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13.8.2018

Welchen Schulabschluss haben junge Menschen in Ausbildung, Übergangsbereich und Studium? (2016)

An der schulischen Vorbildung der Anfängerinnen und -anfänger in den verschiedenen weiterführenden Bildungsgängen lässt sich ablesen, welche Zugangschancen junge Menschen mit unterschiedlichen Schulabschlüssen haben.

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Welchen Schulabschluss haben junge Menschen in Ausbildung, Übergangsbereich und Studium? (2016) (PDF-Icon Grafik zum Download) (© bpb, WZB, Infografiker)


Ein Studium kann in Deutschland bekanntlich nur aufnehmen, wer in Besitz der allgemeinen Hochschulreife oder der Fachhochschulreife ist. Daher überrascht es nicht, dass mehr als 99 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger im Jahr 2016 über einen dieser beiden Abschlüsse verfügten. Die meisten schulischen Berufsausbildungen setzen – wie auch die Beamtenausbildung im mittleren Dienst – einen mittleren Schulabschluss voraus. Entsprechend machten Personen mit Hauptschulabschluss hier nur etwa 17 Prozent der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger aus, während gut 58 Prozent einen mittleren Schulabschluss und weitere 23 Prozent die (Fach-) Hochschulreife hatten. Eine duale Berufsausbildung kann eigentlich jeder aufnehmen, da sie formal nicht an einen bestimmten Schulabschluss gebunden ist. Doch auch hier hängt die Chance auf einen Ausbildungsplatz faktisch stark vom erreichten Schulabschluss ab. So hatten über 70 Prozent der Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger im Dualen System mindestens einen mittleren Schulabschluss. Personen mit Hauptschulabschluss waren dagegen eher schwach (23,6 Prozent) und Personen ohne Schulabschluss fast gar nicht (3,8 Prozent) vertreten. Wer nach dem Verlassen der Schule keinen Ausbildungsplatz findet, absolviert häufig eine berufsvorbereitende Qualifizierungsmaßnahme im sogenannten Übergangsbereich. Dies betraf in erster Linie junge Menschen mit maximal Hauptschulabschluss, die fast zwei Drittel der Anfängerinnen und -anfänger stellten. Auch Personen mit einem mittleren Schulabschluss waren jedoch mit fast 20 Prozent relativ stark vertreten, während Personen mit (Fach-) Hochschulreife mit etwas über 2 Prozent kaum ins Gewicht fielen.
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