Zeitzeugenfotos vom Einmarsch in Prag am 21. August 1968


Die Fotos entstanden unmittelbar nach dem nächtlichen Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts am 21. August 1968. Mehrere Aufnahmen zeigen das Areal rund um das staatliche Rundfunkgebäude, das die Demonstrierenden mit Barrikaden aus Bussen und LKWs vor den Invasoren schützen wollten. Dort gingen die Soldaten des Warschauer Pakts mit besonderer Härte vor. Die meisten der 108 bei dem Einmarsch getöteten Menschen wurden dort gezählt. Zahlreiche weitere wurden verletzt. Die Fotos des tschechoslowakischen Kameraassisten Milan Linhart belegen wiederum auch die pazifistische Haltung der Bevölkerung, die zunächst versuchte, mit den Soldaten zu diskutieren. Dann wurde beschlossen, sie schlicht zu ignorieren. Dies überraschte die einmarschierten Soldaten - sie trafen nicht die gewalttätigen "Konterrevolutionäre" an, die ihre heimische Propaganda ihnen weisgemacht hatte.




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