Cohn-Bendit, Daniel

[* 4.4.1945 in Montauban] dt.-frz. Politiker. Studium (Soziologie) in Nanterre/Paris.

Früh Aktivist und im Mai 1968 führend bei der Pariser Studentenrebellion. Dann Erzieher in einem Frankfurter Kinderladen und in der Spontiszene. 1978–90 Redakteur und Miteigner des Magazins »PflasterStrand«. Er fand zum parlamentarischen System und wurde bei den Grünen »Ideen-Geber« der »Realos«. 1989–97 im Ehrenamt Frankfurts Dezernent für Multikulturelles (Integrationsarbeit). 1994 und 2004 Wahl ins Europäische Parlament (EP) für die dt. Grünen sowie 1999 für Les Verts (Frankreich) und 2009 für Europe Écologie. Seit 2002 Ko-Vorsitzender der Fraktion Grüne/EFA. Inspirierte 2004 die Bildung der Europäischen Grünen Partei und in Frankreich – mit Blick auf das ganze politische Spektrum – die Fusion zur Europe Écologie–Les Verts (2010). Ende 2012 Austritt aus der Partei Écologie–Les Verts. Veröffentlichte 2012 zusammen mit Guy Verhofstadt, dem Vorsitzenden der Liberalen Fraktion im EP, ein Manifest »Für Europa!«.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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