Zwei Städte

Deutschland (amerikanische Besatzungszone) 1949, s/w

von: Stuart Schulberg

Dresden und Stuttgart – zwei Städte wie Licht und Schatten. Dresden als Symbol kommunistischer Propaganda, Stuttgart als Paradebeispiel erfolgreicher Demokratisierung und aufstrebender Marktwirtschaft.

Inhalt

"Teils westlich, teils östlich des eisernen Vorhangs aufgenommen" (Filmvorspann), ist dieser Film selbst Teil des Kalten Krieges. "Dies ist die Geschichte zweier deutscher Städte, die 400 Kilometer voneinander entfernt liegen. Aber es ist mehr als das. Es ist die Geschichte zweier Weltanschauungen, zweier politischer Systeme, unter denen die Menschen heute leben. Ideen, nicht allein Kilometer, trennen die eine Stadt von der anderen." (Kommentartext) Der Film vergleicht die wirtschaftliche Lage in Dresden mit der in Stuttgart. Zwar sei Dresden zu 80 Prozent zerstört gewesen – die Bombardierung sei auf Anforderung der Roten Armee erfolgt – und ist heute immer noch zu 80 Prozent zerstört. Heute sei Dresden eine "Stadt der kommunistischen Plakate". In Stuttgart dagegen herrsche "eine andere Weltanschauung", hier gäbe es "statt politischer Propaganda Preisschilder an den Waren". Zu verdanken sei dies der westlichen Weltanschauung und ihrer wirtschaftlichen Richtlinien: ökonomische Freiheit zur Entfaltung eigener Initiative, eine gesunde Währung, Förderung von Export und Import, britische und amerikanische Wirtschaftshilfe sowie die Unterstützung durch den Marshallplan.

(Text: Jeanpaul Goergen)

Quelle: Dieser Beitrag ist Teil der DVD "Selling Democracy".

Weitere Informationen

  • Kamera: Peter Zeller

  • Produktion: 1949

  • Spieldauer: 00:09:53

  • hrsg. von: Bundeszentrale für politische Bildung in Kooperation mit dem Bundesarchiv-Filmarchiv, dem Deutschen Historischen Museum und den Internationalen Filmfestspielen Berlin

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