CEFTA (zentraleuropäische ­Freihandelszone)

Die zentraleuropäische Freihandelszone zwischen den 4 sog. Visegrád-Staaten trat am 1.1.1993 in Kraft. Sie wurde um Slowenien (1996), Rumänien (1997), Bulgarien (1999) und Kroatien (2003) erweitert. Aufgrund der EU-Osterweiterung 2004/07 wurde eine Erneuerung der C. notwendig. Das neue mitteleurop. Freihandelsabkommen führt die bilateralen Freihandelsabkommen von derzeit 9 Staaten in ein einziges regionales Freihandelsabkommen zusammen. Die EU ist nicht Vertragspartei, sie unterstützt und begrüßt die C. jedoch im Sinne ihrer Balkan- und Südosteuropapolitik. Vertragsparteien sind: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, FJR Mazedonien, Moldau, Montenegro und Serbien sowie Kosovo (im Sinne der Resolution 1244 UN-Sicherheitsrat). Ziel der C. ist die Liberalisierung des regionalen Industriegüterhandels, wodurch auch verstärkt ausländische Direktinvestitionen angezogen werden sollen. Das Abkommen enthält außerdem Bestimmungen zum Wettbewerb, öffentlichen Auftragswesen und zur Konvergenz von Industrie-, Veterinär- und Pflanzenschutzvorschriften.

Literatur:M. Dangerfield: Subregional Integration and EU Enlargement: Where Next for CEFTA?, in: JCMS, H. 2/2006, S. 305-24.

Siehe auch:
Balkanpolitik der EU
Osterweiterung der EU
Visegrád-Staaten

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: B. Lippert

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln