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18.5.2006

Glossar

Hier finden Sie das Glossar zum Dossier "Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur".

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Montagsdemonstrationen

Demonstrationen, die im Anschluss an Friedensgebete in der Leipziger Nikolaikirche abgehalten wurden und den Unwillen der DDR-Bevölkerung gegenüber der SED-Führung zeigten. Seit Anfang September 1989 erfreuten sie sich großer Zunahme und wurden zum Ausgangspunkt der ostdeutschen Revolution. Verstärkt wurde ihre Wirkung dadurch, dass sie von ostdeutschen Oppositionellen aufgenommen und von westdeutschen Medien ausgestrahlt wurden.

Am 25. September nahmen etwa 8.000, am 2. Oktober etwa 20.000 Menschen teil. Die Demonstration am 9. Oktober, an der etwa 70.000 Bürgerinnen und Bürger teilnahmen, endete trotz der in großer Zahl aufmarschierten einsatzbereiten Polizei- und MfS-Einheiten gewaltfrei. Mit ihr sprang der "revolutionäre Funke" endgültig auf das ganze Land über, und vielerorts meldeten sich Woche für Woche Hunderttausende nach Gottesdiensten mit dem Ruf "Wir sind das Volk" zu Wort.




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