Austauschprogramme

Das ERASMUS-Programm (1987) war das erste große A. der EG im Hochschul- und Bildungswesen. Schon 1976 gab es einen Pilotversuch, um die Mobilität von Forschern, Studenten und Lehrkräften in Europa zu fördern. Ziel war v. a. die Fremdsprachenförderung, die persönliche Weiterentwicklung der Teilnehmer sowie der Versuch, Europa und seine Vorteile direkt erfahrbar zu machen. Basis für die A. ist der Kooperationswille europ. Hochschulen, die sich untereinander vernetzen. Neben den Hochschulen entwickelte die EU aber auch A. für Schulen sowie die Berufs- und Erwachsenenbildung. Um das Problem der gegenseitigen Anerkennung von Studienleistungen zu lösen, wurde das European Credit Transfer System (ECTS) entwickelt. Ehrgeiziges Ziel der EU ist, bis 2012 über 3 Mio. Studenten mit ERASMUS im Ausland lernen zu lassen. Auch das neue A. für lebenslanges Lernen sieht für 2007–13 ca. 7 Mrd. € vor, um die Mobilität der Teilnehmer zu erhöhen.

http://ec.europa.eu/education/programmes/llp/index_de.html

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: T.-C. Bartsch

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