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14.5.2018

Integrationsdebatten und Integrationspolitik

Der Begriff "Integration" ist vieldeutig. Der Beitrag zeigt seine unterschiedlichen Facetten auf.

Zwei Fußballspieler in der Halbzeitpause. Soziale Kontakte, zum Beispiel im Sportverein, können bei der sozialen Integration helfen. (© picture-alliance/dpa)


Integration ist ein schillernder Begriff. Er wird ebenso als Forderung nach mehr Teilhabe für Minderheiten verwendet, wie auch als Imperativ zu einer Anpassungsleistung von Zuwandernden. Der Gehalt des Begriffs hängt also davon ab, wer aus welchen Gründen in welche Bereiche integriert werden soll und welche Annahmen damit verbunden sind. Diese Fragen sind Gegenstand breiter gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen. Dabei wird einerseits darum gestritten, wer die Verantwortung für erfolgreiche Integrationsprozesse trägt, anderseits geht es um die grundlegende Frage, wie unsere Gesellschaft aussehen soll.

Integration ist zudem ein relationaler Begriff: Mit ihm werden soziale Prozesse beschrieben, in denen sich Verbindungen zwischen Einzelnen oder Gruppen und gesellschaftlichen Strukturen herausbilden. Er bedarf aber auch einer gesellschaftlichen Aushandlung, denn Zuschreibungen innerhalb von Integrationsprozessen entscheiden wesentlich darüber, inwiefern Einzelne oder Gruppen diese Prozesse selbst mitgestalten können oder bloße Anpassungsleistungen erbringen müssen. Es lohnt sich deshalb einen Blick auf Ansätze und Debatten zu richten, die den Begriff in seinen Bezügen verdeutlichen und zeigen, wie mit der Forderung nach Integration verbundene Zuschreibungen zu unterschiedlichen Deutungen dessen führen, was Integration ist.

Die strukturellen Voraussetzungen von Integration



In den Sozialwissenschaften wird häufig angenommen, dass allgemeinen Lebensverhältnisse des Aufnahmelandes wie das Erwerbseinkommen, der Bildungsverlauf oder die sozialen Kontakte als relationaler Maßstab für Integration von Einwandernden gedeutet werden müssen.[1] Der Migrationsforscher Hartmut Esser unterscheidet vier Varianten der Sozialintegration: Kulturation, Platzierung, Interaktion und Identifikation. Daraus leitet er vier Formen der Integration ab – kulturelle, strukturelle, soziale und identifikatorische Integration. Nach diesem Modell ist für den Integrationsverlauf entscheidend, ob und wie Bürgerinnen und Bürger durch die Struktur eines Gesamtsystems zusammengehalten werden. [2]. Dies gilt grundsätzlich für alle Gesellschaftsmitglieder, aber insbesondere für Personen mit Migrationsgeschichte. Denn sie können erst dann als integriert gelten, wenn Unterschiede in den Lebensverhältnissen wie z.B. ein durchschnittlich schlechterer Bildungsabschluss als andere Gruppen nicht etwa auf Grund der Kultur, sondern auf allgemeinen Bedingungen beruhen.[3]. Integration bedeutet nicht die völlige Gleichheit in den Lebensverhältnissen, sondern sie ist dann gegeben, wenn unter Personen mit Migrationsgeschichte ähnliche Ungleichheiten wie in der Gesamtbevölkerung herrschen.[4]

Gesellschaftspolitisch ist diesen strukturellen Herausforderungen mit einer Reihe von Maßnahmen begegnet worden. So wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Programme zur Förderung der Integration von Personen mit Migrationshintergrund im Bildungsbereich, auf dem Arbeitsmarkt und in den Stadtquartieren aufgelegt.

Das strukturelle Verständnis von Integration, das vielen dieser Fördermaßnahmen zugrunde gelegt wurde, ist aber sowohl politisch als auch sozialwissenschaftlich umstritten, was sich auch in Diskussionen um die Begrifflichkeit äußert.[5]. Zum Teil wird gefordert, 'Integration' durch 'Inklusion' zu ersetzen, weil damit eine gleichberechtigte Teilhabe benannt werde. Unterstützt wird dieses Argument durch die zunehmende Berücksichtigung gesellschaftlicher Vielfalt in vielen Lebensbereichen wie etwa in Unternehmen und Verwaltungen durch die Charta der Vielfalt. Ob Integrations- und Antidiskriminierungspolitik auch dauerhaft zusammenwachsen, ist aber politisch zumindest auf Bundesebene noch nicht absehbar.

Entwicklung der Integrationspolitik und -debatte



Lange Zeit war die bundesdeutsche Integrationspolitik zweigeteilt: Während seit den 1950er Jahren als 'Deutsche' anerkannte Zuwanderer aus den Gebieten des damaligen 'Ostblocks' von umfassenden Eingliederungshilfen profitierten, wurden nichtdeutsche Arbeitsmigranten als 'Gastarbeiter' [6] wahrgenommen, die nicht auf Dauer bleiben würden. Als nach dem Anwerbestopp 1973 der Familiennachzug einen zunehmenden Anteil der Zuwanderung ausmachte, wurde zwar immer wieder eine zentrale Integrationspolitik gefordert, bundespolitisch jedoch eher die "Rückkehrfähigkeit" der Migranten in den Blick genommen: Beispielsweise durch den muttersprachlichen Unterricht für Kinder von 'Gastarbeitern'. Vor allem auf kommunaler Ebene, aber auch in einzelnen Bundesländern, entwickelten sich parallel dazu verschiedene Ansätze zur Integrationsförderung vor Ort. Damit einher ging die Idee vom "ausländischen Mitbürger"[7], der z.T. durch die Einrichtung von Ausländerbeiräten politisch Rechnung getragen wurde. Bürger/innen mit Migrationsgeschichte konnten damit zum ersten Mal auch politisch partizipieren.

Im Anschluss an diese Entwicklung richtete sich die öffentliche Aufmerksamkeit vermehrt auf Fragen nach der Vereinbarkeit differenter kultureller Prägungen. In den 90er Jahren wurde das Konzept des Multikulturalismus populär, einer Idee, nach der unterschiedliche kulturelle Gruppen gleichberechtigt neben- und miteinander existieren können. Aus einer konservativen Perspektive wurde daran kritisiert, dass durch diesen Ansatz eine Gesellschaft ihre kulturelle und politische Identität aufgebe, ohne diese durch ein neues Leitmotiv zu ersetzten. Eine liberale Kritik an dem Ansatz lautete, dass durch das Postulat von 'Multikulti' Einzelne nur noch durch die Brille ihrer als statisch gedachten kulturellen Zugehörigkeit gesehen würden und Individualität damit aus dem Blick gerate.

Spätestens seit den Terroranschlägen der frühen 2000er Jahre in den USA und Europa kam außerdem die Befürchtung auf, dass mit der Migration einer muslimischen Bevölkerungsminorität nach Europa auch Werte importiert würden, die die offenen und demokratischen Gesellschaftmodelle Europas bedrohen. Damit rückten Menschen aus den "islamisch" geprägten Staaten in den Fokus sicherheitspolitischer Bedenken[8]. Integrationsprozesse werden seitdem zum Teil unter den Vorbehalt einer kulturellen Kompatibilität gestellt, in der ihr Erfolg in Abhängigkeit zu kulturellen Lebensweisen bzw. religiösen Überzeugungen gestellt wird. Dabei richtet sich der Blick dann eher auf den Grad der kulturellen Anpassung, ob eine Frau z.B. ein Kopftuch trägt, weniger jedoch auf die Fähigkeiten wie etwa eine berufliche Ausbildung. Es kann daher von einer Kulturalisierung des Integrationsbegriffs gesprochen werden. Nicht mehr die Arbeit, das Einkommen, soziales Engagement oder die Familienverhältnisse spielen dann eine Rolle, sondern eher die Religion und eine vermeintlich kulturelle Andersartigkeit. Die kulturelle Lebensweise einer Gruppe wird dann zur Ursache sozialer Probleme wie Arbeitslosigkeit oder Familienkonflikte erklärt, ohne dass damit ein Vorschlag für konkrete Integrationsmaßnahmen verbunden ist.

Zugleich wurden in den letzten 15 Jahren mit eher strukturell geprägten und auf die ersten beiden Zuwanderergenerationen gerichteten Ansätzen in der Integrationspolitik Fortschritte gemacht. So wurden bereits 2001 mit dem Bericht der sogenannten Süssmuth-Kommission wichtige Weichen für die Integrationspolitik der darauf folgenden Jahre gestellt. Und seit dem In-Kraft-Treten des Zuwanderungsgesetzes von 2005 gehören Integrationsmaßnahmen zum festen Bestandteil der Bundes- und der Landespolitik.

Wichtig für diese Entwicklung war auch die Etablierung professioneller Organisationen wie etwa der Interkulturellen Rat, der Rat für Migration oder der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration . Die Politik ihrerseits gestaltete die Entwicklung von Integrationsmaßnahmen durch Kommissionen[9] oder "Gipfel und hat die Forschung sowie zivilgesellschaftliche Organisationen[10] mit in diesen Prozess eingebunden. Auf Bundesebene bestimmt der Nationale Aktionsplan Integration wichtige Vorgaben für die Operationalisierung von Integrationsmaßnahmen.

Neue Akteure auf dem Weg zur Integrationsgesellschaft?



Insbesondere in den letzten Jahren hat sich also viel getan in der deutschen Integrationspolitik. Zum Teil wird bereits davon gesprochen, dass Deutschland nicht bloß ein Einwanderungsland sei, sondern eine Integrationsgesellschaft. Welche Bedeutung der Vielfalt unserer Gesellschaft auf der Ebene der politischen Integrationspraxis tatsächlich beigemessen wird, zeigt sich am Beispiel von Politikerinnen und Politikern mit Migrationshintergrund in Bund, Ländern und Kommunen. Aydan Özoğuz [11], Bilkay Öney [12] oder Cem Özdemir [13] sind Symbolfiguren eines politischen Bekenntnisses zur Integration in ein System, in dem die Herkunft als Kriterium für Mitbestimmung keine Rolle spielt. Anstatt den Blick primär auf die gesellschaftlichen Strukturen zu richten, rücken die Akteure der Integrationsprozesse selbst in den Fokus. Dabei verstehen diese sich kaum noch als Zuwandernde, Ausländer oder Personen mit Migrationshintergrund, sondern vielmehr als "Neue Deutsche". Dies nicht nur der deutschen Staatsangehörigkeit wegen, sondern weil Personen mit bestimmten Merkmalen wie einer dunklen Haut gesellschaftlich noch immer nicht vorbehaltlos als deutsch wahrgenommen werden. Dabei zeigen Organisationen wie die 'Neuen Deutschen Medienmacher', dass Personen mit Migrationsgeschichte sich auf Dauer nicht nur an gesellschaftliche Strukturen anpassen können, sondern diese durch ihre Impulse mitprägen.

"Knofi" - Türkischer Feinkostladen in Berlin-Kreuzberg (© Susanne Tessa Müller)


Für diese Entwicklung einer erweiterten Partizipation, in der aus Personen mit Migrationsgeschichte aktive Akteure werden, wurde der Begriff der postmigrantischen Gesellschaft geprägt. Damit geht die Vorstellung einher, dass Integration sich nicht in dem Prozess der Einbindung von "Fremden" in ein bestehendes System erschöpft. Gesellschaften befinden sich vielmehr in einem fortwährenden Prozess kulturell-sozialer, struktureller und politischer Integration. Der Anspruch politischer Mitbestimmung begründet so eine Perspektive, in der Integrationspolitik nicht einseitig Personen mit Migrationsgeschichte adressiert, sondern danach fragt, wie sich Teilhabe in möglichst allen Lebensbereichen organisieren lässt und dabei den Ansprüchen aller Menschen gerecht werden kann.

Mit der in politischen Symbolen wie Einbürgerungsfeiern oder der Herausstellung von Personen mit Migrationsgeschichte in wichtigen Ämtern versinnbildlichten Hinwendung zu jenem Teil der Gesellschaft, der einst als fremd galt, gehen daher idealerweise auch weiterhin strukturelle Maßnahmen einher. Diese werden sich angesichts einer Ausdifferenzierung dessen, was deutsch ist und noch werden kann, anders als bisher auf gesellschaftliche Pluralität einstellen müssen, um erfolgreich zu sein. Einige Anfänge sind mit den Bundesintegrationskursen zum Spracherwerb, der Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse und der Erleichterung im Bereich der Arbeitsaufnahme für Personen aus Drittstatten, insbesondere für Asylsuchende bereits gemacht. Für eine nachhaltige Integrationsarbeit ist es bedeutsam, neben strukturellen Aspekten wie Sprache, Bildung, Arbeit oder Wohnraum, auch darauf ausgerichtet zu sein, die angesprochenen Menschen in diesen Prozessen als handelnde Subjekte miteinzubeziehen.

Schlussendlich stellt sich die Frage, ob der Begriff Integration bei all seiner Vieldeutigkeit überhaupt dazu taugt, als Leitbegriff wesentlicher gesellschaftlicher Handlungsfelder verwendet zu werden. Geht es nur um eine strukturelle Einbindung, dann geht es eher um einen funktionalen Blick auf wirtschaftliche Notwendigkeiten, ohne dass die Bedürfnislage der Betroffenen hinreichend Berücksichtigung findet. Sollen Personen mit Migrationsgeschichte zu einer größeren Beteiligung befähigt werden, dann könnte auch von politischer Partizipation gesprochen werden. Und wenn es darum geht, Integration als Prozess zu fassen, der alle betrifft, dann könnte er ebenso gut durch Inklusion ersetzt werden. Diese Möglichkeiten einer neuen Begriffsgewinnung machen deutlich, dass Integration überhaupt nur verstanden werden kann, wenn die Bezugsgrößen verdeutlicht werden. Integration ist stets ein Prozess, der seinen Erfolg zugleich an strukturellen Voraussetzungen, wie an subjektiven Ansprüchen erweisen muss. Damit Deutschland also tatsächlich eine Integrationsgesellschaft werden kann, ist es weiter notwendig, dass sich Politik und Öffentlichkeit damit auseinandersetzen, wie unsere Normen so ausgestaltet werden können, dass sie allen die gleichen Rechte gewähren und zugleich faire Chancen auf strukturelle Teilhabe garantieren.
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Fußnoten

1.
Hoffmann-Nowotny, Hans-Joachim (1986): Paradigmen und Paradigmenwechsel in der sozialwissenschaftlichen Wanderungsforschung. Versuch einer Skizze einer neuen Migrationstheorie; in: Gerhard Jaritz; Albert Müller (Hrsg.), Migration in der Feudalgesellschaft, Frankfurt/New York; S. 21–42.
2.
Esser, Harmut (2000): Soziologie: Spezielle Grundlagen Bd. 2: Die Konstruktion der Gesellschaft, Frankfurt/Main.
3.
Hoffmann-Nowotny, Hans-Joachim (1973): Soziologie des Fremdarbeiterproblems. Eine theoretische und empirische Analyse am Beispiel der Schweiz, Stuttgart.
4.
Luft, Stefan (2009): Staat und Migration, Frankfurt/New York.
5.
Ebd.
6.
Fietkau, Wolfgang (1972): Sogenannte Gastarbeiter. Report und Kritik, Wuppertal.
7.
Vgl. Leudesdorff, René; Horst Zilleßen (1971) (Hrsg.): Gastarbeiter, Mitbürger. Bilder, Fakten, Gründe, Chancen, Modelle, Dokumente, Gelnhausen; Esser, Hartmut (1983) (Hrsg.): Die fremden Mitbürger. Möglichkeiten und Grenzen der Integration von Ausländern, Düsseldorf; Micksch, Jürgen (1978) (Hrsg.): Gastarbeiter werden Bürger. Handbuch zur evangelischen Ausländerarbeit, Frankfurt/Main.
8.
Schmithals, Walter (2007): Was bleibt vom christlichen Abendland? Die Frage nach Europas Identität; in: Hans Zehetmair (Hrsg.); Politik aus christlicher Verantwortung, Wiesbaden, S. 224-236.
9.
Mit Integration setzte sich 2002 die Enquetekommission "Demographischer Wandel" des Deutschen Bundestags auseinander. Vgl.: Deutscher Bundestag Drucksache 14/8800. Der Rheinland-Pfälzische Landtag setzte von 2008-2009 eine "Enquetekommission Integration" ein; siehe: Landtags-Drucksache 15/5280. In Hessischen Landtag wurde 2010-2013 eine "Enquetekommission Integration" eingesetzt; siehe: Landtags-Drucksache 18/7500.
10.
Hier sind vor allem die Migranten-Selbstorganisationen, die islamischen Verbände, die kommunalen Ausländervertretungen und kommunalen Integrationsbeiräte hervorzuheben. Sie sind mit ihrem Personal auch auf den Fachtagungen von Regierungsinstitutionen sowie dem Integrationsgipfeln vertreten. Ebenfalls spielen Stiftungen eine herausgehobene Rolle in der Beratung der Politik und der Umsetzung praxisnaher Projekte. Beispiele dafür sind etwa das Projekt zur Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Erlangung eines Bachelor-Abschlusses oder der "Trialog der Kulturen" der Quant-Stiftung.
11.
http://oezoguz.de/, Beauftragte der Bundesregierung für Integration und stellvertretende SPD-Vorsitzende
12.
Bilkay Öney (SPD) war von 2011 bis 2016 Integrationsministerin in Baden-Würtenberg.
13.
http://www.oezdemir.de/, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen.

Marc Phillip Nogueira

Marc Phillip Nogueira

Marc Phillip Nogueira ist Soziologe und war als Berater sowie Mitarbeiter für kommunale Institutionen, das Land Hessen und den Bund tätig. Gegenwärtig ist er als stellvertretender Abteilungsleiter für die kommunale Integrationsförderung der Stadt Mannheim zuständig.


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