30 Jahre Mauerfall Mehr erfahren
zurück 
14.6.2009

Gefährdete Pflanzen

Etwa 40 Prozent der untersuchten Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste. Dabei sind rund 9 Prozent ausgestorben, verschollen oder vom Aussterben bedroht. Weitere 21 Prozent sind stark gefährdet oder gefährdet.

Gefährdete Pflanzen Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Eine Untersuchung des Bundesamtes für Naturschutz von 819 ausgestorbenen und gefährdeten Farn- und Blütenpflanzen in Deutschland ergab, dass Lebensraumzerstörung und landwirtschaftliche Nutzung die Hauptursachen für den Artenrückgang sind. Standortveränderungen, besonders durch flächendeckende Einträge von Nährstoffen wie Nitrate und Phosphate aus der Landwirtschaft, beeinflussen ungefähr die Hälfte der betrachteten Arten. Viele der ausgestorbenen oder gefährdeten Arten sind auf nährstoffarme Standorte angewiesen, die es in unseren stark genutzten Landschaften kaum noch gibt. Sehr nährstoffarme Gewässer wie Heideweiher oder Moore und Moorwälder weisen die höchsten Anteile ausgestorbener und gefährdeter Arten in Deutschland auf.

Die "Rote Liste" der Pflanzen beinhaltet Angaben zur Gefährdungssituation der Pflanzen in Deutschland. Insgesamt wurden von den etwa 28.000 in Deutschland beheimateten Pflanzenarten 13.907 auf ihre Gefährdung hin untersucht und bewertet. Von den bewerteten Pflanzenarten galten im Jahr 1996 4 Prozent als ausgestorben oder verschollen, weitere 5 Prozent waren vom Aussterben bedroht. 9 Prozent wurden als stark gefährdet und nochmals 12 Prozent als gefährdet eingestuft. Für 3 Prozent wurde eine Gefährdung angenommen, 7 Prozent waren extrem selten und bei 8 Prozent war die Datenlage unzureichend. Schließlich galt mit 51 Prozent etwas mehr als die Hälfte aller bewerteten Pflanzenarten als ungefährdet.

Datenquelle



Bundesamt für Naturschutz (BfN): www.bfn.de
Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln