Adonnino-Ausschuss

Der »Ad-hoc-Ausschuss für ein Europa der Bürger« wurde 1984 vom Europäischen Rat unter der Leitung des christdemokratischen Europaparlamentariers Pietro Adonnino eingesetzt. Ziel war es, Maßnahmen zu erarbeiten, die ein »Europa der Bürger« schaffen. Viele Vorschläge wurden zwischenzeitlich verwirklicht, wie z. B. die Umsetzung von Freizügigkeit und Niederlassungsfreiheit, die Einführung einer Fahne und Hymne, vereinheitlichte Autonummernschilder, die Ernennung einer Kulturstadt Europas und eine verstärkte Zusammenarbeit im Bildungsbereich.

Literatur:B. Janssen: Das Europa der Bürger – Der kleine Bruder im Abseits. Zur Arbeit des Adonnino-Ausschusses, in: integration, H. 4/1985, S. 165-173.

Siehe auch:
Europa der Bürger

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: O. Leiße

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