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19.12.2013

Tierversuche – ein Rollenspiel

Im folgenden Spiel streiten in einer ersten Phase vier Personen über Tierversuche.

Erste Spielphase:



Zunächst tritt der Patient auf und klagt über Schmerzen, Angst vor einem frühen Tod, die bisherige Unheilbarkeit seiner Krankheit; nun jedoch, so ergänzt er, könne im Tierversuch ein Medikament entwickelt werden, das mit einiger Wahrscheinlichkeit sein Leben retten würde. Es erscheint seine Ärztin, die seine Partei ergreift und erklärt, ihre Aufgabe sei, dem Patienten jede nur mögliche Hilfe zu bieten, denn dazu verpflichte sie der von ihr geleistete Eid. Hinzu kommt ein Vertreter der Pharmaindustrie, der dem Arzt zustimmt, auf die Entwicklung der Medikamente verweist und auf die vielen Menschenleben, die bereits gerettet werden konnten, und dass dies nur möglich sei, wenn in der Forschung am Tier experimentiert werden könne. Nun ergreift die Tierrechtlerin das Wort, die stillschweigend nach dem Plädoyer des Kranken ein großes Stofftier in der Mitte der Gruppe plaziert hat, und verweist auf die grundsätzlichen Rechte der Tiere auf Leben und Unversehrtheit, auf ein ebenso glückliches Leben, wie der Kranke dies anstrebe. Zuletzt erscheint ein Mediziner, der die sanfte Medizin vertritt und auf Alternativen zu Tierversuchen aufmerksam macht.

Zweite Spielphase



Nun ordnet ihr euch einer der oben aufgetretenen Interessenvertreter zu, entweder weil ihr deren Position gern vertreten möchtet oder weil ihr Argumente für diese Position ausarbeiten wollt. Die Gruppe diskutiert die Position erneut und stützt sie durch weitere Gründe.

Dritte Spielphase



Die Gruppen stellen unter der Leitung des Interessenvertreters die jeweilige Position auf einem Plakat dar und präsentieren darauf die drei überzeugendsten Gründe.

Barbara Brüning, nach einer Idee, aus: Ethik & Unterricht, Heft 1, 1997, S. 29
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