Diplomatischer Schutz

Im Vertrag von Maastricht (1993) ist von den EU-Mitgliedstaaten das Prinzip der Unionsbürgerschaft verankert worden, an die der D. für Bürgerinnen und Bürger der EU geknüpft ist. Dadurch genießt jeder Unionsbürger im Hoheitsgebiet eines dritten Landes, in dem der Mitgliedstaat, dessen Staatsangehörigkeit er besitzt, nicht vertreten ist, den diplomatischen und konsularischen Schutz unter denselben Bedingungen wie Staatsangehörige dieses Staates. Denn nicht alle EU-Mitgliedstaaten sind in jedem Drittstaat diplomatisch und konsularisch vertreten. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des D. ist die Staatsangehörigkeit eines der EU-Mitgliedstaaten. Hilfe wird Unionsbürgerinnen und -bürgern z. B. nach Festnahmen und Inhaftierungen, Gewaltverbrechen, schweren Unfällen oder bei Krankheit geleistet.

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: F. Algieri

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