Dossier

Russlanddeutsche



Russlanddeutscher Samisdat

Eine Dokumentation von Viktor Krieger

Die Deutschen in der UdSSR haben eine beachtliche Zahl an unzensierten Schriften im Zuge der Autonomie-, Ausreise- und Religionsbewegung produziert. Das war umso bemerkenswerter, weil im Vergleich zu den anderen etablierten Nationalitäten die Deutschen sich in einer ungleich schwierigeren Situation befanden: die nach 1941 eingesetzte deutschfeindliche Politik des Sowjetstaates vernichtete historisch gewachsene wirtschaftliche, sprachliche und soziokulturelle Räume an der Wolga, auf der Krim, in der Ukraine, im Nord- und Transkaukasus, liquidierte alle national-kulturellen und Bildungsinstitutionen. Der genossenschaftliche und private Besitz der Deutschen wurde restlos konfisziert, Objekte materieller und geistiger Kultur zerstört oder zweckentfremdet, deutschsprachige Bücher und Zeitungen aus privaten und öffentlichen Bibliotheken fast komplett vernichtet, muttersprachlicher Schulunterricht verboten. "Samisdat" (auch Samizdat geschrieben, vom Russischen sam isdatelj – Selbstverleger) ist Ausdruck politischer und kultureller Opposition und gleichzeitig des Willens, unzensierte, freie, eigene Gedanken oder künstlerische Werke einem möglichst breiten Leser- und Zuschauerkreis bekannt zu machen.

Abschnitt I: Einführung

Abschnitt II: Quellenteil



Teil 1: Der Kampf um die Autonomie und für nationale und bürgerliche Gleichberechtigung Teil 2: Intellektueller Samisdat Teil 3: Kampf um die Ausreise aus der UdSSR nach Deutschland (BRD und DDR) Teil 4: Künstlerische und volkskundliche unzensierte Werke

Abschnitt III: Lebensläufe einiger nonkonformer Aktivisten und Dissidenten

Abkürzungsverzeichnis

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