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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Volkskammer

Die Volkskammer war die oberste Volksvertretung (Parlament) der DDR. Durch "Gemeinsame Kandidatenlisten" ("Einheitslisten") der Parteien und Massenorganisationen der "Nationalen Front" im "Demokratischen Block" standen die Mehrheitsverhältnisse von vornherein fest. Die SED erhielt nach feststehendem Schlüssel 25 Prozent, CDU und LDPD je 15, NDPD und DBD je 7,5 Prozent der Mandate. Die übrigen 30 Prozent verteilten sich auf die von der SED kontrollierten Massenorganisationen, so dass die SED real über weitaus mehr als 25 Prozent der Mandate verfügte, weil eine Parteimitgliedschaft mit der Mitgliedschaft in einer Massenorganisation vereinbar war. So wurde die absolute Mehrheit der SED bereits im Vorfeld gesichert. Beschlüsse wurden durch einstimmige Voten per Zuruf oder einfache Handzeichen gefasst. Die ersten und zugleich letzten freien und geheimen Wahlen zur Volkskammer der DDR fanden am 18. März 1990 statt.



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