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26.2.2019

Asylbedingte Kosten und Ausgaben

Infografiken zu asylbedingten Ausgaben und Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz

Im Jahr 2017 wurden im Bundeshaushalt mehr als 21 Milliarden Euro für asylbedingte Kosten ausgegeben. Was steckt hinter diesen Ausgaben? Und wie viel geben die einzelnen Bundesländer für Leistungen an Asylsuchende aus?

Wie hoch ist der Anteil der asylbedingten Kosten am Bundeshaushalt?



2017 leistete der Bund rund 21,22 Milliarden Euro an asylbedingten Ausgaben (Stand: Oktober 2018). Nicht berücksichtigt sind dabei Kosten und Ausgaben, die allein von den Bundesländern getragen werden, die für die Unterbringung, Versorgung und Integration von Asylsuchenden zuständig sind.



In den Ausgaben des Bundes enthalten sind Ausgaben für die Fluchtursachenbekämpfung (7,28 Mrd. Euro), die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Asylsuchenden im Asylverfahren (1,07 Mrd. Euro), Integrationsleistungen (2,62 Mrd. Euro), Sozialtransferleistungen nach Asylverfahren (3,69 Mrd. Euro) und Zahlungen zur Entlastung der Bundesländer und Kommunen (6,56 Mrd. Euro).

Wie hoch sind die Ausgaben der Bundesländer für Asylsuchende?



Zahlen liegen hier für Leistungen nach dem Asylberweberleistungsgesetz vor. Demnach haben 2017 alle Bundesländer zusammen rund 5,9 Milliarden Euro für solche Leistungen ausgegeben. 2016 waren es noch rund 9,4 Milliarden Euro. Zahlen für 2018 liegen bislang nicht vor.



Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2017 der größte Posten der Asylbewerberleistungen Sachleistungen (rund 2 Mrd. Euro) gefolgt von Leistungen in besonderen Fällen/Hilfe zum Lebensunterhalt (1,52 Mrd. Euro), Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt (0,86 Mrd. Euro) und Geldleistungen für den Lebensunterhalt (0,76 Mrd. Euro). Da die Länder u.a. durch Rückzahlungen und Kostenerstattungen auch Einnnahmen verzeichnen, lagen die Nettoausgaben 2017 mit rund 5,6 Millarden Euro leicht unter den Bruttoausgaben.


Weitere Zahlen zu Asyl in Deutschland:

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