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14.6.2009

Umfrage: Aufgaben im Umweltschutz

An der Spitze drängender umweltpolitischer Aufgaben stehen aus Sicht der Bevölkerung der effiziente Einsatz von Energie, z.B. durch sparsame Automotoren und Elektrogeräte, sowie der Ausbau erneuerbarer Energien.

Umfrage Aufgaben im Umweltschutz (2008) Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Nach den Ergebnissen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) war im Jahr 2008 mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Ansicht, dass die Regierung sich stärker für die Umwelt engagieren sollte (56 Prozent). Nur eine Minderheit von 7 Prozent meinte, die Regierung solle in Zukunft weniger für den Umweltschutz tun. 36 Prozent hielten das derzeitige Ausmaß des staatlichen Umweltengagements für genau richtig. In vorangehenden Untersuchungen in den Jahren 2002, 2004 und 2006 hatten sich noch zwischen 63 und 70 Prozent der Befragten für ein stärkeres Umweltengagement der Bundesregierung ausgesprochen.

An der Spitze drängender umweltpolitischer Aufgaben standen aus Sicht der Bevölkerung im Jahr 2008 der effiziente Einsatz von Energie (zum Beispiel durch sparsame Automotoren und Elektrogeräte) sowie der Ausbau erneuerbarer Energien. Auch die Förderung umweltverträglicher Produkte wurde als eine vorrangige Aufgabe für die Umweltpolitik bewertet. Neben den Bereichen Energie und Produktion hat auch der Bereich "Stadt und Verkehr" nach wie vor eine hohe Bedeutung. Bei einer Frage zum gewünschten Wohnumfeld gab rund ein Viertel bis ein Drittel der Befragten an, dass den Faktoren "Nähe zur Natur bzw. zu öffentlichen Grünanlagen", "gute Luftqualität" und "öffentliche Verkehrsanbindung" eine hohe Priorität zukommt.

Weiter wird in der Studie festgestellt, dass bei den persönlichen Einschätzungen und Prioritäten soziale Unterschiede bei den Befragten eine zentrale Rolle spielen. Menschen mit hohem Einkommen und hohem Bildungsgrad erwarten häufiger ein größeres Umweltengagement des Staates als Menschen mit niedrigem Einkommen und geringerem Bildungsgrad. Bei letzteren sind oft andere Themen – wie zum Beispiel Arbeitslosigkeit – wichtiger.

Datenquelle



Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Umweltbewusstsein in Deutschland 2008 – Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage
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