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8.11.2019

Politische und soziale Orientierungen in Ost und West. Empirische Befunde in generationaler Perspektive

Ungleichheit wird unter vielerlei Aspekten thematisiert, neuerlich insbesondere durch den Bericht der Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" vom Sommer 2019.[1] Darin werden Vorschläge zu Voraussetzungen gemacht, die erfüllt sein müssen, damit "Menschen überall in Deutschland gut leben können", so Bundesinnenminister Horst Seehofer. Hervorgehoben werden dabei insbesondere die Themen Strukturschwäche, Infrastruktur, Daseinsvorsorge, Bildung, Kultur, Inklusion, Arbeitsmarktintegration, gesellschaftlicher Zusammenhalt, soziale und politische Partizipation sowie Generationenunterschiede. Auf die beiden letztgenannten Aspekte sowie auf politische Orientierungen werden wir im Folgenden unseren Blick richten.

Im jüngsten Kinder- und Jugendbericht wurde 2017 verstärkt auf regionale Disparitäten hingewiesen.[2] Die Autorinnen und Autoren der Studie betonen, dass ländliche und dabei strukturschwache, peripherisierte schrumpfende Räume die Lebensbedingungen und Handlungsmöglichkeiten von jungen Menschen massiv einschränken. In dieser Konstellation könnten insbesondere männliche Jugendliche in den "neuen" Bundesländern für rechtspopulistische "Angebote" ansprechbar werden.

Es gibt also gute Gründe, sich in empirischen Analysen auf die Dimensionen Alter (jüngere und ältere Generation), Raum (Ost und West), politische Orientierungen sowie politische Partizipation zu konzentrieren.

Für die neue Shell-Jugendstudie wurden Anfang 2019 mehr als 2500 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 12 und 27 Jahren befragt.[3] Hier sollen nur einige Ergebnisse stichwortartig genannt werden, die zu unserer Thematisierung passen und als Hintergrund beachtenswert erscheinen.

Regionale Unterschiede zwischen "neuen" und "alten" Bundesländern im Hinblick auf Orientierungen und Verhaltensweisen der jungen Generation nivellieren sich. Mit der Demokratie – so wie die Jugendlichen sie erfahren – sind drei Viertel eher zufrieden oder sehr zufrieden. Die Hälfte der Jugendlichen sieht die Europäische Union positiv, nur knapp ein Zehntel negativ. Die EU steht für sie für Freizügigkeit, kulturelle Vielfalt und Frieden, zunehmend auch für wirtschaftlichen Wohlstand und soziale Absicherung. Das Vertrauen in die EU ist nach den Ergebnissen der Shell-Jugendstudien gewachsen – die letzten beiden Studien sind von 2015 und 2010. Bei den Sorgen und Ängsten steht an erster Stelle das Thema "Umwelt".

Es soll im Folgenden darum gehen, einen Blick auf generationale sowie regionale Differenzen oder Annäherungen zu werfen.

Politische Orientierungen



In wissenschaftlichen Studien werden politische Orientierungen häufig differenziert erfasst, auch um dem Begriff "Politikverdrossenheit" eine der Komplexität von politischen Einstellungen angemessene empirische Analysemöglichkeit zu geben.[4] Unterschieden werden Einstellungen von grundlegenden Werten der Demokratie beziehungsweise zur Demokratie als politischem Basisordnungsmodell der Gesellschaft, zum konkreten Funktionieren der Demokratie in der Praxis sowie zum Vertrauen in politische Institutionen und zu den Inhaberinnen und Inhabern politischer Positionen. Empirisch ergibt sich dabei ein Bild, in dem die Zustimmungen der Bürger und Bürgerinnen vom Abstrakten zum Konkreten abnehmen: Die Demokratie als Herrschaftsmodell findet die breiteste Akzeptanz, geringer ist die Zufriedenheit mit der konkreten Praxis der Demokratie. Bei den Institutionen finden solche, die nicht unmittelbar mit dem politischen Prozess verbunden werden, also Gerichte und Polizei, ein hohes Vertrauen, geringer ist dieses bei den Institutionen der repräsentativen Demokratie, das heißt beim Parlament, der Regierung sowie den Parteien. Am wenigsten Vertrauen finden schließlich Politikerinnen und Politiker.

Die Ergebnisse der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) von 2018 (Tabelle 1) ähneln denen der Jugendstudie der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) 2015:[5] Durchgängig schätzen junge Menschen den Wert der Demokratie sehr. Vergleichsweise weniger zufrieden sind sie mit der demokratischen Praxis in der Bundesrepublik, noch geringer ist die Zustimmung zur jeweiligen Bundesregierung, was als Reaktion auf unterschiedlichste Outputaspekte verstanden werden kann. Den Institutionen des Rechtsstaats (Bundesverfassungsgericht, Justiz, Polizei) wird am meisten vertraut, denen des Parteienstaats weniger (Bundestag, Bundesregierung, politische Parteien), davon am wenigsten den politischen Parteien.

Tabelle 1: Politische Orientierungen (in Prozent) (© bpb)


Man findet nur geringe Unterschiede zwischen Ost und West. Dies war in früheren Studien, insbesondere in den Jugendstudien des Deutschen Jugendinstituts, bezogen auf 16- bis 29-Jährige, noch anders. Aber auch zwischen den betrachteten Altersgruppen ist kaum ein größerer Unterschied zu sehen. Nur in einem ergänzenden Aspekt ist eine deutliche Differenz erkennbar: im Vertrauen zu den Institutionen EU-Kommission und Europaparlament. Zwar liegen die Zustimmungswerte insgesamt unter denen der rechtsstaatlichen Institutionen, die Jüngeren vertrauen jedoch den EU-Institutionen klar mehr als die Älteren, im Westen wie auch vor allem im Osten.

Zustimmende Haltungen zu den angeführten Aspekten politischer Orientierungen gelten als Unterstützung und Stabilisierung einer demokratischen Ordnung. Dabei sind sehr wohl kritische Elemente möglich und sogar sinnvoll, wie sie im Konzept der "kritischen Demokraten" auftreten, die eine deutliche Zustimmung zur Idee der Demokratie mit einer Kritik am konkreten Funktionieren der Demokratie und der relevanten Institutionen verbinden.[6] Basis ist dabei die klare Befürwortung demokratischer Werte. Zu unterscheiden ist die Ursache der Unzufriedenheit mit der Demokratie im eigenen Land. Vor dem Hintergrund politischen Interesses und politischer Kompetenzen und Aktivitätsoffenheiten kann dies als Bereitschaft zur Verbesserung demokratischer Realitäten beziehungsweise als Impetus zur Änderung unzureichender demokratischer Strukturen gelten. Beim Fehlen solcher individueller Kontexte kann hingegen wohl eher von einer diffusen Unzufriedenheit mit Erscheinungen politischer Prozesse ausgegangen werden, wobei dann Neigungen zu populistischen demokratiekritischen Vorstellungen eher erwartbar sein können. Wirklich problematisch ist jedoch die Kombination von Unzufriedenheit mit der realen Demokratie und einer geringen beziehungsweise fehlenden Verbundenheit mit grundlegenden Werten der Demokratie. Empirisch war diese Kombination in der FES-Jugendstudie nur selten vertreten, sollte aber dennoch nicht ohne Aufmerksamkeit der Jugendforschung bleiben.

Eine positive Sicht auf die Europäische Union und die Institutionen, durch die eine demokratische Legitimierung gestärkt wird, und eine Perspektive, wie in regionalen Unterschieden Gleichwertigkeit und soziale Entwicklungen als mögliche Tendenzen sichtbar werden, ist von Bedeutung für europäische Integration. Jürgen Habermas hat immer wieder die Relevanz einer europäischen politischen Öffentlichkeit betont und auf ein verbindendes Bewusstsein europäischer Solidarität hingewiesen, das von einem Nationalbewusstsein zu unterscheiden ist.[7] Insofern sind Umfrageergebnisse, die sich auf solche Aspekte beziehen lassen, von Interesse.[8] Mehr als zwei Drittel der Bürgerinnen und Bürger der EU sind der Ansicht, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert. Dieser Aussage stimmen die Jüngeren häufiger zu (fast drei Viertel).

Zur regionalen und generationalen Differenzierung von Europaorientierungen lassen sich Ergebnisse des European Social Survey von 2016 nutzen.[9] Hier zeigt sich, dass die Verbundenheit mit der eigenen Nation in allen Ländern höher ist als die zu Europa. Dennoch gibt es auch eine starke Verbundenheit mit Europa. Differenzen zwischen den Generationen findet man insbesondere bezüglich der Verbundenheit mit der eigenen Nation: Diese ist bei den Älteren stärker. Dies weist darauf hin, dass die Jüngeren aufgeschlossener sind für gemeinsame europäische Lösungen angesichts der derzeitigen politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Herausforderungen in Europa.

Eine weitere Frage lautet: "Ist die Europäische Einigung schon zu weit gegangen, oder sollte sie weitergehen?". Hierbei findet man deutlich europafreundlichere Positionen bei den Jüngeren, teilweise mit erkennbaren Länderunterschieden. Insgesamt kann man eine stärkere europafreundliche Haltung bei den Jugendlichen und jungen Erwachsenen erkennen.

Berücksichtigen kann man nun, dass sich nicht alle Differenzen notwendigerweise im Verlauf der Zeit aufheben müssen beziehungsweise als anzugleichende Momente zu betrachten sind. Das zwischen Ost- und Westdeutschland deutlich unterschiedliche Wahlverhalten kann und muss man als Ausdruck unterschiedlicher Einstellungen verstehen, in denen sich regional unterschiedliche Erwartungen an Gesellschaft und Politik zeigen. So verstanden sind solche Differenzen für die Politik möglicherweise ein wichtiger Input, nicht aber notwendigerweise ein Problem, das dazu auffordert, Unterschiede zu beseitigen. Insofern kann Gleichwertigkeit statt eben Gleichheit von Merkmalen eher auch gleichwertige Anerkennung von Differenzen bedeuten, so empfiehlt es auch die Soziologin Eva Barlösius.[10] Das schließt allerdings nicht aus, dass problematische Haltungen zur Demokratie politische und soziale Antworten erfordern können, um nicht als Gefahr für soziale und politische Integration zu gelten. Unter einem weiteren Blickwinkel von sozialen Differenzen in einer Gesellschaft wird durchaus deutlich, dass andere Länder in Europa, wie zum Beispiel das Vereinigte Königreich, Belgien oder die Schweiz, mit ihren internen politischen, ökonomischen oder kulturellen Unterschieden sehr wohl demokratisch leben können.[11]


Soziale Orientierungen



Für die Betrachtung sozialer Orientierungen sind insbesondere zwei Aspekte relevant: soziale Orientierungsunsicherheit und Gerechtigkeitsempfinden (Tabelle 2).

Tabelle 2: Soziale Orientierungen (in Prozent (© bpb)


Die für ALLBUS herangezogenen Elemente zu sozialer Verunsicherung ("Anomie") erfassen auf der subjektiven Mikroebene von Einstellungen individuelle Orientierungsunsicherheit, die durch Gefühle der Undurchschaubarkeit persönlicher und sozialer Zusammenhänge gekennzeichnet ist.

Zusammenhänge mit der Makroebene des politischen Systems wurden vielfach untersucht, insbesondere im Hinblick auf die möglichen Folgen verstärkter Verunsicherung durch einen Systemwechsel von autoritären Staaten zu Demokratien. Ein Unterschied wäre also zwischen Ost- und Westdeutschland zu erwarten. Auch Alterseffekte wurden in dem Sinne vermutet, dass mit zunehmender Lebenserfahrung Orientierungsunsicherheit abnimmt. Die Daten weisen auf Alterseffekte hin, die aber nur in den ostdeutschen Ländern zu erkennen sind und in der Richtung, dass bei Älteren soziale Orientierungsunsicherheit häufiger vorkommt. Dies kann man dahingehend interpretieren, dass ihre Verunsicherung durch den Systemwechsel und Transformationsprozess immer noch präsent und daher größer ist als bei den Jüngeren, die den Wandel nicht direkt erlebt haben.

Was die subjektive Wahrnehmung von gerechter Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum angeht, so zeigt sich auch fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ein deutlicher Ost-West-Unterschied, und dies nicht nur bei den Älteren, sondern auch (wenn auch weniger ausgeprägt) bei den Jüngeren. Folgende Frage wurde gestellt: "Im Vergleich dazu, wie andere hier in Deutschland leben: Glauben Sie, dass Sie Ihren gerechten Anteil erhalten, mehr als Ihren gerechten Anteil, etwas weniger, oder sehr viel weniger?" In den Daten wird hier immer noch eine empfundene "Gerechtigkeitslücke" zwischen Ost und West ersichtlich: Nur knapp über 30 Prozent der in Westdeutschland Befragten (Alt und Jung etwa in gleichem Maße) finden, dass sie weniger oder sehr viel weniger als den gerechten Anteil bekommen. Die überwiegende Mehrheit der westdeutschen Bevölkerung findet also, dass sie einen gerechten Anteil am Lebensstandard erhält. In Ostdeutschland dagegen ist der Anteil der sich eher depriviert fühlenden Menschen immer noch hoch: 42 Prozent bei den Jüngeren und 53 Prozent bei den Älteren.

Politische Partizipation



Politische Partizipation kann in unterschiedlichen Kategorien betrachtet werden (Tabelle 3): "Konventionelle Partizipation" steht hier für die Beteiligung in politischen Organisationen wie politischen Parteien oder auch Bürgerinitiativen. Bei dieser Partizipationsform gibt es keine wesentlichen Differenzen zwischen Ost und West wie auch zwischen den betrachteten Altersgruppen.

Tabelle 3: Politische Partizipation (in Prozent (© bpb)


Unkonventionelle Partizipationsformen sind etwa die Teilnahme an einer genehmigten oder ungenehmigten Demonstration oder auch die Beteiligung an einer Unterschriftensammlung. Auch in dieser Kategorie findet man kaum Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschland sowie ebenfalls keine Altersspezifik.[12] Im Einzelnen nehmen Jüngere häufiger an genehmigten Demonstrationen teil, und vor allem auch an ungenehmigten Demonstrationen. Ältere beteiligen sich hingegen häufiger an Unterschriftensammlungen.

"Politischer Konsum" steht für das Verhalten, aus politischen, ethischen oder ökologischen Gründen bestimmte Waren zu boykottieren oder zu kaufen. Jüngere in Ost und West konsumieren ähnlich häufig politisch – bei Älteren gibt es diese Form politischer Artikulation im Osten deutlich seltener als im Westen.

Schließlich sind bei zwei Formen politischer Partizipation – Beteiligung an einer Online-Protestaktion sowie Meinungsäußerung auf Facebook, Twitter oder in anderen sozialen Netzwerken – Jüngere stärker engagiert. Wobei bei Ersterem im Grunde keine wesentliche Differenz zu den Älteren im Westen zu erkennen ist. Das gilt nicht für die Nutzung sozialer Netzwerke im politischen Sinne: Hier sind Jüngere deutlich aktiver als Ältere; im Osten sind dabei die Beteiligungshöhe und auch der Altersgruppenunterschied etwas geringer.

Anhand der Daten des European Social Survey von 2002 bis 2017 haben die Sozialwissenschaftler Philippe Joly und Marcus Spittler die jüngeren Kohorten, sogenannte millennials (Jahrgänge zwischen 1985 und 2000), mit den älteren verglichen.[13] Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die millennials sich häufiger politisch beteiligen, als die jetzt älteren Generationen es damals getan haben. Die Vermutung liegt nahe, dass die millennials sich im späteren Alter ebenfalls häufiger politisch beteiligen, als es die früheren Generationen heute tun. Insofern kann das aktuelle Engagement der Jüngeren im Kontext der Klimakrise und des Protestes gegen die zu wenig aktive Politik auf größere politische Beteiligung verweisen, die auch in Zukunft von den heute Jüngeren ausgeht – auch wenn skeptische Stimmen auf die Problematik von politischen Bewegungen und der Aufrechterhaltung eines aktuellen Mobilisierungsniveaus verweisen.[14] Jedenfalls steht die Partizipations-Forschung durch diese Artikulationsformen junger Menschen – wie die Teilnehmer und Teilnehmerinnen von "Fridays for Future" – vor neuen Herausforderungen, insbesondere was zivilgesellschaftliche Wirksamkeit und partizipative Nachhaltigkeit angeht.

Schluss



Das Ergebnis, dass sich die jüngeren Altersgruppen in Ost und West in Einstellungen und Partizipationsformen (anders und zumindest häufiger als die älteren) kaum unterscheiden, weist in gewisser Weise darauf hin, dass es jugendspezifisch relevante gesellschaftliche Entwicklungen gibt wie eine zunehmende Pluralisierung und Individualisierung von Lebenswelten sowie Verdichtungsprozesse in der Jugendphase. Somit ist es für Politik, Praxis und Forschung unter der Perspektive von Gleichwertigkeit und Ungleichheit nicht nur wichtig, Differenzierungsaspekte wie Raum (und ohnehin auch Herkunft und Bildung) im Fokus zu haben, sondern auch die Lebenslage der Jugend.

In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" vom 28. August 2019 sprach Steffen Mau von einer fortbestehenden mentalen Entfremdung zwischen Ost und West.[15] Er diagnostizierte Mentalitätskontinuitäten zwischen der DDR und der heutigen ostdeutschen Gesellschaft und nannte Ostdeutschland eine "frakturierte Gesellschaft". Dafür mag es Hinweise geben, insbesondere angesichts ökonomischer Probleme; was aber "Mentalitäten" oder empirisch diagnostizierbare Einstellungen angeht, scheint es doch nunmehr weniger Ungleichheiten zwischen der Jugend in Ost und West zu geben.
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Fußnoten

1.
Vgl. Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (Hrsg.), Unser Plan für Deutschland – Gleichwertige Lebensverhältnisse überall, Berlin 2019.
2.
Deutscher Bundestag, Bericht über die Lebenssituation junger Menschen und die Leistungen der Kinder und Jugendhilfe in Deutschland – 15. Kinder- und Jugendbericht – und Stellungnahme der Bundesregierung, Bundestagsdrucksache 18/11050, 1.2.2017.
3.
Mathias Albert et al., Jugend 2019 – 18. Shell Jugendstudie. Eine Generation meldet sich zu Wort, Weinheim 2019.
4.
Siehe Kai Arzheimer, Politikverdrossenheit, Wiesbaden 2002; Wolfgang Gaiser/Martina Gille/Johann de Rijke, Einstellungen junger Menschen zur Demokratie, in: APuZ 40–42/2016, S. 36–41.
5.
Siehe Gesis – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften, ALLBUS 2018, Köln 2019; Wolfgang Gaiser/Stefanie Hanke/Kerstin Ott (Hrsg.), Jung-politisch-aktiv?!: Politische Einstellungen und politisches Engagement junger Menschen: Ergebnisse der FES-Jugendstudie 2015, Berlin 2016.
6.
Vgl. Gaiser/Gille/de Rijke (Anm. 4).
7.
Vgl. Jürgen Habermas, Unsere große Selbsttäuschung. Ein Plädoyer gegen den Rückzug hinter nationale Grenzen, in: Blätter für deutsche und internationale Politik 8/2018, S. 91–96; ders., Zur Verfassung Europas. Ein Essay, Bonn 2011.
8.
Vgl. hier und im Folgenden Johann de Rijke/Wolfgang Gaiser, "Wählen ist nicht alles!", Vielfalt und Differenzierungen politischer Einstellungen und politischer Partizipation der Jugend in der EU, 23.5.2019, https://regierungsforschung.de/waehlen-ist-nicht-alles«.
9.
Siehe Norwegian Centre for Research Data, European Social Survey, ESS Round 8: European Social Survey Round 8 Data, 2016.
10.
Vgl. Eva Barlösius, Gleichwertig ist nicht gleich, in: APuZ 37/2006, S. 16–23.
11.
Vgl. Kai Arzheimer, Von "Westalgie" und "Zonenkindern": Die Rolle der jungen Generation im Prozess der Vereinigung, in: Jürgen W. Falter et al. (Hrsg.), Sind wir ein Volk? Ost- und Westdeutschland im Vergleich, München 2006, S. 212–234.
12.
So auch in der FES-Studie: Siehe Gaiser/Hanke/Ott (Anm. 5), S. 50–71.
13.
Vgl. Philippe Joly/Marcus Spittler, Jung und engagiert. Wie Millennials sich politisch beteiligen, in: Wissenschaftszentrum Berlin, WZB-Mitteilungen 165/2019, S. 13–16.
14.
Vgl. Dieter Rucht, Jugend auf der Straße. Fridays for Future und die Generationenfrage, in: WZB-Mitteilungen, 165/2019, S. 6–9; Mattias Wahlström et al., Protest for a Future: Composition, Mobilization and Motives of the Participants in Fridays For Future Climate Protests on 15 March, 2019 in 13 European Cities, 9.7.2019, https://protestinstitut.eu/wp-content/uploads/2019/07/20190709_Protest-for-a-future_GCS-Descriptive-Report.pdf«.
15.
Steffen Mau im Gespräch, Ostdeutschland ist kein eingebildeter Kranker, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 28.8.2019.

Wolfgang Gaiser, Johann de Rijke

Zur Person

Wolfgang Gaiser

ist Sozialforscher und ehemaliger Grundsatzreferent für Jugendforschung am Deutschen Jugendinstitut in München (DJI). wogaiser@gmx.de


Zur Person

Johann de Rijke

ist Sozialforscher mit dem Schwerpunkt Jugend und Partizipation. jderijke@gmx.de


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