Spezial

In deutscher Gesellschaft



Learning and doing

Ausländische Student*innen an deutschen Filmhochschulen

Was haben die HFF Potsdam, die dffb Berlin und die HFF München mit der Filmreihe In deutscher Gesellschaft gemeinsam? Über die Ausbildung von ausländischen Studierenden an deutschen Filmhochschulen.

Szene aus Kidlat Tahimiks Film "Who Invented the Yo-Yo? Who invented the Moon Buggy". (© Kidlat Tahimik)


Hintergrund

Ein signifikanter Teil der Filme in der Reihe In deutscher Gesellschaft. Passagen-Werke ausländischer Filmemacher*innen 1962-1992 entstand im Umfeld von Filmhochschulen. Einige waren Semester- oder Abschlussarbeiten, andere erste Produktionen von Absolvent*innen nach der Ausbildung an einer der drei etablierten Filmschulen, die es im Zeitraum, den die Retrospektive umspannt, in der DDR und der Bundesrepublik gab. Die älteste der drei Hochschulen ist die in Potsdam-Babelsberg, die 1954 gegründet wurde. In der Bundesrepublik wurden 1966 die Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und ein Jahr später die Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) in München eröffnet. Gemeinsam war den drei Schulen, dass sie von Beginn an auch Studierende ausbildeten, die nicht aus Deutschland kamen – mögen sich die politischen Gründe für deren Aufnahme auch in Ost und West unterschieden haben.

Über die Autorinnen

Die Produktion ausländischer Studierender untersuchen vor dem Hintergrund der Entwicklung der drei Schulen in ihren ersten Jahrzehnten drei Autorinnen, die sich mit der Geschichte der Filmausbildung in Ost- und Westdeutschland bereits länger befassen. Ilka Brombach ist Leiterin des DFG-Forschungsprojekts zum Studentenfilmarchiv der Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF und Herausgeberin der DVD-Edition Babelsberger Freiheiten – Filme der Hochschule für Film und Fernsehen 'Konrad Wolf' 1957-1990. Madeleine Bernstorff setzt sich als Filmwissenschaftlerin und Kuratorin regelmäßig mit der Geschichte der dffb auseinander. Für das Archivprojekt der Filmschule hat sie ein ausführliches Editorial über die Arbeit ausländischer Studierender mit dem Titel Transnationales Lernen verfasst, das als ergänzende Lektüre zum hier folgenden Text empfohlen wird. Judith Früh forscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Fernsehen und Film München zur Geschichte der Schule und ist Mitherausgeberin mehrerer Anthologien zum Thema.

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