COST

C. [engl.: Cooperation of Scientific and Technical Research] ist eines der ältesten Instrumente europ. Forschungskooperation. C. wurde 1971 von 19 Staaten, darunter alle damaligen EG-Staaten, gegründet (heute 35 Mitgliedstaaten), um Forschungskooperationen über den Bereich der Gemeinschaftsforschung hinaus zu fördern. C. fördert Kooperation im Bereich der Grundlagen- und vorwettbewerblichen Forschung. Allerdings werden aus C.-Mitteln keine gemeinsamen Forschungsprojekte finanziert, sondern nur deren Planung über die Finanzierung von Wissenschaftleraustausch, von Netzwerken, Konferenzen und Publikationen. 2009 kooperierten im C.-Rahmen mehr als 30.000 Wissenschaftler/innen in mehr als 200 Projekten. Der 2006 verabschiedete Haushalt für die Jahre 2007–13 betrug zwischen 210–250 Mill. €, die Mittel kommen u. a. aus dem EG-Forschungshaushalt. Dabei ist C. kein Gemeinschaftsprojekt, sondern ein intergouvernmentales Netzwerk.

Projektmittel müssen von den Einzelstaaten kommen. Die 9 wissenschaftlichen »C. Domain«-Ausschüsse sind politisch unabhängig und entscheiden nach wissenschaftlichen Kriterien. Die Kontaktstelle ist an der European Science Foundation angesiedelt. Mit der Europäischen Kommission besteht ein Partnerschaftsabkommen, um Synergieeffekte mit dem europ. Forschungsraum zu nutzen.

http://www.cost.esf.org

Siehe auch:
Forschungs- und Technologiepolitik der EU
EUREKA

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: G. Abels

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