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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Staatsapparat

Der Marxismus-Leninismus sieht im Staat das wichtigste Instrument zum Aufbau und zur Sicherung des Sozialismus. Der Aufbau der parteilichen und staatlichen Organisationen folgt dem Prinzip des "demokratischen Zentralismus": Ausgangspunkt und Motor aller theoretischen wie praktischen Bewegungen und Veränderungen in der Gesellschaft ist demnach die Partei. Für die DDR hieß das praktisch, dass die SED und ihr Führungsapparat den Staatsapparat beherrschte.

Das Sekretariat des Zentralkomitees (ZK) bildete quasi die Regierung der Partei und somit des Staates. An der Spitze stand der Generalsekretär. Neben der zentralistischen Ressortgliederung der Partei stand der SED die zweite Säule des sozialistischen Leitungssystems zur Verfügung: der Staats- und Verwaltungsapparat mit dem Ministerrat an der Spitze, darunter den Räten der Bezirke, Kreise, Städte und Gemeinden. Die dritte Säule bildeten die Parteien und Massenorganisationen in der Nationalen Front, die Volkskammer mit ihren Ausschüssen, die Bezirkstage, Kreistage, Stadtverordneten- und Stadtbezirksversammlungen sowie Gemeindevertretungen.



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