CERN

C. [frz.: Organisation Européen pour la Recherche Nucléaire] ist die 1954 von 12 Staaten gegründete Europäische Organisation für Kernforschung [das »C« kommt vom frz.: »Conseil« im Namen der Vorgängerinstitution]. Nach dem 2. Weltkrieg begann mit C. der Wiederaufbau einer europ. Forschungsinfrastruktur. Heute wird C. von 20 Mitgliedstaaten getragen, 8 Länder und Organisationen haben Beobachterstatus und weitere 35 Staaten beteiligen sich an seiner Forschung (3.000 Mitarbeiter und 8.300 Gastwissenschaftler). Am C. wurde Ende der 1980er-Jahre zur besseren internationalen Vernetzung der Wissenschaft das World Wide Web entwickelt. Mittlerweile hat sich die Forschung von der Kernenergie zur physikalischen Grundlagenforschung, insbesondere der Teilchenphysik, verlagert. Dabei werden das Wesen der Materie und der Ursprung des Universums untersucht. 2008 sorgte der Versuch für Aufsehen, den Urknall in einem 27 km langen Protonenbeschleuniger, dem leistungsstärksten Teilchenbeschleuniger der Welt, zu simulieren. Im Bereich der Teilchenphysik gehört C. zu den bedeutendsten Forschungsinstitutionen weltweit.

http://www.cern.de/

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: M. Bauer

Nach oben © Bundeszentrale für politische Bildung Zur klassischen Website von bpb.de wechseln