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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Grenze

Das Staatsgebiet der Bundesrepublik wurde 1949 aus den drei westlichen Besatzungszonen, das der DDR aus der sowjetischen Besatzungszone gebildet. Zur Grenze, die die beiden deutschen Staaten fortan voneinander trennte, gab es in Ost und West unterschiedliche Auffassungen. In der Bundesrepublik galt sie als "innerdeutsche Grenze". In der DDR wurde sie als "Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland" behandelt. Schon bald wurde die Grenze auf DDR-Seite stark bewacht und abgeschottet. Dies gipfelte 1961 im Bau der Mauer, welche von der DDR als "antifaschistischer Schutzwall" bezeichnet wurde und deren Sicherung mit Minen, Selbstschuss- und Warnanlagen ständig perfektioniert wurde. Bei Fluchtversuchen in den Westen waren die Grenztruppen der DDR außerdem angewiesen, auf Flüchtlinge zu schießen.

Durch das Grenzregime der DDR starben allein in Berlin 70 Menschen, über 100 wurden bei ihrem Fluchtversuch verletzt. Nach neuen Untersuchungen kamen etwa 800 Menschen an der Grenze zwischen DDR und BRD ums Leben. Darüber hinaus wurden fast 200 DDR-Bürger an den Grenzen anderer kommunistischer Staaten, beim Versuch in den Westen zu gelangen, getötet. Mehr Informationen finden sie auf der Website Chronik der Mauer.



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