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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Zentrale Erfassungsstelle Salzgitter

Nach dem Bau der Mauer in Berlin und den ersten Todesopfern wurde im Herbst 1961 in der Bundesrepublik die Errichtung der Zentralen Erfassungsstelle der Landesjustizverwaltungen in Salzgitter zur Beweissicherung solcher in der DDR begangenen Gewaltakte beschlossen. Als Vorermittlungsbehörde sollte die Erfassungsstelle die Voraussetzungen für eine spätere Strafverfolgung der Täter schaffen. Zugleich sollte sie potentielle Täter von der Begehung von Straftaten abschrecken und sie auf das Unrecht ihres Handelns aufmerksam machen.

Für die DDR-Führung und ihre gleichgeschaltete Presse war die Erfassungsstelle "eines der übelsten Überbleibsel des Kalten Krieges, Spionagezentrum, amtliche Institution des Revanchismus und der groben Einmischung in die inneren Angelegenheiten der DDR". Den Mitarbeitern der Erfassungsstelle drohte das Strafgesetzbuch der DDR eine Freiheitsstrafe von bis zu zehn Jahren an.



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