Folge 8 - in der zwei Träume zerplatzen

Manuela & Simón - Lieben und Leben für die Revolution

von: Daniel Stender, Marcus Weber

1826. Auch nach dem Sieg über die Spanier bleibt die Einheit des spanischsprachigen Lateinamerikas Simón Bolívars wichtigstes Ziel.

Inhalt

Ein erster Schritt zur Einheit des spanischsprachigen Lateinamerikas soll der auf Bolívars Initiative hin einberufene panamerikanische Kongress in Panama sein. Aber das Unternehmen scheitert – obwohl sämtliche spanischsprachigen Staaten des Kontinents, Brasilien und die USA eingeladen sind, nehmen nur Großkolumbien, Peru, Mexiko und Zentralamerika teil. In keiner der wichtigen Fragen wird Einigkeit erzielt – weder über ein Freihandelsabkommen, noch über eine von allen Staaten zu bildende Armee. Gefasste Beschlüsse bleiben ohne Wirkungen. Bolívar selbst nimmt an dem Gipfeltreffen nicht teil. Zum Misserfolg wird ebenso das zweite große Vorhaben des Befreiers: Bolívar will dem von ihm geschaffenen Staat Großkolumbien eine Verfassung ganz nach seinen Wünschen geben. Doch beim Verfassungskonvent in Ocana 1828 sind besonders Vorschläge wie die lebenslange Präsidentschaft Bolívars und das Recht, einen Nachfolger zu bestimmen, umstritten. Bolívars Gegner setzen sich durch, die Verfassung wird abgelehnt. Bolívar ernennt sich daraufhin zum Diktator.

Manuela & Simón erzählt die Geschichte von Manuela Sáenz und Simón Bolívar. Es ist die Geschichte einer großen und unkonventionellen Liebe, aber auch vom Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit. Es ist eine Geschichte von Menschen, die sich für ihre Ideale einsetzten und dafür kämpften. Von Menschen, deren Leben und Wirken Spuren hinterlassen hat, die bis heute sichtbar sind – fast 200 Jahre nach ihrem Tod.

Quito, 16. Juni 1822. Sie steht auf ihrem Balkon und macht große Augen. Die Straßen sind voller jubelnder, tanzender Menschen. Von überall werden Blumen und Lorbeerkränze geworfen. Denn dort unten ziehen Soldaten vorbei, das Befreiungsheer, das gerade einen wichtigen Sieg gegen die spanischen Kolonialherren errungen hat. Mitten unter ihnen ist der große Held, der Führer der südamerikanischen Unabhängigkeitsbewegung: Simón Bolívar. Er ist es, auf den Manuela Sáenz wartet. Er ist es, den sie sehen will. Die 24Jährige ist selbst Revolutionskämpferin, und sie ist fasziniert von den Geschichten, die sich um Bolívar ranken. Ein Mann, der sein Leben dem Kampf für die Freiheit verschrieben hat, ein kluger Feldherr, ein politischer Visionär, selbstbewusst und charmant. Es dauert nicht lang, bis die beiden sich kennenlernen und näher kommen. Obwohl Bolívar 14 Jahre älter ist, und obwohl Manuela mit einem englischen Geschäftsmann verheiratet ist. Es kommt, wie es kommen muss: Manuela verliebt sich in Simón…

Die zwölfteilige Kurzhörspiel-Serie "Lieben und Leben für die Revolution" erzählt von zwei Menschen, die gemeinsam versuchen ein großes Ziel zu erreichen: Südamerika von der spanischen Kolonialmacht zu befreien und die Vereinigten Staaten von Südamerika zu gründen. Mal arbeiten sie Hand in Hand, mal stehen sie sich gegenseitig im Wege. Doch was immer geschieht – Manuela Sáenz und Simón Bolívar werden zu einem Paar, das die Unabhängigkeitsbewegung in Südamerika entscheidend prägt. So entsteht eine an die historischen Ereignisse angelehnte Geschichte voller großer Abenteuer, eine Geschichte von gewonnenen Schlachten, bitteren Enttäuschungen und der wahren Liebe. Kein Heldenepos über den Befreier Simón Bolívar, sondern ein privates Portrait über Simón, erzählt aus Manuelas Perspektive. Einer Frau, die nicht nur seine Geliebte war, sondern als erste Feministin des Kontinents, seine Antreiberin, sein Gewissen und gleichberechtigte Partnerin an der Seite des Revolutionsführers.

Weitere Informationen

  • Sprecher: Ilka Teichmüller (Manuela), Lenn Kudrajawizki (Simón), Thomas Nicolai (Santander), Claudia Fritzsche (Klatschweib 1), Henriette Hübschmann (Klatschweib 2), Marian Funk (Sucre), Manfred Callssen (Thorne), Anna Budde (Jonotás), Ute Maria Thorp (María)

  • Sprachregie: Marcus Weber

  • Sounddesign & Musik: Armin Köhrer, Andreas Roth

  • Produktion: 08.2010

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung

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