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Newsletter Migration (Archiv)



Migration und Bevölkerung Ausgabe 2/2015

Die meisten deutschen Staatsangehörigen, die aus Deutschland auswandern, kehren später wieder hierher zurück. Das ist das Ergebnis der Studie "International Mobil", die diese freiwilligen Wanderungsbewegungen auf die Formel "Brain Circulation" statt "Brain Drain" herunterbricht. Auch in Polen ist Auswanderung ein wichtiges Thema. 2013 lebten 2,2 Mio. polnische Staatsangehörige im Ausland. Aktuell verzeichnet das Land eine steigende Zuwanderung aus der benachbarten Ukraine, aus der immer mehr Menschen fliehen. Das Thema Asyl spielt dennoch kaum eine Rolle. Weltweit befinden sich immer mehr Menschen auf der Flucht. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge rechnet mit 300.000 Asylanträgen im Jahr 2015. Wenige Menschen suchen in Deutschland Zuflucht bei den Kirchen, um eine erneute Prüfung ihres Antrags zu erreichen. Nun wird um das Kirchenasyl gestritten. Dietlind Jochims, Pastorin und Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft "Asyl in der Kirche" erklärt im Interview, wie Kirchenasyl funktioniert und warum Kirchengemeinden Geflüchtete aufnehmen, die zur Prüfung ihres Asylantrags in einen anderen EU-Staat überstellt werden sollen. Die zunehmende Internationalisierung der Bevölkerung stellt die Bildungssysteme vor Herausforderungen. Neueste Erkenntnisse zeigen, dass Deutschland weit davon entfernt ist, die in der Europäischen Union verabredeten Bildungsziele zu erreichen. Die Lasten tragen vor allem die Menschen mit Migrationshintergrund. Welche Konsequenzen Einwanderungspolitik langfristig hat, darauf macht das Länderprofil Südafrika aufmerksam, indem es zeigt, wie die rassistischen Selektionskriterien von Kolonialzeit und Apartheid bis heute nachwirken.

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