Integration

Der Begriff beschreibt die Chancen der Teilhabe an zentralen gesellschaftlichen Bereichen wie Arbeitsmarkt, (Aus-)Bildungssystem oder Wohnungsmarkt. Obwohl in modernen Gesellschaften prinzipiell jedes Individuum Integrationsleistungen erbringen muss, bezieht sich der Integrationsbegriff in Zuwanderungsdebatten zumeist auf Eingewanderte und deren Nachkommen. Meist geht die Integration einher mit langwährendem, durch Kooperation und Konflikt geprägtes Aushandeln ihrer ökonomischen, politischen, religiösen oder rechtlichen Teilhabechancen in der Einwanderungsgesellschaft. Neben dem individuenzentrierten Integrationsbegriff kann Integration auch den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt meinen (sog. Systemintegration), also die wirtschaftlichen und politischen Verflechtungen eines gesamtgesellschaftlichen Systems und die Macht- und Abhängigkeitsbeziehungen, in die es einbezogen ist.

(Quellen: Jochen Oltmer: Globale Migration. Geschichte und Gegenwart. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2017; Annette Treibel: Integriert Euch! Plädoyer für ein selbstbewusstes Einwanderungsland. Frankfurt am Main: campus Verlag 2015.)

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