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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Ministerrat der DDR

Das erst seit 1954 offiziell als Ministerrat der DDR (MR) bezeichnete Organ der Volkskammer war die Regierung der DDR. Der Ministerrat erarbeitete Grundsätze der staatlichen Innen- und Außenpolitik und verantwortete die Erfüllung der Aufgaben in allen staatlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen der DDR. So beaufsichtigte er beispielsweise die Tätigkeit der Ministerien, der Staatlichen Plankommission, der anderen zentralen Organe der staatlichen Verwaltung und der örtlichen Räte und ließ sich dazu umfassend Bericht erstatten. Entsprechend seiner Nomenklatur ernannte er leitende Staatsfunktionäre bzw. berief diese ab. Die formalen Rechte des Ministerrats zur Gesetzesinitiative und zum Gesetzesbeschluss waren in der Praxis eingeschränkt durch die auch verfassungsmäßig verankerte führende Rolle der SED. So war der Ministerrat abhängig von den Weisungen der eigentlichen DDR-Regierung, dem SED-Politbüro.



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