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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Grenztruppen

Die Grenztruppen überwachten die militärisch hoch gerüstete Staatsgrenze der DDR. Der Personenverkehr wurde von den sogenannten Passkontrolleinheiten (PKE) überwacht, die dem MfS unterstanden. Nachdem 1962 in der DDR die Wehrpflicht eingeführt wurde, wurden nur noch "ideologisch zuverlässige" Soldaten für den Dienst an der Grenze ausgewählt. Grund hierfür war der Schießbefehl, nachdem die Soldaten die Flucht über die Grenze mit allen Mitteln zu verhindern hatten – auch mit Schusswaffengebrauch und unter Inkaufnahme des Todes von Flüchtlingen. Außerdem wurden die Personen so zusammengestellt, dass sie sich gegenseitig überwachten und so möglichst keine Grenzsoldaten selbst die Gelegenheit zur Flucht nutzten.

Die Todesschützen wurden für ihre "Verdienste gegen Klassenfeinde und Kriminelle" vom SED-Regime ausgezeichnet. Die Vorfälle an der Grenze wurden ansonsten geheim gehalten und die involvierten Soldaten versetzt. Nach der Wende wurden die Grenztruppen aufgelöst und nach den Regeln des Einigungsvertrages von der Bundesrepublik übernommen.



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