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30.11.2018

Wie hat sich die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt entwickelt?

Wer eine duale Ausbildung aufnehmen möchte, muss zunächst einmal einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb finden. Dabei hängt die Zahl der verfügbaren Ausbildungsplätze auch von der allgemeinen Wirtschaftslage ab.

Ausbildungsplatzangebot und Ausbildungsbetriebsquote in Deutschland, 2000–2015 (Grafik zum Download) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/


So nimmt das Ausbildungsplatzangebot tendenziell ab, wenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sinkt. Betriebe investieren dann weniger in die Ausbildung möglicher zukünftiger Mitarbeiter. Der wirtschaftliche Abschwung zu Beginn der 2000er Jahre zeigt sich entsprechend auch in einem Absinken des Ausbildungsplatzangebots, während mit den anschließenden Boom-Jahren ab 2006 wieder mehr Ausbildungsplätze angeboten wurden. Auch die Finanzkrise von 2009, in der Grafik am kurzzeitig starken Einbruch des BIP zu erkennen, wirkte sich in dieser Hinsicht deutlich aus. Ab 2009 lässt sich das betriebliche Ausbildungsplatzangebot getrennt vom außerbetrieblichen Angebot ausweisen, das im Wesentlichen die Form staatlich geförderter Ausbildungsprogramme hat. Während das betriebliche Ausbildungsplatzangebot 2009 und 2010 einbrach, wurden vermehrt außerbetriebliche Ausbildungsplätze gefördert. Seitdem ist das außerbetriebliche Angebot wieder rückläufig. Die Zahl der mit Betrieben abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg 2011 wiederum an, sank bis zum Jahr 2013 und stagniert seitdem. Auffällig ist, dass auch zunehmend mehr Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Dies kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass Betriebe vermehrte Schwierigkeiten haben, geeignete Auszubildende zu finden. Ferner haben sich Betriebe in den letzten Jahren etwas aus der Ausbildung zurückgezogen, was an der sinkenden Ausbildungsbetriebsquote festgemacht werden kann.

Diese Grafik finden Sie im Text "Der Ausbildungsmarkt" von Christian Ebner und Alexandra Uhly.
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