Damanaki, Maria

[* 31.5.1952 auf Kreta] EU-Kommissarin aus Griechenland. Studium der Chemietechnik in Athen (bis 1975) und der Politikwissenschaft in Lancaster (1996/97).

Für die kommunist. KKE im Widerstand gegen Griechenlands Militärjunta (1967–74), zuletzt in Haft. 1974 und 2003/04 in der Industrie. 1975/76 im Finanzministerium. 1977–93, 2000–03 und 2004–10 Abgeordnete, 1986–90 Parlamentsvizepräsidentin. 1991 Übertritt von der KKE zum gemäßigt linken Synaspismós (1991–93 Vorsitzende). Langjährige Athener Stadträtin. 2004 Wechsel zur PASOK (Sozialdemokraten) und Wahl in deren Vorstand. Zeitweise Vertreterin im Europarat.

Seit 2010 Kommissarin für Maritime Angelegenheiten und Fischerei (regelt Fangquoten in Europas Meeren). Einsatz für mehr »Meeresbiodiversität«. Plant eine Reform der EU-Fischereipolitik bis 2014.

Literatur:Munzinger-Archiv.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: Ch. Stehle

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