Almunia Amann, Joaquín

[* 17.6.1948 in Bilbao] EU-Kommissar aus Spanien; Studium mit Promotion (Wirtschaft, Jura) in Bilbao, Paris, Harvard.

Bei der Handelskammer in Brüssel und der Gewerkschaft UGT (ab 1972). Dozent (Arbeitsrecht). Abgeordneter (1979–2004; Sozialdemokrat/PSOE). Minister (Arbeit ab 1982, öffentliche Verwaltung 1986–91). Fraktions- und 1997–2000 Parteichef, 2000 Spitzenkandidat.

2004–10 EU-Kommissar für Wirtschaft und Währung. Konkretisierte die Reform des Stabilitätspaktes (2005), die Einzelfallbewertungen ermöglichte, sowie Defizitverfahren und Erweiterungen des Euroraums. Seit 2010 Vizepräsident und Wettbewerbskommissar. Bestraft Preisabsprachen (betont Abschreckung) und entscheidet über Subventionen/Beihilfen sowie über Fusionspläne (berücksichtigt vermehrt Wettbewerbsfähigkeit Europas). Wirft dem Suchmaschinendienst Google vor, seine Marktmacht durch Manipulation der Suchergebnisse zu missbrauchen.

Literatur:Munzinger-Archiv

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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