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20.7.2014

M 03.11 Rollenspiel Tatort Stadion

Arbeitsauftrag

Im Unterricht hast du in der Reihe „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen?!" – Rechtsextremistische Einstellungen im Alltag, was können wir dagegen tun?" bereits etwas über Fußball und Rechtsextremismus erfahren. Rechtsextremistische Einstellungen sind bei Fußballfans, egal in welcher Liga, wie in fast jedem Teil unserer Gesellschaft zu finden. In den letzten Jahren hat die Diskussion in den Medien über Fußball und Gewalt, über die Jugendkultur der Ultras und rechtsextremistische Gruppen in deutschen Stadien stark zugenommen. Im Folgenden erhaltet ihr die Aufgabe, auf der Grundlage der sechs unten stehenden Rollenprofile, in Gruppenarbeit zunächst ein Rollenspiel zum Thema Rechtsextremismus und Fußball zu entwerfen und es dann auch zu spielen. Achtet dabei besonders auf das problematische Verhältnis zwischen Vereinen, Fangruppen mit unterschiedlichen politischen Einstellungen, Sponsoren und Opfern rechtsextremistischer Beleidigungen und Übergriffen. So könnt ihr erfahren wie es in der Realität zugeht.


Geht wie folgt vor:

Führt das Rollenspiel auf:



Ort: Stadion von "Fortuna Kinderhau"s

Im letzten Jahr ist die Fußballmannschaft von "Fortuna Kinderhaus" in Münster in die 3. Liga aufgestiegen und spielt jetzt im Profibereich. Das Team spielte eine sehr gute erste Saisonhälfte und befindet sich auf dem vierten Platz in der Tabelle. Durch die guten Leistungen des Teams ist das Zuschauerinteresse während der Saison stark angestiegen. Neben den vielen Zuschauern konnte Fortuna Kinderhaus einen neuen Sponsor gewinnen der den Verein mit hohen Beträgen unterstützt. In der Kurve von Fortuna Kinderhaus gibt es 2 Fanclubs die besonders aktiv die Mannschaft unterstützen. Das sind zum Einen, die „Alten Kameraden Kinderhaus“ und zum Anderen, die „Ultras Kinderhaus“.


Der Vorfall:

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause kommt es bei der Begegnung zwischen Fortuna Kinderhaus und Wacker München zu Pöbeleien und Schmährufen gegen den dunkelhäutigen Spieler von Wacker München Josef Ismaier. Während des gesamten Spiels stimmen Mitglieder des Fanclubs „Alte Kameraden Kinderhaus“ Affenlaute an, wenn Josef Ismaier den Ball erhält. Mehrfach werden auch Bananen auf das Spielfeld geworfen. Josef Ismaier ist betroffen macht im Interview mit der „Sportschau“ auf die Vorfälle aufmerksam. Daraufhin wird in den Medien ausführlich und kritisch über das Geschehen in Kinderhaus berichtet. Die „Ultras Kinderhaus“ fordern ebenso wie der Sponsor Konsequenzen. Die Lokalzeitung lädt daraufhin zu einem „Runden Tisch“ ein, um mit allen Beteiligten über die Vorfälle zu diskutieren und verbindliche Vereinbarungen für die Zukunft zu treffen.


Die Beteiligten:
a) Journalsitin Christa Meyer
b) Vorstand des Vereins Fortuna Kinderhaus
c) Sponsor: Textilunternehmen „Generation Sport“
d) Ordnungsdienst: „Sicherheit in Kinderhaus“
e) Fanclub „Alte Kameraden Kinderhaus“
f) Fanclub „Ultras Kinderhaus“
g) Fußballspieler Josef Ismaier


Rollenspiel:
Das Rollenspiel hat das Ziel, dass sich die Vertreter aller Interessengruppen (alle Rollen) gemeinsam an einen Tisch setzen und die Ereignisse des letzten Heimspiels miteinander diskutieren. Am Ende der Diskussion sollen Maßnahmen gefunden und Beschlüsse getroffen werden, die menschenverachtendes Verhalten im Stadion von Fortuna Kinderhaus unterbinden.


Das gesamte Arbeitsmaterial mit den Rollenkarten ist PDF-Icon hier als PDF-Dokument abrufbar.

Das Rollenspiel wurde erarbeitet von der Mobile Beratung im Regierungsbezirk Münster. Gegen Rechtsextremismus, für Demokratie, http://www.mobim.info/.
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