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14.6.2009

Zusammensetzung des Abfallaufkommens

Mehr als die Hälfte des gesamten Abfallaufkommens in Deutschland entfiel 2006 auf Bau- und Abbruchabfälle. 15 Prozent waren Abfälle aus Produktion und Gewerbe, weitere 12,5 Prozent Siedlungsabfälle.

Zusammensetzung des Abfallaufkommens Lizenz: cc by-nc-nd/3.0/de/ (bpb)


Im Jahr 2006 betrug das gesamte Abfallaufkommen in Deutschland 372,9 Millionen Tonnen. Mehr als die Hälfte waren Bau- und Abbruchabfälle (52,5 Prozent), gefolgt von Abfällen aus Produktion und Gewerbe (15,3 Prozent), Siedlungsabfällen (12,5 Prozent), Bergematerial aus dem Bergbau (11,3 Prozent) und den Abfällen aus Abfallbehandlungsanlagen (8,6 Prozent).

Beim Abfall stieg das Nettoaufkommen zwischen 1996 und 2000 von 385,3 auf 406,7 Millionen Tonnen. Eine Trendwende erfolgte im Jahr 2001 mit einem Rückgang um 11,4 Millionen Tonnen bzw. knapp 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Diese rückläufige Entwicklung setzte sich auch in den folgenden Jahren fort. Im Jahr 2005 wurden nur noch 331,9 Millionen Tonnen Abfall an die Entsorgungsanlagen geliefert. Im Jahr 2006 war mit 340,9 Millionen Tonnen ein leichter Anstieg des Abfallaufkommens zu verzeichnen.

Bei den Siedlungsabfällen gab es zwischen den Jahren 1996 bis 2002 einen Anstieg von 44,4 auf 52,8 Millionen Tonnen. Mit 46,4 Millionen Tonnen im Jahr 2006 war diese Menge in den letzten vier Jahren aber wieder rückläufig. Den Großteil der Siedlungsabfälle bildeten im Jahr 2006 die Haushaltsabfälle mit 40,8 Millionen Tonnen (87,9 Prozent). Die restlichen 5,6 Millionen Tonnen (12,1 Prozent) entfielen auf die sonstigen Siedlungsabfälle (zum Beispiel die nicht über die öffentliche Müllabfuhr eingesammelten hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle, Straßenkehricht und Marktabfälle).

Zu den Haushaltsabfällen gehören der Hausmüll und die hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle, die gemeinsam über die öffentliche Müllabfuhr eingesammelt werden (14,3 Mio. t / 30,7 Prozent), die biologisch abbaubaren Garten- und Parkabfälle (4,0 Mio. t / 8,7 Prozent), die kompostierbaren Abfälle aus der Biotonne (3,8 Mio. t / 8,1 Prozent), der Sperrmüll (2,2 Mio. t / 4,8 Prozent) und die getrennt gesammelten Fraktionen – wie zum Beispiel Glas, Papier, Leichtverpackungen, Elektroaltgeräte (16,5 Mio. t / 35,6 Prozent). Die Menge der getrennt gesammelten Fraktionen stieg dabei durch die verstärkte Förderung der Abfalltrennung und Verwertung bis 2002 deutlich an.

Datenquelle



Statistisches Bundesamt: Statistisches Jahrbuch 2008, Umweltnutzung und Wirtschaft
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