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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE)

Die "Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa" wurde am 1. August 1975 in Helsinki mit der Verabschiedung einer Schlussakte beendet. An der Konferenz nahmen außer Albanien alle europäischen Staaten sowie Kanada und die USA teil. Auch die Bundesrepublik und die DDR waren gleichberechtigt dabei. Das SED-Regime erhoffte sich internationale Anerkennung und mehr Eigenständigkeit bei ihren inneren Angelegenheiten. Die Menschenrechte, zu deren Achtung und Wahrung sich die unterzeichnenden Staaten verpflichtet hatten, wurden jedoch auch nach Unterzeichnung der Schlussakte nicht beachtet. Die Missachtung der Menschenrechte diente fortan oppositionellen und ausreisewilligen Kräften in der DDR als eine willkommene Argumentationshilfe und völkerrechtliche Absicherung ihrer Forderungen.

Neben der Ausreisebewegung entwickelte sich im Zuge des KSZE-Prozesses ab Anfang der 1970er Jahre eine oppositionelle Menschenrechtsdebatte. Ostdeutsche Oppositionelle vertieften insbesondere Kontakte nach Polen, Ungarn und in die CSSR.Der KSZE-Prozess trug nicht nur zur Entwicklung und Stärkung der ostdeutschen und osteuropäischen Opposition bei. Er war zugleich eine innen- und außenpolitische Voraussetzung für die Revolution von 1989.



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