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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Volksaufstand 17. Juni 1953

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 begann einen Tag zuvor als Arbeiteraufstand und weitete sich schnell zum Volksaufstand aus. Insgesamt kam es vom 16. bis 21. Juni 1953 in fast 700 Orten und 600 Betrieben der DDR zu Demonstrationen und Streiks. Über eine Million Menschen waren an dem landesweiten Aufstand in der DDR beteiligt. Am 17. und 18. Juni verhängte die sowjetische Besatzungsmacht den Ausnahmezustand über 167 der 217 Stadt- und Landkreise der DDR. Ursache für den Volksaufstand war maßgeblich der II. Parteitag der SED im Juli 1952, der eine stärkere Angleichung an die Sowjetunion vorsah. Die zunehmende "Sowjetisierung" der DDR führte in der Folge zu einer schweren Ernährungskrise und zu einem Rückgang der industriellen Produktion. Als Reaktion auf die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Krise erhöhte die SED im Mai 1953 die Arbeitsnormen um 10,3 Prozent.



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