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28.3.2008

Biografien der Gründerväter des Zionismus

Der Zionismus hat viele Ausprägungen. Neben dem politischen Zionismus gibt es auch einen kulturellen und einen sozialistischen Zionismus. Hier werden die wichtigsten zionistischen Vordenker und ihre Ideen vorgestellt.

Martin Buber. (© National Photo Collection Israel)

Martin Buber



Martin Buber (1878-1965) prägte über Jahrzehnte den Zionismus der Verständigung. In Wien geboren und in Lemberg aufgewachsen, lebte er seit der Jahrhundertwende in Deutschland. Seit 1898 Zionist, wurde er bald Vorkämpfer eines Zionismus der Idee und Kultur, im Gegensatz zum politischen. Vor allem publizistisch sowie als Redner und Lehrer Einfluss nehmend, war er immer wieder auch in der politischen Sphäre aktiv. Auf letztere übertrug er Vieles aus seiner Philosophie der Dialogik, für ihn gab es ohnehin keine Trennung zwischen einer Ethik des Privaten und einer Ethik des Politischen, was seinen Verständigungsansatz besonders radikal machte. Einen nicht-materialistischen Sozialismus vertretend, schloss er sich der zionistischen Arbeiterbewegung an und brachte die Resolution zur arabischen Frage im Namen von deren führender Partei ein. Vor allem nach seiner Einwanderung nach Palästina 1938 wurde er in diversen Organisationen für Verständigung aktiv.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Vladimir Zeev Jabotinskys Konterfei schmückte in den 1970er Jahren die 100-Shekel-Note. (© Bank of Israel)

Vladimir Zeev Jabotinsky



Vladimir Ze'ev Jabotinsky (1880-1940) war für fast zwei Dekaden der Kopf des Kampfes gegen das zionistische Establishment von rechtszionistischer Seite. In Odessa geboren, studierte er in Bern und Rom Jura und begann seine zionistische Arbeit nach dem Pogrom von Kischinew im Jahr 1903. 1925 gründete er seine eigene zionistische Partei, die "Welt-Union der Zionisten-Revisionisten", deren Präsident er bis zu seinem Tode war. Unzufrieden mit der zionistischen Linie, nicht einen jüdischen Staat als Ziel des Zionismus zu erklären, trat er aus der Zionistischen Organisation aus und gründete 1935 eine eigene: die "Neue Zionistische Organisation".

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

David Ben Gurion, Elieser Kaplan und Mosche Scharet (v.l.) bei der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung am 18. Mai 1948. (© Israel National Photo Collection)

David Ben Gurion



David Ben Gurion (1886-1973) verkörperte die praktische Verwirklichung des Zionismus, schließlich in Form eines jüdischen Staates. Er prägte nicht nur die Arbeiter-, sondern die gesamte zionistische Bewegung und den jungen Staat Israel wie kaum ein anderer. Im polnisch-russischen Plonsk geboren, verband er schon seit 1904 Sozialismus und Zionismus und immigrierte 1906 nach Palästina. Bald führend innerhalb der zionistischen Arbeiterbewegung, gehörte er 1920 zu den Gründern der Gewerkschaft "Histadruth". Später führte er die vereinigte Arbeiterpartei "Mapai" an, die die zionistische Bewegung und später den Staat Israel bis in die 70er-Jahre dominierte. Von 1948 bis 1953 war er Israels erster Premier- und Verteidigungsminister, 1955 im Kabinett Scharett Verteidigungsminister, dann 1955 bis 1963 wieder Premier- und Verteidigungsminister.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Chaim Weizmann (sitzend, 2. v.l.) nahm 1933 an Verhandlungen zwischen Zionisten, Vertretern Transjordaniens und den britischen Völkerbund-Mandatsträgern in Jerusalem teil. Verhandelt wurden Bedingungen für jüdische Siedlungen in Palästina. (© Weizmann Archives, Rehovot)

Chaim Weizmann



Chaim Weizmann (1874-1952) verkörperte das Bemühen um die internationale Sicherung des Jüdischen Nationalheims und prägte den Zionismus vor allem in den 1920ern und in der ersten Hälfte der 1930er-Jahre. In der Nähe des russischen Pinsk geboren, studierte er an deutschen Universitäten Chemie und lebte seit 1904 in England. Früh an die Wichtigkeit der britischen Unterstützung für den Zionismus glaubend, betrat Weizmann die internationale zionistische Bühne erstmals, um eine entsprechende offizielle Erklärung zu erhalten – die er dann in Form der Balfour-Deklaration erhielt. Von 1920 bis 1931 und 1935 bis 1946 Präsident der Zionistischen Organisation, wurde er erster Staatspräsident Israels.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Eine Figur am Kölner Rathausturm erinnert an den deutsch-jüdischen Philosophen und Schriftsteller Moses Hess (re.), der in Köln eine der ersten sozialistischen Tageszeitungen gründete. Lizenz: cc by-sa/3.0/de (Wikimedia, Raimond Spekking)

Moses Hess



Moses Hess (1812-1875) wurde 1812 in Bonn geboren. (...) Zwischen 1837 und 1839 studierte er an der Bonner Universität Philosophie, schloss das Studium jedoch nicht ab. (...) In seinen Zwanzigerjahren fühlte er sich durch und durch als Deutscher und war davon überzeugt, dass sich die Juden assimilieren sollten. Während der Damaskus Affäre 1840 war er vom Leiden seiner Glaubensgenossen stark beeinflusst. Doch erst die Vereinigung Italiens, der Aufstieg des Nationalismus und das Hervortreten des deutschen Antisemitismus brachten Hess zu seinen jüdischen Wurzeln zurück. 1862 erschien sein Klassiker des Zionismus "Rom und Jerusalem", in dem er seine Rückkehr zu "seinem" Volk beschreibt. (...) Die jüdische Religion war für ihn das beste Mittel, die jüdische Nationalität zu bewahren, und sollte bis zur Etablierung einer jüdischen Einheit in Palästina unverändert bleiben. Die Grundlagen des zukünftigen jüdischen Staates seien der nationale Landerwerb, die Schaffung legaler Bedingungen und die Gründung jüdischer Körperschaften für Landwirtschaft, Industrie und Handel. Moses Hess' Werk geriet längere Zeit in Vergessenheit. Erst mit dem Auftreten des politischen Zionismus wurde sein Werk gewürdigt.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Leon (Jehuda Leib) Pinsker



Leon Pinsker (1821-1891) wurde 1821 in Tomaszow (Polen) geboren. (...) Pinsker war einer der Gründer der ersten russisch-jüdischen Wochenzeitung, Razsvet ("Blüte"), die der jüdischen Bevölkerung die russische Kultur näher bringen und sie zum russisch sprechen animieren wollte. (...) Die Pogrome, die die Juden Russlands 1881 heimsuchten, und der unverhohlene Antisemitismus der Regierung, bewirkten einen Sinneswandel bei Pinsker. Er verwarf Aufklärung und Emanzipation als Lösung für die Zukunft des russischen Judentums und glaubte nicht mehr daran, dass Humanismus ein Mittel sei, dem Judenhass zu begegnen. (...) Pinsker kam zu dem Schluss, dass die Juden Russlands in ein anderes Land auswandern müssten und dort ein nationales jüdisches Zentrum errichten. Bei Reisen durch Europa besprach er seine Ideen u.a. mit Arthur Cohen, Mitglied des britischen Parlaments und Vertreter der britischen Juden in London, der ihn zur Publikation seiner berühmten Arbeit "Autoemancipation" anregte. (...) Der Grundzug von Pinskers Anliegen war dabei die nationale Selbstwürde. Autoemanzipation war für ihn vor allem "die Wiederherstellung der nationalen Ehre und die Wiedergeburt des Gefühls der Eigenwürde in uns", wie Achad haAm zusammenfasste. Pinsker erlebt das Dasein in der Diaspora "als eine einzige ununterbrochene Entwürdigung". "Autoemanzipation" rief bei den Juden ein starkes Echo hervor. Die Chowewei Zion Bewegung begrüßte das Buch enthusiastisch. Mosche Lilienblum versuchte Pinsker davon zu überzeugen, die Entscheidung der westlichen Juden nicht abzuwarten, sondern sich sofort für eine Heimat in Eretz Israel ans Werk zu machen wurde. Pinsker war daraufhin maßgeblich an der Gründung der Chovevei Zion Gruppe von Odessa beteiligt.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Nathan Birnbaum



Nathan Birnbaum (1864-1937) wurde 1864 in Wien geboren. (...) 1885 gab Nathan Birnbaum die erste jüdische nationale Zeitschrift unter dem Titel "Selbstemanzipation" - in Anlehnung an Pinskers "Autoemanzipation - heraus. Darin prägte Birnbaum den Begriff "Zionismus". 1893 erschien sein "Appell an die Guten und Edlen aller Nationen" unter dem Titel "Die nationale Wiedergeburt des jüdischen Volkes als Mittel zur Lösung der Judenfrage". Birnbaum ging zu einem kulturellen Verständnis des Judentums über und war mit seiner Rede "Zionismus als Kulturbewegung" auf dem Ersten Zionistenkongress von 1897 vertreten. Doch schon kurz darauf überwarf er sich mit Herzl und wandte sich vom Zionismus ab.(...) Birnbaum favorisierte das Konzept einer interterritorialen Nation, die alle jüdischen Gruppen und deren Kultur integrieren würde. Vor allem das jiddisch-sprechende Ostjudentum war für Birnbaum wichtig. Er kämpfte für die Anerkennung des Jiddischen als Sprache und veröffentlichte dazu eine Vielzahl an Artikeln und Kommentaren.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Max Nordau



Max Nordau (1849-1923) wurde 1849 als Simon Maximilian Südfeld in Pest, Ungarn geboren. Seine Familie war orthodox, Nordau entfernte sich jedoch nach seinem 18. Geburtstag zunehmend von der Religion, später wurde ihm sogar Antireligiosität vorgeworfen. (...) Trotz seiner Entfremdung von der Religion war Nordau das jüdische "Problem" bewusst. Er nahm den Antisemitismus seiner Umgebung deutlich wahr und erlebte gemeinsam mit Theodor Herzl, den er 1892 kennenlernte, die Manifestation des Antisemitismus im Zuge der Dreyfuss Affäre in Paris.

Herzl besprach seine Idee eines Judenstaates im November 1895 mit Nordau, der so zu einem frühen und begeisterten Mitstreiter wurde. Am ersten Zionistenkongress entwarf er das Baseler Programm. Nordau war Vizepräsident des ersten bis sechsten Zionistenkongresses, sowie Präsident des siebten bis zehnten Kongress. In seinen berühmten Reden stellte er jeweils die Situation der Juden in der Diaspora dar und legte dabei vor allem Wert auf die Notlage der Juden in Osteuropa. (...) Nordau lehnte es ab, Herzls Nachfolger 1904 nach dessen Tod zu werden, wie Herzl es vorgeschlagen hatte. Den Ersten Weltkrieg verbrachte Nordau im neutralen Spanien und favorisierte Vladimir Jabotinskys Idee einer jüdischen Legion. Nach einer Welle von Pogromen in der Ukraine im Jahr 1919, setzte sich Nordau für einen schnellen Transfer von 600.000 Juden nach Palästina ein, ein Vorschlag der von der zionistischen Führung als unrealistisch zurückgewiesen wurde. 1921 zog sich Nordau von der aktiven zionistischen Arbeit zurück.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Ber Borochow



Ber Borochow (1881-1917) wurde 1881 in Poltawa (Russland) geboren und interessierte sich bereits in seiner Jugend für den Marxismus. Im Jahre 1900 gründete er in Ekaterinoslaw die erste Organisation der sozialdemokratischen russischen Partei Poale-Zion. Nachdem er ein Jahr später Zeuge eines antisemitischen Pogroms wird, organisierte er die erste jüdische Selbstschutz-Organisation in Russland. In den folgenden Jahren wurde er zu einem Protagonisten der sozialistisch-zionistischen Bewegung in Russland. (...) 1906 wurden unter Mitwirkung von Borochow die politischen Positionen der "Jüdischen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Poale-Zion" entwickelt. Er vertrat hier seine Ideen einer autonomen Klassenbewegung des jüdischen Proletariats. (...) Auf zahlreichen Versammlungen stellte er seine Forderungen vor: Bürgerliche und nationale Rechte im eigenen Land, in Korrelation mit einer künftigen Friedenskonferenz; Offizielle jüdische Vertretungen in der internationalen Arena; Völlige rechtliche Gleichstellungen der Juden und Schaffung eines territorialen jüdischen Zentrums in Palästina. 1917 verstarb Ber Borochow mit 36 Jahren nach einer seiner Rundreisen an den Folgen einer schweren Erkältung.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Berl Katznelson



Berl Katznelson (1887-1944) wurde in Bobrinsk, Weissrussland, geboren. Sein Vater, ein Kaufmann, war Mitglied der Chovevei Zion. Berl ging nur unregelmäßig in die traditionelle jüdische Schule, den Cheder, erhielt aber Privatunterricht und bildete sich selbst in der russischen Bibliothek des Vaters fort. Katznelson wurde bald als begabter und unabhängiger Redner zu theoretischen Problemen des Nationalismus und Sozialismus bekannt. (...) Katznelson schloss sich schließlich den Zionisten-Sozialisten unter Führung von Nahman Syrkin und anderen an. (...) Katznelson träumte seit seiner Kindheit von der Alijah nach Eretz Israel. 1909 in Palästina angekommen, arbeitete Katznelson zunächst in der Landwirtschaft und in einigen Arbeiterräten. (...) Katznelson verfasste zahlreiche Programme und Arbeitspläne für die zionistische Arbeiterbewegung und führte Jugendseminare in Rechovot, am Carmel und in Ben Schemen durch. (...) Nach der Gründung der Gewerkschaft Histadrut 1920 wurde Katznelson als Chefredakteur des Organs "Dawar" gewählt. (...) Die moralische Autorität Katznelsons und sein Einfluss auf die Redaktionsarbeiten machten die Zeitung zum spirituellen Führer für die Arbeiterklasse und zogen viele Leser von außerhalb der Bewegung an. Katznelson sah im Jüdischen Nationalfonds die wichtigste Stütze für den Aufbau einer Arbeitergesellschaft. Er wurde als Direktor berufen und widmete sich bis zu seinem Lebensende intensiv dieser Arbeit.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Ahron David Gordon



A.D. Gordon (1856-1922), spiritueller Mentor der zionistischen Arbeiterbewegung, wurde 1856 in Trojanow, Russland geboren. Er erhielt sowohl eine klassisch jüdische Ausbildung in Talmud, Tora und Hebräisch, wie auch eine säkulare Bildung. Gordon erhielt eine Stelle in der Finanzverwaltung seines Verwandten Baron Joseph Günzburg, ein berühmter Bankier und Philanthrop. Diese Stellung behielt Gordon 23 Jahre, in denen er aktiv in Erziehungs- und Kulturarbeit war. Nachdem das Dorf, in dem er arbeitete, 1903 verkauft wurde, entschloss sich Gordon im Gegensatz zum Rest seiner Familie, nach Palästina auszuwandern. Gordon begann dort im Alter von 48 Jahren mit Landwirtschaft. Er arbeitete in den Weinbergen und Orangenhainen von Petach Tikwa und Rischon leZion und litt unter allen Leiden der Pioniere: Malaria, Hunger, Arbeitslosigkeit. Seit 1909 veröffentlichte er zahlreiche Artikel, in denen er seine Vorstellungen von Arbeit, Zionismus und jüdischem Schicksal darlegte. Gordon war Delegierter am 11. Zionistenkongress von 1913 und bei der "haPoel haZair" ("Der junge Arbeiter", sozialistische Partei) Konferenz in Prag von 1920. Dennoch war er nicht politisch aktiv. Für ihn lag die Erlösung des jüdischen Volkes allein in den Anstrengungen jedes einzelnen, sich zu verändern. Er war davon überzeugt, dass die jüdischen Arbeiter in Eretz Israel ihren eigenen Weg zu einer gerechten und produktiven Gesellschaft finden müssten, und opponierte daher gegen Verbindungen zum internationalen Sozialismus. (...) A.D. Gordon starb 1922 im Kibbutz Deganiah, wo er seine letzten Jahre verbrachte. Er hatte bedeutenden Einfluss auf die jüdische Arbeiterbewegung, sowohl durch seine Schriften wie auch sein persönliches Vorbild.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Achad haAam



Achad haAm (1856 - 1927) - übersetzt mit "Einer aus dem Volk" - wurde am 5. August 1856 in Skvira, dem Gouvernement Kiew, unter dem bürgerlichen Namen Usher Ginzberg geboren. Er wuchs in einem wohlhabenden Elternhaus auf und erwarb sich früh Kenntnisse der jüdischen religiösen Literatur in streng chassidischem Geist. Bei einem Besuch in Odessa begegnete er der russischen Literatur und begann kurze Zeit später mit dem Literatur- und Philosophiestudium, das hebräische, russische, deutsche, französische und englische Literatur umfasste. 1884 trat er der "Choveve Zion" bei und wurde Mitherausgeber der Zeitschrift "Hashiloach". (...) Vor dem Hintergrund der Pogrome im Osteuropa des ausgehenden 19. Jahrhunderts entwickelte Achad haAm seine Vorstellungen des spirituellen oder kulturellen Zionismus. Er sprach sich für eine intensive geistige Vorbereitung des jüdischen Volkes für die Emigration aus. Die Gründe für die Auswanderung sollten aus den großen Ideen des Judentums selbst kommen, wovon eine der wichtigsten die der Gerechtigkeit unter allen Menschen sei. Palästina sollte die Bedeutung eines geistigen Zentrums des Judentums zukommen und dort auf der Basis der Gleichheit eine gerechte Gesellschaft entstehen. So forderte er eine vorläufige Einstellung der Ansiedlung in Palästina und alle Konzentration auf die zwar langwierigere, aber umso fruchtbarere Vorbereitungsarbeit im Innern zu richten. Die Grundgedanken seiner Idee fasste Achad haAm in seinem Text Nicht dies ist der Weg! zusammen. Er nahm einen Standpunkt gegen den politischen Zionismus und somit das Konzept Herzls ein.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08

Samuel Hugo Bergmann



Samuel Hugo Bergmann (1883- 1975) wurde 1883 in Prag geboren. Er studierte in Berlin und Prag Philosophie, wo er Mitglied der zionistischen Studentenvereinigung Bar Kochba war. Seit 1903 publizierte er Artikel zum Zionismus und kam in Kontakt mit Martin Buber, der einen bedeutenden Einfluss auf ihn hatte. (...) Nach dem Krieg sandte ihn die Zionistische Bewegung nach London, um der Kulturabteilung vorzustehen. Er überzeugte die Bewegung, Gelder für die Gründung einer Nationalbibliothek bereitzustellen. 1920 wanderte er mit seiner Familie Palästina aus, um diese Institution in Jerusalem aufzubauen. Bergmann fungierte bis 1935 als erster Direktor der National- und Universitätsbibliothek. Seit 1928 lehrte Bergmann Philosophie an der Hebräischen Universität. 1935 wurde er schließlich ordentlicher Professor und fungierte bis 1938 als erster Rektor der Universität. (...) Bergmann war Mitglied der sozialistischen Arbeiterpartei haPoel haZair und gehörte zusammen mit anderen deutschsprachigen Einwanderern, darunter Martin Buber, Hans Kohn, Robert Weltsch und Gershom Scholem, dem Brit Schalom an, der für einen binationalen Staat in Palästina eintrat. (...) Samuel Hugo Bergmann starb 1975 in Jerusalem.

Quelle: Auszug aus hagalil.com 17-04-08
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