinkommens) betroffen. Die Ergebnisse stehen im Gegensatz zu denen der erwachsenenbezogenen Armutsforschung. So stellte Werner Hübinger[11] tendenziell keine bemerkenswerten Divergenzen zwischen dem Einkommens- und Versorgungsniveau, vor allem zwischen den Gruppen "Armut" und "prekärer Wohlstand" fest.

Die Zahlen in Tabelle 2 der PDF-Version weisen kindbezogen darauf hin, dass viele Eltern im prekären Einkommensbereich "knappes" zusätzliches Einkommen zunächst einmal ihren Kindern zugute kommen lassen und so deren Lebenslage verbessern können. Doch es gibt offenbar Bewältigungsgrenzen. Werden diese überschritten, sind die negativen Folgen nicht mehr aufzuhalten. Diese wirken dann umfassend und in allen Lebenslagedimensionen, von der Bildung über die Gesundheit bis zur sozialen Integration.[12]

Zur materiellen Grundversorgung: Erneut ist hier die größte Ungleichheit festzustellen: Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund und arme Mädchen waren überdurchschnittlich betroffen. Ausdruck der Mangellage ist z.B., in der elterlichen Wohnung keinen eigenen Raum zu haben und Einschränkungen bei der Kleidung und/oder beim Spielzeug hinnehmen zu müssen. Jungen verfügten eher über ein eigenes Zimmer und ein eigenes TV-Gerät. Sie erhielten regelmäßig (höheres) Taschengeld. Die Gruppe der Mädchen erfuhr mehr Einschränkungen in der Ernährung und Kleidung, bei Kinderspielzeug und Urlaub bzw. Ferienaktivitäten sowie beim Besitz eines Fahrrades.

Zur kulturellen Lage: Arme Kinder haben weitaus weniger allgemeine und altersgemäße Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten. Das zeigte sich z.B. bei der Vereinsmitgliedschaft, der Teilnahme an freiwilligen Kursen inner- und außerhalb der Schule oder auch am Zugang zu kindergerechten Informationsmöglichkeiten im Internet; 36 Prozent der armen, aber 70 Prozent der nicht-armen Kinder hatten diesen. Die Schulkarriere verlief zu Ungunsten der armen Kinder. Bei ihnen sind zu frühe Einschulungen oder Rückstellungen sowie Klassenwiederholungen häufiger, die Durchschnittsnoten am Ende der Grundschule schlechter, und der Wechsel ins Gymnasium erfolgt seltener, jener in Förder- und Hauptschulen dafür häufiger.

Zur sozialen Lage: Arme Kinder können z.B. seltener andere Kinder mit nach Hause bringen und seltener ihren Geburtstag feiern. Sie haben weniger Gelegenheiten, über Vereinsaktivitäten soziale Kontakte zu schließen und zu pflegen. Die Daten der AWO-ISS-Studien bestätigen die Ergebnisse einer von Antje Richter durchgeführten Analyse des sozialen Netzwerkes von 6- bis 12-Jährigen mit und ohne Unterversorgungslagen.[13] Der Vergleich offenbart sehr eindrücklich die eklatante Benachteiligung armer Kinder. Bei diesen entfallen fast alle kulturellen Angebote, und der Zugang zur klassischen Kinder- und Jugendhilfe ist bereits eingeschränkt.

Zur gesundheitlichen Lage: Die Unterschiede sind nach wie vor gering; das subjektive Wohlbefinden und der aktuelle Gesundheitszustand ähneln sich. Bereits mittelfristig sind aber gegenläufige Verläufe zu erwarten, denn die armen Kinder wiesen als 10-Jährige ein höheres Ausmaß an "Risikoverhalten" auf: Sie nahmen ihre Mahlzeiten unregelmäßiger ein, hatten mehr Gewichtsprobleme, häufiger einen bedenklichen Medienkonsum sowie frühzeitiger und häufiger Suchtmittelkontakte (Zigaretten, Alkohol). Rauchen ist dabei das Eingangstor: 27,8 Prozent der armen und 16,8 Prozent der nicht-armen Jungen hatten bereits Erfahrungen mit Zigaretten (Mädchen: 18,2 Prozent vs. 7,0 Prozent). Die Werte zum Alkoholgenuss sind zwar niedriger, aber auch hier wurden Werte zwischen 10 und 17 Prozent erreicht. Es ist vor diesem Hintergrund dringend notwendig, Suchtprävention konzeptionell in der KiTa- und Grundschularbeit zu verankern.[14]

Schließlich lässt sich die Gesamtlebenssituation beider Gruppen fast nicht mehr vergleichen. Die Lage der Kinder mit Migrationshintergrund hat kaum mehr etwas gemein mit jener der Kinder ohne einen solchen. Die Ursache dafür ist nicht in erster Linie der kulturelle Hintergrund, sondern die soziale Lage mit dem mehr als doppelt so hohen Armutsrisiko. Kumulieren Armut und Migrationshintergrund, dann vergrößern sich die Problemlagen zusehends. Gender-Effekte sind häufig und beachtlich ausgeprägt. Das betrifft sowohl die Lebenslage als auch das Bewältigungshandeln. Weitaus mehr Mädchen als Jungen zählen nun zum Lebenslagetyp "Wohlergehen" (42,1 Prozent Mädchen vs. 31,4 Prozent Jungen). Dies wird geprägt durch die nicht-armen Mädchen: Jedes zweite wächst im Wohlergehen auf, dagegen nur noch jedes siebte arme. Im Bewältigungsverhalten finden sich bereits all jene Geschlechterstereotypen, die in Praxis und Forschung bisher meist erst für die Phase der (Nach-)Pubertät festgestellt wurden.[15]

Armutsfolgen bis zum Ende der Grundschulzeit



Die am Ende der KiTa-Zeit bereits festgestellte Ungleichheit nimmt während der Grundschulzeit zu. Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der untersuchten Kinder hat zwischen 1999 und 2003/04 Armutserfahrungen gemacht, davon lebten rund 17 Prozent unter permanenten Armutsbedingungen. Es finden sich stark divergierende Lebens- und Entwicklungsverläufe. Unter den armen Kindern überwiegen die negativen: Zunahme von Auffälligkeiten in den Lebenslagen und Wechsel des Lebenslagetyps zum Beispiel von Benachteiligung nach multipler Deprivation. Bei den nicht-armen Kindern dominiert eine gefestigte positive Entwicklung: zum Beispiel Verbleib im Wohlergehen oder Wechsel von Benachteiligung zum Wohlergehen.

Gleichzeitig ist aber auch eine hohe Dynamik zu konstatieren: Mehr als die Hälfte der Kinder wechselte zwischen 1999 und 2003/04 den Lebenslagetypus: Genauso wenig wie "einmal arm - immer arm" gilt, gilt also auch nicht "einmal multipel depriviert - immer multipel depriviert". Aber die Tendenz ist eindeutig: Bildlich gesprochen, geht der Fahrstuhl für arme Kinder eher nach unten oder bleibt auf der untersten Etage stehen. Dagegen fährt er für die nicht-armen ganz überwiegend nach oben oder hat die oberste Etage nie verlassen: So verblieben aus der Gruppe der armen Grundschüler/-innen 60,5 Prozent zwischen 1999 und 2003/04 im Typ "multipel depriviert", während dies aus der Gruppe der nicht-armen Grundschüler/-innen "nur" für 22 Prozent zutrifft (vgl. Abbildungen 2 und 3 der PDF-Version).

Schutzfaktoren



Über welche individuellen, sozialen und kulturellen Ressourcen ein Kind verfügt und welche Handlungsstrategien respektive welches Bewältigungshandeln bei Belastungen entwickelt werden - diese Fragen rücken in Deutschland mehr und mehr in den Blick von Forschung und Praxis. Die (Resilienz-)[16] Forschung zeigt, dass persönliche, familiäre und außerfamiliäre Ressourcen auf die (früh-) kindliche Entwicklung einwirken und eine Vielzahl von intervenierenden Variablen beinhalten. Ebenso sind außerfamiliäre Förderangebote und Sozialisationsinstanzen wie KiTas und der unmittelbare Lebensraum entscheidende Einflussfaktoren. Sie wirken als Risiko- und/oder Schutzfaktoren.[17] Als Risikofaktor wird nach Norman Garmezy[18] ein Merkmal bezeichnet, das bei einer Gruppe von Individuen, auf die dieses Merkmal zutrifft, die Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Störung im Vergleich zu einer unbelasteten Kontrollgruppe erhöht. Es gibt zwei Gruppen: (a)biologische und psychologische Merkmaledes Individuums = Vulnerabilität (z.B. schwieriges Temperament) und (b) psychosoziale Merkmale der Umwelt des Individuums = Stressoren (z.B. Armut, schlechtes Familienklima). Wichtig zu beachten ist, dass die Wahrscheinlichkeit einer Störung erhöht, nicht aber determiniert ist: Risikofaktoren müssen nicht zwangsläufig zu einer negativen Entwicklung führen. In den meisten Fällen hat eine bestimmte Risikokonstellation besondere Gefährdungen und Belastungen zur Folge. Risikofaktoren sind dann in einen spezifischen Kontext eingebunden, durch den die negative Wirkung ausgelöst wird. Schutzfaktoren wiederum sind Merkmale, die die potenziell schädlichen Auswirkungen von Belastungen vermindern oder ausgleichen. Es finden sich zwei Gruppen: (a) Personale Ressourcen - Resilienz (d.h. protektive Faktoren, die in der Person des Kindes begründet sind), und (b) soziale Ressourcen (d.h. Faktoren, die in der Betreuungsumwelt des Kindes und hier wiederum inner- und/oder außerhalb der Familie liegen).

Armut ist der größte Risikofaktor für die kindlichen Lebenschancen. Die AWO-ISS-Studien belegen ebenso die Existenz von Schutzfaktoren - in beachtlicher Zahl und wirkungsvoll. Dazu zählen u.a. das (Alltags-)Bewältigungshandeln von Eltern, das Erlernen von positiven Handlungsstrategien und eine gelingende, weil geförderte, soziale Integration in Peergroups sowie das soziale und schulische Umfeld. Armen und nicht-armen Kindern steht zudem eine unterschiedliche Anzahl an Schutzfaktoren zur Verfügung. Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Gesamtzahl von Schutzfaktoren und dem Lebenslagetyp. Im Wohlergehen aufwachsende Kinder weisen mehr Schutzfaktoren (13,7) auf als multipel deprivierte (11,3 Faktoren).[19] Es besteht weiterhin ein Zusammenhang zwischen der Zahl der verfügbaren Schutzfaktoren und dem kindlichen Entwicklungsverlauf: Kinder, die zwischen 1999 und 2003/04 eine gefestigte positive Entwicklung durchliefen, besaßen mehr Schutzfaktoren als Kinder, die im selben Zeitraum konstant multipel depriviert waren (13,6 vs. 10). Das lässt bei der Veränderung von Rahmenbedingungen des Aufwachsens eine unmittelbare Wirkung auf die Lebenslage und das Bewältigungsverhalten von Minderjährigen erkennen. Es sind nicht die Selbstheilungskräfte (der Familie), sondern soziale Förderung, Ausgleich und Umverteilung, die den Kindern eine wirkliche Zukunft eröffnen. Dieses Wissen wiederum bietet mannigfache Chancen zum gesellschaftlichen und staatlichen Handeln im Sinne einer kindbezogenen (Armuts-)Prävention.

Resümee



Armutsprävention als übergreifendes Handlungskonzept setzt zum einen auf der Ebene der Gestaltung von Rahmenbedingungen (Verhältnisse) und zum anderen auf der Ebene der Beeinflussung individueller Lebensgestaltung (Verhalten) an. Es beinhaltet politische, pädagogische und planerische Elemente. Darin einzubinden ist künftig ein Konzept "kindbezogener Armutsprävention", das in sich den Ansatz der Vermeidung beziehungsweise Bekämpfung von Risiken und Defiziten (Prävention) - zu welchem Zeitpunkt auch immer - sowie den Ansatz der kontinuierlichen Förderung von Ressourcen und Kompetenzen (Resilienz) vereint. Kindbezogene Armutsprävention umfasst sowohl eine Einflussnahme auf die Lebensverhältnisse als auch auf das Verhalten von Kindern. Sie zielt ab auf die Förderung eines Aufwachsens im Wohlergehen und nicht nur auf die Abwehr negativer Armutsfolgen. Im Zentrum steht das Kind mit seinen Lebenszusammenhängen und Entwicklungserfordernissen, Potenzialen, Kompetenzen und Ressourcen.

Erste Paradigmenwechsel hin zur (Armuts-)Prävention als strategischem Ansatz finden sich bisher vor allem auf kommunaler Ebene (z.B. Monheim am Rhein, Dormagen, Augsburg), aber noch in viel zu geringer Zahl. Gleichzeitig scheint es dringend geboten, diestrukturellen Rahmenbedingungen in Deutschland insgesamt so zu verändern, dass die Ursachen und Risiken für Kinder, überhaupt von Armut betroffen zu sein und unter benachteiligenden Bedingungen mit Langzeitwirkung aufwachsen zu müssen, beseitigt werden. Dass dies möglich ist, hat der politische Umgang mit Armut anderer Bevölkerungsgruppen in früheren Jahrzehnten (etwa soziale Absicherung des Alters in den neunziger Jahren) gezeigt. Nun geht es darum, entsprechende Schritte und Maßnahmen umzusetzen, um das gegenwärtige Gesellschaftsproblem nicht noch länger zu einem Zukunftsproblem werden zu lassen. Notwendige und vor allem zielführende Diskussionen sind dann allerdings unter anderen Vorzeichen zu führen - vor allem kinderpolitisch - als unter den eingangs skizzierten.

Fußnoten

1.
Vgl. Richard Hauser, Vergleichende Analyse der Einkommensverteilung und der Einkommensarmut in den alten und neuen Bundesländern 1990 bis 1995, in: Irene Becker/Richard Hauser (Hrsg.), Einkommensverteilung und Armut. Deutschland auf dem Weg zur Vierfünftel-Gesellschaft?, Frankfurt/M. 1997, S. 76.
2.
Vgl. Bundesagentur für Arbeit, Grundsicherung für Arbeitssuchende. Entwicklung bis Juli 2005, Nürnberg 2005; Statistisches Bundesamt (Hrsg.), Kinder in der Sozialhilfe 2004, Wiesbaden 2006; Gerda Holz/Antje Richter/Werner Wüstendörfer/Dietrich Giering, Zukunftschancen für Kinder?! Zur Wirkung von Armut bis zum Ende der Grundschulzeit, Bonn - Berlin 2005, S. 53 - 54. In der Europäischen Union und in Deutschland werden Armutsgrenzen durch den Vergleich des individuellen Einkommens mit dem Durchschnittseinkommen beschrieben. Unterhalb von 50 Prozent oder 60 Prozent des durchschnittlichen gewichteten Haushaltsnettoeinkommens wird von einer finanziellen Mangellage der Familie und von Armut gesprochen.
3.
Vgl. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Armut trotz Erwerbstätigkeit. Analysen und sozialpolitische Konsequenzen, Frankfurt/M. 2003; Thorsten Brandt, Mini- und Midijobs im Kontext aktivierender Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik. WSI-Diskussionspapier, Düsseldorf 2005; Heinz-Herbert Noll/Stefan Weick, Relative Armut und Konzentration der Einkommen deutlich gestiegen, in: ISI (2005) 33, S. 1 - 6; Jürgen Schupp/Jan Göbel/Peter Krause, Armut trotz Erwerbstätigkeit oder Armut wegen fehlender Erwerbstätigkeit. Folienvortrag vom 2./3. 7. 2005 in Berlin. Quelle: http://www.gesis.org/Dauerbeobachtung/Sozialindikatoren/Veranstaltungen/PDFs/Praes_Schupp.pdf (4. 4. 2006).
4.
Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Hrsg.), Wenn aus Liebe rote Zahlen werden - Über die wirtschaftlichen Folgen von Trennung und Scheidung, Berlin 2003; Dieter Korczak, Überschuldungssituation in Deutschland im Jahr 2002 - Aktualisierung, München 2004; Brigitte Sellach, Ursache und Umfang von Frauenarmut. Gutachten im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frankfurt/M. 2000.
5.
Weiterhin besteht für die Familien ein Anspruch auf Übernahme der Unterkunfts- und Heizkosten. Alleinerziehende erhalten einen Mehrbedarfszuschlag, und bei Anspruch wird ein Kinderzuschlag gewährt.
6.
Vgl. Elmar Lange, Jugend und Schulden 2005. Studie im Auftrag der SCHUFA im Rahmen des Schulden-Kompass, Bielefeld 2006.
7.
Zum Konzept, das im Wesentlichen durch Otto Neurath, Gerhard Weisser und Ingeborg Nahnsen erarbeitet bzw. erweitert wurde vgl. Wolfgang Voges/Olaf Jürgens/Andreas Mauer/Eike Meyer, Methoden und Grundlagen des Lebenslagenansatzes, Bremen 2003; zum kindbezogenen Konzept vgl. Karl Chassé/Margherita Zander/Konstanze Rasch, Meine Familie ist arm. Wie Kinder im Grundschulalter Armut erleben und bewältigen, Opladen 2003.
8.
Zwischen 1997 und 2005 wurden im Auftrag der Arbeiterwohlfahrt insgesamt drei Studien durchgeführt. Ausgangspunkt der ersten Studie (1997 bis 2000) war die theoretische Entwicklung eines kindbezogenen Armutskonzeptes sowie die empirische Erforschung von Armut im Vorschulalter anhand einer Klientendatenerhebung von 893 Kindern im Alter von sechs Jahren. In der zweiten Studie (2000 bis 2002) standen vertiefende qualitative Analysen zur Armut im frühen Grundschulalter sowie den Ressourcen und Potenzialen der nun 8-jährigen (armen) Kinder an. In der dritten Studie (2002 - 2005) erfolgte die Wiederholungsbefragung der 1999 befragten Kinder, jetzt als 10-Jährige und am Ende ihrer Grundschulzeit. Im Ergebnis liegen damit quer- und längsschnittliche Daten zu 500 Kindern vor. Vgl. Beate Hock/Gerda Holz/Renate Simmedinger/Werner Wüstendörfer, "Gute Kindheit - Schlechte Kindheit". Armut und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, Frankfurt/M. 2000; Gerda Holz/Susanne Skoluda, Armut im frühen Grundschulalter. Vertiefende Untersuchung zu Lebenssituation, Ressourcen und Bewältigungshandeln von Kindern, Frankfurt/M. 2003; G. Holz u. a. (Anm. 2).
9.
Ein Kind wächst "im Wohlergehen" (durchaus auch bei Armut) auf, wenn es keine Mängel in seiner aktuellen Lage aufweist und damit positive Zukunftschancen zu erwarten sind. Ein Kind wächst mit "Benachteiligung" auf, wenn es in ein oder zwei Lebenslagedimensionen Auffälligkeiten zeigt (z.B. in der kulturellen oder sozialen Lage) und damit Beeinträchtigungen in seiner zukünftigen Entwicklung bestehen können. Ein Kind wächst in "multipler Deprivation" (durchaus auch bei Nicht-Armut möglich) auf, wenn es in seiner Lebenslage eine Vielzahl von Mängeln erfährt und damit geringe Entwicklungschancen gegeben sind.
10.
Die AWO-ISS-Studien bezeichnen ein Kind dann als arm, wenn familiäre Armut unterhalb der 50-Prozent-Grenze (alte OECD-Skala, Mittelwert) liegt oder Sozialhilfe/-geld bezogen wird.
11.
Vgl. Werner Hübinger, Prekärer Wohlstand. Neue Befunde zu Armut und sozialer Ungleichheit, Freiburg im Breisgau 1996.
12.
Vgl. Uta Meier/Heide Preuße/Eva Maria Sunnus, Steckbriefe der Armut. Haushalte in prekären Lebenslagen, Wiesbaden 2003.
13.
Vgl. Antje Richter, Wie erleben und bewältigen Kinder Armut?, Aachen 2000, Anhang.
14.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung arbeitet dazu bereits in Schulen, allerdings konzentriert auf spätere Altersgruppen in den 5. bis 10. Klassen, siehe www.bzga.de. Vgl. auch Andreas Klocke/Thomas Lampert, Armut bei Kindern und Jugendlichen. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 4, vollständig überarbeitete Neuauflage, Berlin 2005.
15.
Vgl. Ursula Boos-Nünning, Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, Armut und soziale Deprivation, in: Margherita Zander (Hrsg.), Kinderarmut, Wiesbaden 2005, S. 161 - 180; Gerda Holz, Armut bei Kindern. Unterschiedliche Lebenslagen und Bewältigungsmuster bei Mädchen und Jungen, in: Betrifft Mädchen, (2006) 1, S. 15 - 20.
16.
Unter Resilienz werden die psychischen Widerstandskräfte von Kindern gegenüber biologischen, psychologischen und psychosozialen Entwicklungsrisiken verstanden. Resilienz umfasst eine positive, gesunde Entwicklung trotz hohem Risikostatus, die beständige Kompetenz unter extremen Stressbedingungen sowie die positive bzw. schnelle Erholung von traumatischen Erlebnissen.
17.
Vgl. Antje Richter; dies., Risiko und Resilienz, www.kindergartenpaedagogik.de/1286.pdf. (4. 4. 2006); Sabine Walper, Tragen Veränderungen in den finanziellen Belastungen von Familien zu Veränderungen in der Befindlichkeit von Kindern und Jugendlichen bei?, in: Zeitschrift für Pädagogik, (2005) 2, S. 170 - 191; Corinna Wustmann, Die Blickrichtung der neueren Resilienzforschung. Wie Kinder Lebenslagen bewältigen, in: ebd., S. 192 - 206.
18.
Vgl. Petra Kolip, Freundschaften im Jugendalter. Der Beitrag sozialer Netzwerke zur Problembewältigung, Weinheim 1993.
19.
Vgl. G. Holz u. a. (Anm. 2), S. 191 - 200 (Zahl in den Klammern = arithmetischer Mittelwert).

Gerda Holz

Zur Person

Gerda Holz

Sozialarbeiterin grad., Dipl.-Pol.-Wiss., geb. 1957; Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik Frankfurt/M.; seit 1997 Leitung der AWO-ISS-Studien "Kinderarmut"; ISS Frankfurt/M., Weberstr. 33, 60318 Frankfurt/M.
E-Mail: gerdaholz@t-online.de
Internet: www.awo.org/pub


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