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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler

Seit den 1980er Jahren fanden sich in der DDR Menschen zusammen, die die Durchsetzung von Menschen- und Bürgerrechten forderten. Mit verschiedenen Aktionen versuchten die Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler auch auf fehlende Demokratisierung und mangelnden Umweltschutz aufmerksam zu machen. Mit der "Initiative Frieden und Menschenrechte" entstand in Berlin 1986 die erste kontinuierlich arbeitende Gruppe. Mit ihr verbunden waren christliche Friedenskreise und die Berliner Umwelt-Bibliothek. Aber auch außerhalb von Berlin, z.B. im Leipziger Kreis um den Pfarrer Christoph Wonneberger, schlossen sich Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler zusammen.

Durch ihre Aktionen und Publikationen gerieten viele Gruppen unter Druck durch das MfS. Trotz Verhaftungswellen im Jahr 1988 und 1989 gelang es, unter dem Schutz der Kirchen Protestaktionen, Mahnwachen und Fürbittegottesdienste zu organisieren. Diese Veranstaltungen bereiteten den Boden für die Gründung der Bürgerbewegungen und Parteien im Herbst 1989.



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