Informationen zur politischen Bildung Nr. 304/2009

Deutsche Außenpolitik

Mit der bedingungslosen Kapitulation des nationalsozialistischen Deutschen Reiches endete 1945 seine staatliche Souveränität und damit auch eine selbstständige Außenpolitik. Erst ab 1949 konnten die beiden im Zuge des Ost-West-Konflikts gegründeten deutschen Staaten sich schrittweise Handlungsspielräume erarbeiten. In den folgenden vierzig Jahren blieben sie enge Verbündete der feindlichen Supermächte USA und Sowjetunion. Während die DDR ein fester Bestandteil der sozialistischen Staatengemeinschaft wurde, vollzog Westdeutschland eine konsequente Westbindung und Schulterschluss mit Frankreich unter Konrad Adenauer, Aussöhnung und vorsichtige Annäherung an die östlichen Nachbarn unter Willy Brandt, Vertiefung der europäischen Integration und Wiedervereinigung Deutschlands unter Helmut Kohl.

Seit Ende des Ost-West-Konflikts 1989 hat das vereinigte Deutschland international und innerhalb der EU an Selbstbewusstsein und Gewicht gewonnen. Gleichzeitig muss es sich auf offenere internationale Beziehungen einstellen, auf neue Risiken und Verantwortlichkeiten.

Eine Einführung in Grundlagen, Akteure, Entwicklung und aktuelle Herausforderungen der deutschen Außenpolitik.

PDF-Icon Heft als PDF-Datei herunterladen

Bestellen

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln