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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Frauen für den Frieden

1982 verabschiedete die DDR-Regierung ein neues Wehrdienstgesetz, in dem Wehrdienst auch für Frauen vorgesehen war. In Berlin fanden sich oppositionelle Frauen wie Bärbel Bohley, Ulrike Poppe und andere zu einer Initiative gegen dieses Gesetz zusammen. Sie verfassten Protestbriefe und sammelten Unterschriften. Aus der Initiative entstand die Gruppe "Frauen für den Frieden". Die Ostberliner Initiativgruppe gab den Anstoß dazu, dass sich ebenso wie in Westeuropa auch in der DDR ein Netz von Frauenfriedensgruppen entwickelte. Sie sahen sich als Teil der internationalen Frauenfriedensbewegung. Die Stärke der Gruppe lag in phantasievollen Aktionen, die von Kreativität und Lebensfreude ebenso zeugten wie von der Ernsthaftigkeit ihres Engagements für ein selbstverantwortetes Leben. Die "Frauen für den Frieden" waren maßgeblich am Entstehen der Bürgerbewegungen von 1989 beteiligt.



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