Dossier

Arabischer Frühling



Länderanalysen

Jahrzehntelang galten die Regime in Nordafrika und im Nahen/Mittleren Osten zwar als autoritär und korrupt, zugleich aber auch als überwiegend stabil und anpassungsfähig. Dieses Bild begann sich zu verändern, als Mitte Dezember 2010 in Tunesien, einem der repressivsten arabischen Staaten, diese Verkrustung aufbrach. Der rasche Erfolg der Revolten – zunächst in Tunesien, dann in Ägypten – ermutigte junge Araberinnen und Araber in nahezu der gesamten Region, den Unmut über ihre Lebensbedingungen auf die Straße zu tragen und nicht länger vor der staatlichen Repression zurückzuschrecken. Auch wenn die konkreten Forderungen von Land zu Land variieren, haben die Proteste doch eines gemein: Stets verbinden sie soziale, wirtschaftliche und politische Anliegen.

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