ERASMUS

Das Aktionsprogramm E. [engl.: European Action Scheme for Mobility of University Students] wurde 1987 durch einen Beschluss des EG-Rates ins Leben gerufen mit einer Laufzeit von 2 Jahren, die später verlängert wurde. Benannt ist das Programm nach dem bedeutenden niederl. Humanisten Erasmus von Rotterdam. Das E.-Programm sollte Studierenden ermöglichen, einen Teil ihres Studiums im europ. Ausland zu verbringen. Zudem sollte es eine intensive Kooperation zwischen Universitäten aller EG-Mitgliedstaaten fördern und durch den Austausch von Dozenten die Qualität der Ausbildung an den Universitäten erhöhen. Hauptbestandteil des Programms sind Mobilitätsstipendien. Um die Anerkennung von Abschlüssen zu erleichtern, wurde das European Credit Transfer System eingeführt. E. gilt als Vorzeigeprogramm im Bildungsbereich. Seit Beginn nahmen über 1,5 Mio. Studierende daran teil. Bis 2013 sollen es 3 Mio. sein. E. ist inzwischen in das Programm für lebenslanges Lernen 2007–13 integriert. Das jährliche Budget für E. liegt über 450 Mio. €. Unterstützt wird die Europäische Kommission bei der Umsetzung von E. durch die Exekutivagentur EACEA.

http://ec.europa.eu/education/lifelong-learning-programme/doc80_de.htm

Quelle: Martin Große Hüttmann/Hans-Georg Wehling (Hg.): Das Europalexikon, 2., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2013. Autor des Artikels: T.-C. Bartsch

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